Osterwieck (mh). Seit 40 Jahren ist Hans Liebisch ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger bzw. Beauftragter für Archäologie. Die Flächen, in denen seit dieser Woche gegraben wird, beobachtet er seit 20 Jahren, wie er sagt.
Auf der Grabungsstelle sollen später einmal Module der Arsenfabrik stehen. Liebisch gehört zu den energischen Gegnern dieser Industrieansiedlung. Der Investor der Fabrik soll Liebisch zur unerwünschten Person auf seinem Grundstück ernannt haben. Die Grabungsfläche ist allerdings noch Eigentum der Stadt.
Liebisch selbst kam zu Ohren, dass man befürchte, falls er eine Scherbe finde, die Grabung gestoppt und der Bau der Fabrik verzögert werden könnte. "So etwas könnte ich überhaupt nicht veranlassen", betonte er. "Ich bin schließlich kein Grabungsleiter."
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