Ist es
verboten, mit einem Metalldetektor (MD) zu suchen?
Ist es verboten,
einen angezeigten Fund auszugraben?
Was ist verboten?
Was ist eine
Nachforschungsgenehmigung?
Braucht
man eine Genehmigung, um mit dem MD unterwegs zu sein?
Braucht
man die Genehmigung des Eigentümers, wenn man auf einem Feld sucht?
Was für eine
rechtliche Stellung haben Jagdpächter?
Woher
erfahre ich, wer der Eigentümer eines bestimmten Feldes ist?
Von
wem bekomme ich eine Genehmigung für die Suche nach "Bodendenkmalen"?
Was ist ein
"Bodendenkmal"?
Was heißt
"Pinpointing"?
Wofür ist die
"Allmetall" Einstellung?
Was ist ein
"Notch-Filter"?
Sind große
Suchspulen "besser" als kleine?
Wie
soll man sich "neugierigen Spaziergängern" gegenüber verhalten?
Wo kann ich Funde abgeben?
Bekomme ich sie wieder?
Was geschieht bei
einem "Schatzfund"?
Was heißt
"Schatzregal"?
Macht es Sinn
sich mit dem LDA in Verbindung zu setzen?
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Ist es
verboten, mit einem Metalldetektor (MD) zu suchen?
Die Suche nach neuzeitlichen Gegenständen wie einem
verlorenen Schlüssel ist in keinem Bundesland verboten. Nur die GEZIELTE Suche nach
bestimmten Gegenständen wie Bodendenkmalen, ist in den meisten Bundesländern
verboten.
Ist es
verboten, einen angezeigten Fund auszugraben?
Es ist nicht verboten.
Was ist verboten?
Je nach Bundesland verschieden; u. a. im allgemeinen die gezielte Suche nach
Bodendenkmälern bzw. Historischen Funden, wobei sich die zuständigen Behörden
schwer tun, hier eine Datumsangabe wie etwa "alles vor 1600 ist Historisch
wertvoll" zu treffen. Die Suche nach Bodendenkmälern wäre eine
Nachforschung, und diese ist Genehmigungspflichtig, egal ob mit oder ohne
Detektor. Natürlich ist auch das ausgraben und buddeln bspw. in Privatgelände
oder Naturschutzgebieten nicht erlaubt.
Was ist eine
Nachforschungsgenehmigung?
In manchen Bundesländern benötigt man eine Erlaubnis, um nach
"Bodendenkmälern" zu forschen. Dies gilt nicht nur für die
Detektorsuche. Ehrenamtliche "Scherbenleser" erhalten diese
Genehmigung meist völlig problemlos, und auch jeder Normalbürger, solange er
nicht das Wort "Metalldetektor" benutzt. In letzter Zeit versuchen die
Landesdenkmalämter verstärkt, "Übeltäter" über den Weg einer
fehlenden Nachforschungsgenehmigung zu bestrafen. Diese wird aber NUR dann
benötigt, wenn Antike Gegenstände u. ä. gesucht werden. Wer also nur nach
neuzeitlichen Sachen wie Abzeichen oder Schmuck sucht benötigt keine.
Braucht
man eine Genehmigung, um mit dem MD unterwegs zu sein?
Nein
Braucht
man die Genehmigung des Eigentümers, wenn man auf einem Feld sucht?
Theoretisch ja, es wird aber kaum ein Landwirt etwas sagen, solange nicht
frisch gesät o. ä. ist. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, den Eigentümer
(Landwirt) persönlich zu fragen. Beispielsweise zur Erntezeit öfter mal
nachschauen, ob er gerade seine Felder bestellt und dann ansprechen- Eigentümer und die Polizei (im Wege des
"Platzverweises") sind die einzigen, die eine Suche unterbinden
können!
Was für
eine rechtliche Stellung haben Jagdpächter?
Keine besondere, sie sind Privatpersonen. Sie sind auch nicht Eigentümer
oder Pächter des jeweiligen Waldstückes; sie haben nur das Recht gepachtet,
dort zu jagen.
Woher
erfahre ich, wer der Eigentümer eines bestimmten Feldes ist?
Von der Gemeinde bzw. Katasteramt.
Von
wem bekomme ich eine Genehmigung für die Suche nach "Bodendenkmalen"?
Theoretisch von den jeweiligen Landesdenkmalämtern (LDÄ). Praktisch kommt
eine Genehmigungserteilung selbst für gestörte Flächen kaum vor. Ausnahmen nur
in wenigen Bundesländern.
Was ist ein
"Bodendenkmal"?
In den meisten Ländern wird der Begriff "Bodendenkmal" in etwa als
"aus Epochen stammend, für die Ausgrabungen die wichtigste Möglichkeit
der wissenschaftlichen Erkenntnis bieten" definiert.
Was heißt
"Pinpointing"?
Viele MD bieten eine Extraeinstellung: Pinpointing. Mit dieser Option läßt
sich daß angezeigte Signal weiter eingrenzen, wodurch daß ausgraben
erleichtert wird.
Wofür ist die
"Allmetall" Einstellung?
Wie der Name sagt, werden bei dieser Einstellung alle Metalle angezeigt.
Einige Geräte gehen mit dieser Einstellung etwas tiefer wie im
Diskriminatormodus, wo kleinere Metallfragmente oder Eisen ausgeblendet werden.
Was ist ein
"Notch-Filter"?
Mittels diesem lassen sich bestimmte Metallarten völlig ausblenden. Ist ein
Feld etwa mit Schrotpatronen übersät, kann man diese ausblenden.
Sind
große Suchspulen "besser" wie kleine?
Ja und nein. Kleinere haben im allgemeinen eine exaktere
Metallunterscheidung, und zeigen nah an der Oberfläche liegende Funde besser
an. Große gehen etwas tiefer und erfassen mehr Suchfläche, aber die
Metallunterscheidung ist oft nicht so gut; kleinere obenaufliegende Funde
können schlecht oder gar nicht angezeigt werden.
Wie
soll man sich "neugierigen Spaziergängern" gegenüber verhalten?
Auch wenn man zum Hundertstenmale gefragt wird, ob man Gold suche...
Freundlich bleiben! Erklären, was man sucht, evtl. eine Münze zeigen etc. Hier
sind Archäologen wirklich ein Beispiel! Die werden täglich wirklich Hunrtmal
gefragt, was sie ausgraben, und (die meisten) sind trotzdem freundlich und geben
Auskunft
Wo kann ich Funde abgeben?
Beim Landesdenkmalamt oder den unteren Denkmalbehörden; zu erfahren bei der
Stadtverwaltung.
Bekomme ich sie wieder?
Ja, wenn kein "besonderes wissenschaftliches Interesse besteht".
Was geschieht
bei einem "Schatzfund"?
Gibt es in dem entsprechenden Land kein Schatzregal, wird der Wert zwischen
Grundstückseigentümer und Finder geteilt.
Was heißt
"Schatzregal"?
In einigen Ländern gibt es ein Schatzregalgesetz; d. h., wird ein Schatz
oder ein Gegenstand von besonderem historischem/materiellen Wert gefunden, geht
er entschädigungslos ans Land.
Macht es Sinn
sich mit dem LDA in Verbindung zu setzen?
Ja. Zumindest kann es nicht schaden sich kundig zu machen, ob
und wie man kooperieren könnte. Archäologen sind nicht nicht unsere "Feinde".
Sie haben lediglich im Laufe der Jahrzehnte ziemlich schlechte Erfahrungen
machen müssen.
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