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Begrüßungstext

Galgen = Schatzverstecke?

Immer wieder hört und ließt man, so auch auf einigen unserer Seiten, Galgen und ihre Umgebung seien als potentielle Schatzverstecke anzusehen.

Die Begründung ist erst einmal recht einleuchtend: Der Bereich eines Galgens war ja vom Hauch des unheimlichen umgeben, und nicht allzu viele werden sich absichtlich dorthin begeben haben. So wird auch heute sicher den allermeisten bei der Vorstellung mulmig, sich des Nachts mutterseelenallein auf einem Friedhof aufzuhalten.

Galgen

Um wie viel mehr muss da so eine Hinrichtungsstätte "gewirkt" haben, wo wochenlang die Hingerichteten hingen. Ein idealer Platz, um unbeobachtet seine Barschaft zu vergraben? Eigentlich schon, aber: Der durchschnittliche Händler wird sicher nicht weniger Angst gehabt haben an solchem Ort als der "Normalbürger". Hätte er sich dann nicht eine andere, weniger gruselige aber eventuell genauso sichere Stelle ausgesucht? Was spricht für die Galgenstatt?

Sehr gut zu merkende Landmarke: Galgen waren weithin sichtbar und wurden so gut wie nie verlegt. Der Verberger musste sich also nur den Ort merken und "Galgen".

In der Dunkelheit wenig lebendiger Publikumsverkehr :-)), = geringe Chance, beim eingraben beobachtet zu werden.

Und dagegen? In erster Linie:

Die Unheimlichkeit des Ortes muss auch auf den Verberger gewirkt haben.

Die Chance, dass der "Schatz" zufällig entdeckt wird; etwa beim Grabausheben: die Hingerichteten wurden ja meist "vorort" begraben.

Es sprechen also genauso viele Punkte dafür wie dagegen... mit einem leichten Plus für "dafür". Weitere Punkte lassen sich sicher noch finden.

Zumindest tagsüber und bei Hinrichtungen hat solcher Ort aber auch Gaffer angezogen, die den Hinrichtungen zusahen. Über die Jahrhunderte wird der ein oder andere sicher auch etwas verloren haben... nicht nur sein Leben. Findet man vielleicht nicht gleich einen Schatz, so doch unter Umständen das ein oder andere nette Fundstück.

Über einen wirklichen Schatzfund in der Nähe einer Galgenstatt ist wohl nichts bekannt. Wer allerdings doch etwas von solch einen solchen Schatzfund weiß, möge sich bitte melden.