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Thema: Siedlung oder nicht...

  1. #1
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    Standard Siedlung oder nicht...

    Wir haben da also folgendes: HIER

    Zur Topographie: "Unten" war es ziemlich sumpfig, es führte etwa 500 Meter eine wichtige Handelsstrasse vorbei (seit Steinzeit) und eine Strasse führte unmittelbar vorbei zu Salzquellen. Die Kuppe wird von einer scharf abgegrenzten Menge an Steinen gebildet, "links" ist Acker, und "rechts" beginnt schlagartig etwas was sich schlecht definieren läßt. HIER sieht man es. Im Normalfall würd ich sagen OK sind die Lesesteine vom Feld da hingebracht worden, ABER es gibt sowas wie Wohnpodien, HIER zu sehen (mit den roten Strichen deutlich gemacht), und auf dem "Steinplateau"siehts aus als seien dort flache Schützengräben (sind aber keine) oder eingefallene, knapp unter Tage verlaufende Minen, nur ist da lediglich Basalt und Sandstein... und als ob all das nicht schon komisch genug wäre, ist hie und da auch noch anstehender Fels zu sehen; HIER. HIER nochmal ein weiteres Bild.

    Die Kuppe hieß im MA Lohwichßbirkich. Nu gibts aber (heute) keine Birken da, dafür Eiben, und im keltischen klingt Eibe nach LOH...

    Hm... jemand ne Idee? Ne Quelle ist ca. 400 Meter weg...
    -----------
    Der Harry

  2. #2
    Stammuser Avatar von Flinthunter
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    Hallo Harry,

    eine genaue Vorstellung hab ich leider auch nicht.

    Solche Stellen beobachte ich oft im Spessart, dabei
    handelt es sich um natürliche Steinstreuungen, die
    aus der Verwitterung des anstehenden Sandsteins
    entstanden, oft konzentriert an den Stellen, an denen
    der Fels stellenweise sichtbar zutage tritt.

    Hast du in der Nähe Keramik gefunden? Diese müsste ja
    reichlich zu finden sein, falls es sich um eine Siedlungsstelle
    handeln sollte...

    Viele Grüsse
    Flinthunter

  3. #3
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    MA Keramik ja, aber keine Graphit etc. Es gibt eigentlich nur 3 Möglichkeiten; entweder Wohnpodien, kleinere Steinbrüche oder natürlich/Erisionsbedingt wie du sagst. Andererseits ist nicht mal 250 Meter entfernt auf dem Ausläufer des Birkich eine Stauferburg von 12xx unter der Karolingische Grundmauern eines Dorfes entdeckt wurden. Dumm: Von da war es unmöglich in östliche Richtungen etwas zu sehen, deswegen denke ich an eine weitere Warte an der besagten Stelle, evtl. als Nachfolger einer kelt./germ. Siedlung, denn auch die Ackerfläche und Möglichkeit Vieh zu weiden ist am Birkich viel besser. Das Gelände um die Burg, also den Birkichausläufer war sicher sumpfig. Die zwei Pfeile unten sind die Stellen mit den ich nenn es mal "Löchern" (Podien?) der Pfeil oben die Burg bzw. zeitlich davor die Karolingische Kleinsiedlung. (Anhang unten, skiz.jpg)

    Hier nochmal ein bischen deutlicher:

    Podium(??)

    Plane künstliche Fläche unterhalb des Podiums

    Mauer durch welche die Fläche gestützt wird. Liegt etwa 10 Meter unterhalb des Podiums Bild oben.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    -----------
    Der Harry

  4. #4
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    Hallo Harry,

    von der Lage her könnte da gut was sein, ist nur wie
    so oft leider undefinierbar, solche Steinsetzungen
    gibts ja im Mittelalter bis in die Neuzeit, oder auch
    natürlich. Da hilft nur eins, datierbare Funde aus
    den Steinwällen direkt...


    Viel Erfolg und Glück bei der Lösung des Rätsels

    Flinthunter

  5. #5
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    Wird wohl so sein... ich geb mal Bescheid, wenn ich was weis.
    -----------
    Der Harry

  6. #6
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    Hi !

    Ja, ja, - das Bebildern von Postings ist schon was feines und macht die Sache umso interessanter.

    Summa summarum erscheint ein alter Siedlungsplatz nicht unwahrscheinlich. Ich kenne ähnlich geartete Stellen, bei denen dies zutrifft und die im Oberflächenbereich ähnliche Merkmale aufweisen.

    An Deiner Stelle würde ich mal flott nachschauen gehen, sonst mach ich das

    Wenn Deine Vermutung richtig sein sollte, müßten sich relativ fix metallische bzw. nicht-metallische Objekte finden lassen, die Deine Theorie untermauern sollten.

    Sind in der Umgebung Pingen bekannt ?

    Gruß,
    Albert

  7. #7
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    Juhu!

    Nein, nur obertätiger Eisenabbau etwa 1.5 Kilometer weg. Die Geologie vorort ist Buntsandstein - Kalk. Wenns nicht soweit wäre würde ich dich jetzt einladen
    -----------
    Der Harry

  8. #8
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    Hessen ist doch ein Katzensprung. Wenn mich das Schicksal mal in euer infrastrukturell kaum erschlossenes Bundesland führen sollte, sag ich Bescheid Sieht aus, als könnte man da hübsch campen :-)

    Sandstein erfreute sich zumindest in unserer steinarmen Gegend immer großer Beliebtheit. Der archäologischen Forschung ist an dieser Stelle bis dato nichts bekannt ?

    Gruß,
    Albert

  9. #9
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    Archäologische Forschung scheints hier nicht zu geben... sieht man vom ausgraben einiger Hügis ab. Die Burg wurde mal bei der Restaurierung untersucht, aber von Flächengrabungen im Ort etc. ist nichts bekannt.

    Über die Stelle selbst ist nix bekannt, soweit ich recherchiert habe.

    Das coole ist ja, das rund um die Burg, also den "vorspringenden Zipfel" Wasser bzw. Sumpf war, und der einzige Zugang (wenn keine Brücke da war) eigentlich südlich sein muss, also dass die Jungs (war besiedelt mindestens seit der Kelten- und Germanenzeit) gezwungenermassen immer den Bergkamm Burg --- "meine Stelle" laufen mussten...
    -----------
    Der Harry

  10. #10
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    Topografisch gesehen eine interessante Stelle und einer näheren Begutachtung durchaus würdig.

    Aber beutel doch die armen Archis nicht immer so ;-) Sicher habt ihr in Hessen weniger drauf als wir am Niederrhein, allerdings sind doch auch bei euch Ansätze vorhanden

    Aber wir kommen vom Thema ab ....

    Ich kriech jetzt auf's Sofa,
    Albert

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