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Der Atombunker der Bundesregierung

 

Wachgebäude / HaupteingangBis Ende 98 streng geheim, wurde der Atombunker der Bundesregierung, nicht zuletzt wegen des Umzugs nach Berlin, aufgegeben. Bis heute hat sich keine Verwertung ergeben so dass mittlerweile sicher sein dürfte, das er "rückgebaut" wird, soll heißen: Alles "innere" wird entfernt, die Wände gesandstrahlt (wegen Bleifarben und Gewässergefährdung), und die Eingänge dann versiegelt.

Und das nach einem Bauaufwand von sagenhaften (ca.!) 2.5 MILLIARDEN DM!! Allerdings wäre eine Weiternutzung, etwa von "privat" extrem schwierig, gegeben durch die monströsen Unterhaltskosten von 60 Millionen DM pro Jahr.

Mit der O-Finanzdirektion konnten wir heute eine Begehung organisieren. (Leider konnten nicht alle mit, die wollten: Sorry, aber die Teilnehmerzahl war begrenzter als gedacht). Ein normales "Besuchen" des Bunkers ist nicht  möglich.

Über die Baugeschichte müssen wir später berichten; schwierig zu recherchieren, da wie gesagt streng geheim. Doch zum Bunker selbst (Tip: Die Videos auf die Platte speichern und dann erst anschauen; Onlineansicht ruckelt):

Er besteht aus 5 Einzel - Bauteilen (Den Plan gibt es hier als Zipfile); alle sind gleich aufgebaut. Untergebracht und eingebaut wurde die Anlage in einen Eisenbahntunnel der projektierten, aber nicht gebauten Ahrtalbahn. Über die Einrichtung und die Technik gibt es soviel zu zeigen, das wir darüber eine CD herausbringen werden. Hier wollen wir uns auf die Schleusen und die Luftversorgung konzentrieren.

Plakat des VerfassungsschutzesBegrüßt wird man gleich am Eingang mit einem Plakat, welches uns gut gefallen hat...

Wie sehr auf die Geheimhaltung geachtet wurde zeigen auch diverse Siegel, die auf Fernmeldeleitungskanälen aufgebracht sind.

 

Der Eingang geht durch diverse Schleusen, unter anderem auch eine Entseuchung. Die Schotts sind unglaublich massiv:

Schleuse

Ab hier Bilder anklicken für Vergrößerung

Kurz danach kommt man an ein Hauptschott. Ein Tor, welches hydraulisch auf- bzw. zugefahren wird. Wie das ausschaut kann man hier im MPG Video sehen (15 Sek. 708 KB).

MaschinenEs herrscht reger Fahrradbetrieb hier unten... auch kein Wunder, denn die Gesamtlänge des Systems beträgt rund 19 Kilometer. Überall Maschinen, Technik und Elektrik. Und wie gesagt: Alle 5 Bauteile sind technisch gleich; diese Maschinen finden sich also bspw. 5 mal!

 

Luftschacht Drucktür Drucktür
A B C

Bei A sieht man nicht etwa in etwas "hinein"... sondern hinauf. Es ist einer der Luftschächte, die auf den Berg führen. Im Ernstfall wären die beiden Drucktüren, welche die Luftverteilung regeln (C führt die Luft zur Kühlung den Dieselgeneratoren zu) mittels Druckluft innerhalb von Millisekunden "zugeschossen" worden. Oben endet der Schacht in einem Außenbauwerk. Hier befinden sich riesige "Stöpsel" über dem Ausgang des Schachts, die im Bedarfsfall, also bspw. einem Atomschlag innerhalb von 20 Millisekunden  geschlossen werden konnten, obwohl sie 20 Tonnen wiegen.. Das kann man sich hier anschauen (MPG Video, 1.4 MB, 30 Sek.). Die Aufnahme ist in Zeitlupe. (Übrigens ist dagegen der Postbunker ärmlich eingerichtet... Hier gab es keine solchen Verschlussmechanismen. Lediglich eine Leiter führte den Luftschacht hoch. Kann man hier sehen (MPG Video, 2 MB, 30 Sek.))

DieselgeneratorAls letztes der Lüftung wäre die Kühlung der Dieselgeneratoren sehenswert.

3 Stück dieser Schiffsdiesel hätten hier ihre Arbeit verrichtet.

 

Und dieser "Gigantventilator" hätte ihre Überhitzung verhindert. Markus von der  Bunker IG wird die Tage auch einige Bilder auf seine Seite stellen.