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Eine immer wiederkehrende Frage ist "welchen Detektor soll ich kaufen". Sie ist eigentlich nicht zu beantworten. Ebenso "soll ich mir erst ein billiges Gerät kaufen"... "Billige Geräte", also in der Preisklasse deutlich unter 1000 DM liegend, sind logischerweise bei weitem nicht so technisch ausgefeilt wie höherwertige.
Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, erheblich mehr Schrott auszugraben, als es nötig wäre.
Und damit wiederum wächst die Gefahr, schnell die Lust am Hobby zu verlieren.
Eine Möglichkeit wäre ein Kompromiss: Man nimmt ein gutes Gebrauchtgerät. Und zwar eines ohne viel technischen Schnickschnack. Ein sehr guter Diskriminator, eine sehr gute Metallunterscheidung (eventuell noch ein Notchfilter) und eine akustische Anzeige sind alles was es braucht.
Will man später flexibler werden, so kann man ja "nachrüsten"; allerdings sind die Unterschiede in der Leistungsfähigkeit bei weitem nicht so, wie die Preisdifferenzen vermitteln. Soll heißen: Ein Gerät für 2400.- DM geht (bei gleichgroßen Spulen) nicht doppelt so tief wie eines für 1200.- DM, und es findet auch nicht doppelt soviel...
Und lassen Sie sich nicht verunsichern. Die Erfahrung zeigt, das man heute noch mit 10 Jahre alten Detektoren das gleiche findet wie mit High Tech Super Teilen. Es kommt auf den SUCHER an! Natürlich haben neue Geräte Features, welche die alten nicht aufweisen, so wurde bspw. bei fast allen Fabrikaten die Diskriminierungsfähigkeit verbessert. Es hindert also nichts, zuerst einmal ein "altes" Gerät zu erwerben und wenn man Gefallen findet ein neues zu kaufen. Übrigens: Die Tiefenleistung wird auch nicht geringer, solange die Spule nicht defekt ist. Und noch etwas zum Diskriminator:
Eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Detektors sollte die Güte der Metallunterscheidung sein. Warum ist ganz einfach: Ist sie schlecht, buddele ich jedes erbärmliche Stück Eisensplitter oder Nagel aus. Vor allem, wenn dieses stark korrodiert ist. Und es gibt gerade für Neueinsteiger bei der Schatzsuche nichts frustrierenderes, als genau dieses Erlebnis: Dutzend Mal gegraben, Dutzend Mal ein Nagel, nicht einmal ein "vernünftiger" Fund.
Wenn das einige Tage hintereinander vorkommt, dann gibt man schon mal auf, oder verliert den Spaß am Hobby.
Leider hat man nur eng begrenzte Möglichkeiten, selber festzustellen, welcher Detektor für einen geeignet ist. Eine Möglichkeit ist, wie andernorts erwähnt, sich Händler auszusuchen, welche anbieten, Geräte vor Kauf erst einmal zu testen. Leider machen dies nicht alle. Und selbst dann müsste man erst einmal mindestens 8 Tage mit dem Detektor auf verschiedenen Böden unterwegs sein, um eine Aussage treffen zu können. Dann den nächsten "leihen", wieder 8 Tage... wer kann das schon. Was bleibt, sind die Berichte von Kollegen über ihre jeweilig benutzte Maschine. Nur: Hier tritt der "Dragan" Effekt auf ;-) "Meine Handy ist die schnellste". Wer wird wohl freiwillig zugeben, den absoluten Fehlkauf begangen zu haben?
Und: Fast jedes Gerät "diskriminiert" auf dem gleichen Feld anders wie das Konkurrenzprodukt. Wo der Fisher toll ist, ist der Whites schlechter, wo das Compass toll ist, weist der Minelab Schwächen auf usw.
Alle haben eines gemeinsam: Je tiefer das Objekt liegt, desto schlechter wird die verlässliche Metallanzeige; kein Wunder, denn für eine Leitwertanzeige braucht es ein vernünftiges Signal. Ab einer gewissen Tiefe ist die Metallunterscheidung eigentlich eher ein Ratespiel.
Hier muß nun schon jeder selbst entscheiden: Grabe ich die "vielleicht ist es eine Münze Anzeige" aus, und stelle fest, es ist ein Nagel o. ä., oder lasse ich es bleiben, und gehe das Risiko ein, dass es eben doch eine Münze war...
Prinzipiell kann man sagen, dass alle angebotenen Geräte in der "gehobenen" Preisklasse ab 1000.- DM über ausgereifte Diskriminatoren verfügen, die bis in eine gewisse Tiefe eine verlässliche Unterscheidung bieten. Bis in welche Tiefe, hängt wie gesagt von der Mineralisierung und Magnetisierung des Bodens ab, von der Menge der "Verschrottung", von der Feuchtigkeit und v. a. m.
Im übrigen hängt es durchaus auch vom jeweiligen Benutzer ab, wie sein Gerät arbeitet; berichten die einen bspw. über äußerst üble Erfahrungen im Bereich "Fisher und Eisenanzeigen", so wird das von anderen ganz und gar nicht bestätigt. Ein wirklich objektiver Test könnte nur unter Laborbedingungen stattfinden.
Wie man sieht, ist ein allgemeiner Rat nicht möglich. Es dürfte aber auch klar sein, daß die schlechtest mögliche Unterscheidung immer noch besser ist als gar keine; spart sie doch wenigstens etwas Grabarbeit.
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