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Wo suchen?

Wollen Sie beispielsweise nach römischen Relikten suchen dann ist es sicherlich eine gute Idee, wenn sie sich vorher schlau machen wie römische Ziegel, römischer Mörtel und wie Keramik damals ausschaute. Wenn sie dann beim normalen spazieren gehen ein wenig die Augen aufhalten werden sie auf manchem Feld sicherlich genau solche Überreste erspähen… und haben damit ein potentiell interessantes Suchgebiet erschlossen. Außerdem besteht „ Schatzsuche mit dem Metalldetektor“ eben nicht nur aus dem reinen suchen mit dem Detektor, es gehört viel mehr dazu, zumindest wenn es um antike Funde geht. Man muss sich mit der Geschichte vertraut machen, wie sich das Leben damals gestaltete, oder wie die Infrastruktur vergangener Zeiten aussah. Durch diese Vielzahl an Kombinationen wird das Hobby erst richtig interessant, und so mancher reine „Sondengänger“ ist im Verlauf der Zeit zum echten semiprofessionellen Archäologen geworden.

Dabei ist der rechtliche Denkmalschutzaspekt (zumindest für die meisten Bundesländer) klar:
Wer nach Bodendenkmalen sucht bedarf der Genehmigung. Was genau ein Bodendenkmal darstellt ist derartig diffus geregelt dass man kaum eine Aussage treffen kann. Was uns angeht, richten wir uns nach Hessen und dort ist ein Bodendenkmal ein solches erst wenn es vor den dreißigjährigen Krieg datiert.

Wie oft im Leben kollidieren auch hier tatsächliche Gegebenheiten mit Vernunft. Bereits jemand, der beim spazieren gehen die Augen aufhält ob er nicht vielleicht mittelalterliche Keramik oder römische Ziegelreste sieht braucht eigentlich eine solche Genehmigung, da er ja gezielt nach Bodendenkmalen sucht. Wer will ernsthaft behaupten, dass dies in der Realität auch so geschieht. Im Gegenteil: findet so jemand nun tatsächlich etwas und gibt es auf dem Landesdenkmalamt ab so wird er wahrscheinlich ein “vielen Dank, das haben sie gut gemacht“ hören.
Geht nun jemand mit dem Detektor über das gleiche Feld, findet etwas und gibt es ab dann wird er sehr wahrscheinlich einen Vortrag darüber hören welchen Straftatbestand er erfüllt hat. Nur weil sein Detektor 20 cm tiefer reicht wie das Auge.
Sie müssen ja auch nicht unbedingt nach antiken Gegenständen suchen. Entgegen etlichen Veröffentlichungen ist die Wahrscheinlichkeit „Schrott“ zu finden um ein vielfaches höher, als Sie vielleicht denken mögen.

Sie finden selbst auf Spielplätzen mehr… suchen Sie spaßeshalber einmal in der Sandkiste unterhalb einer Rutsche. Sie werden staunen, wie viel „Kleingeld“ unsere Kids beim unten ankommen verloren haben. Dann gibt es die Bereiche von Kiesgruben wo Badegäste etwas verlieren… wie leicht rutscht der Goldring vom Finger wenn man sich eingeölt hat. Oder Liegewiesen…. Oder oder.
Seien Sie kreativ, und: Halten Sie sich auf jeden Fall von bekannten Denkmalen fern.