Die Tiefgarage unter dem Neuen Rathaus dient auch als Bunker - Ein Besuch in der Tiefe
Völklingen (sd/sma). Wie sicher ist Völklingen? Wir sind dieser Frage nachgegangen und nahmen unter anderem den Bunker unter dem Neuen Völklinger Rathaus in Augenschein. Wir haben uns mit Rudi Lackas verabredet, der bei der Stadt für den Katastrophenschutz zuständig ist. Auf den ersten Blick erscheint der Bunker gar nicht wie ein Bunker: "In Friedenszeiten wird der Aufenthaltsraum als Tiefgarage benutzt", erklärt Lackas. Dazu gibt es zwei große, bleierne Tore, die üblicherweise offenstehen und im Ernstfall geschlossen werden können.
Nur über Schleusen ist es dann noch möglich, den Bunker zu betreten: "Um dann hineinzugelangen, muss eine Gruppe von Menschen sich in einem Vorraum sammeln, die hinteren Türen werden verschlossen. Nachdem die Luft in der Schleuse von Strahlen, Gasen oder Mikroorganismen gefiltert wurde, öffnet sich das Tor auf der anderen Seite", schildert Lackas. Der Bunkerinnenraum bietet Platz für rund 1 500 Menschen, die zu je einem Drittel abwechselnd stehen, sitzen oder liegen können. An einer Bunkerseite wurde eine kleine "Kommando-Zentrale" eingerichtet, von hier aus können zum Beispiel die Schleusen bedient und per Kamera überwacht oder Durchsagen im Bunker gemacht werden.
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