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Thema: Bunker im Wald (aber welcher ?)

  1. #1
    Avatar von explor_1
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    Standard Bunker im Wald (aber welcher ?)

    Hallo Leute !

    Hab da einen Bunker im Wald gefunden (Masse ca.10 x 4 Meter).
    Die Betondecke ist ca. 15cm dick und hat kleine Öffnungen (ca.10x5cm),
    die sich nach unten verjüngen.
    Aus den Öffnungen bläst es kalt heraus, der Eingang lag unmittelbar neben
    dem Bunker und war was für schlanke Leute. (Feldwebel Schulz kommt nicht
    hinein)
    Der Eingang ist total mit Schotter zugeschüttet.
    Wenn man durch die Öffnung hineinschaut gehts etwa 3 Meter in den Raum,
    ich glaube, dass der unten noch grösser als das ist, was man oben sieht.

    (siehe Fotos)
    Was meint Ihr, was das für ein Gebäude war ?
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  2. Dateityp: jpg Bunker01.jpg (32,9 KB, 151x aufgerufen)
  3. Dateityp: jpg Bunker02.jpg (43,7 KB, 143x aufgerufen)
  4. #2
    Avatar von Harry
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    Schwer zu sagen ohne das drumherum zu kennen-
    -----------
    Der Harry

    Harry ist am 2. Mai 2013 von uns gegangen - im Forum lebt er weiter

  5. #3
    Avatar von explor_1
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    Zitat Zitat von Harry
    Schwer zu sagen ohne das drumherum zu kennen-
    Ah....JA, hab schon gedacht, dass ich was vergessen habe
    (im folgenden ....näheres über Geheimprojekt "Zement"--
    Copyrights aus dem Internet--nicht bei mir....
    DER BUNKER LIEGT IN DER NÄHE.....)







    Das "Projekt Zement"

    (Aus: Florian Freund, KZ Ebensee. Außenlager von Mauthausen, hrsg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wien 1990, S. 5-11)


    Das Konzentrationslager Ebensee war eines von mehreren Konzentrationslagern, die in der letzten Phase des KZ-Systems für die Zwecke der Raketenrüstung eingerichtet wurden.

    Zur Forcierung der Raketenrüstung war es nach der Aufgabe der Blitzkriegskonzeption und der Umstellung auf einen lange dauernden Abnützungskrieg gekommen. Mit jeder weiteren Verschlechterung der Lage an den Fronten richtete die NS-Führung ihre Aufmerksamkeit stärker auf neue technische Entwicklungen, um mit Hilfe technischer "Wunderwerke" einen Ausweg aus der aussichtslosen Kriegslage zu finden. Als eines dieser technischen "Wunderwerke" galt die A4-Rakete, die unter der Bezeichnung "V2" bekannt wurde. Einzelerfolge, wie der erste geglückte Start einer Rakete, nährten völlig übersteigerte Hoffnungen. Hatte es zuerst noch vereinzelt Kritik am Raketenprogramm gegeben, so verstummte diese von jenem Moment, an dem sich Hitler unter dem Eindruck des ersten erfolgreichen Raketenabschusses am 3. Oktober 1942 für die Raketenrüstung entschieden hatte; die beflissenen Erfüller der Weisungen Hitlers aus Wehrmacht, Industrie und Staatsapparat übertrafen einander in den letztlich unrealisierbaren Planungen. Die Entwicklung der Raketenwaffen war eines der teuersten und aufwendigsten Rüstungsprojekte des Dritten Reiches. Der durch die nationalsozialistische Rüstungspropaganda geschürte Mythos einer "Wunderwaffe", der vor allem nach dem Ende des Krieges immer wildere Spekulationen über die Gewinnbarkeit des Krieges für Nazi-Deutschland verursachte, entbehrte jeder ökonomischen und militärisch-strategischen Grundlage. Hinter allen Plänen der Raketenrüstung stand ein ideologisch geprägtes Konzept der "Vergeltung". Spätestens als die führenden Nationalsozialisten die Raketenrüstung auf Kosten anderer Rüstungszweige förderten, hatten sie selbst begonnen, an den von ihnen geschaffenen und über die Propaganda verbreiteten Mythos der "Wunderwaffen" zu glauben.

    Die mit der Raketenrüstung verknüpften Interessen waren vielfältig. Durch einen Einstieg in diesen neuen Rüstungsbereich erhoffte sich die SS verstärkten Einfluß auf die Industrie; das Ministerium für Bewaffnung und Munition stand bei seinem Bemühen, die Kontrolle über alle Teile der Rüstungsproduktion zu erlangen, in Konkurrenz zum Heereswaffenamt, unter dessen Regie die Raketenforschung stattgefunden hatte, und das seine Machtposition im Raketenprojekt zu verteidigen suchte. Eng verbunden mit dem Munitionsministerium agierte die Industrie, die Interesse an einem kostenlosen Zugriff zur neuen Hochtechnologie hatte und die sich von einem neuen Produkt Zugang zu Rohstoffen und Arbeitskräften sowie große Gewinne versprach.

    Unter dem Druck der alliierten Bombardierungen hatte die Industrie ab Mitte 1942 mit der Dezentralisierung der Rüstungsfertigung innerhalb des Reichsgebietes begonnen. Dementsprechend war im Frühjahr 1943 die Serienproduktion von Raketen an drei bzw. später vier Standorten vorgesehen: beim Raktenforschungszentrum in Peenemünde; bei der Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen und bei zwei Lokomotivfabriken, dem Rax-Werk in Wiener Neustadt und bei der DEMAG in Berlin-Falkensee.

    Im Frühjahr 1943 war neben den technischen Schwierigkeiten, Rohstoff- und Treibstoffengpässen, die Beschaffung von Arbeitskräften das gravierendste Problem, da einerseits immer mehr Deutsche in die Wehrmacht eingezogen werden mußten und es andererseits auch unter Zwang immer weniger möglich war, ausländische ArbeiterInnen in das Deutsche Reich zu bringen. Damit kam nun die SS ins Spiel, die KZ-Häftlinge als Arbeitskräfte zur Verfügung stellen konnte.

    Die Abteilung "Arbeitseinsatz im Sonderausschuß A4" schlug im Frühjahr 1943 vor, KZ-Häftlinge für Arbeiten im Versuchsserienwerk Peenemünde einzusetzen. Auf Grund dieses Vorschlages besuchte Mitte April 1943 eine Delegation der Raketenbauer eigens die Flugzeugfirma Heinkel in Oranienburg, wo bereits seit August 1942 KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisteten, um die "Vorteile" des Einsatzes von KZ-Häftlingen zu studieren. Für die Verantwortlichen von Peenemünde erschienen die KZ-Häftlinge im Vergleich zu den ausländischen Zivilarbeiterlnnen die "problemloseren" Arbeitskräfte. Sie konnten bei der SS je nach Bedarf in Berufsgruppen angefordert werden; die Fluktuation war niedriger und die Produktivität höher als bei ausländischen ZwangsarbeiterInnen; durch die strenge Abschottung von der Außenwelt und die Bewachung durch die SS war Spionage ausgeschlossen. Die Möglichkeit, ausländische ZwangsarbeiterInnen und KZ-Häftlinge auch in den Serienwerken Friedrichshafen und Wiener Neustadt einzusetzen, wurde ebenfalls Mitte April 1943 anläßlich einer Dienstreise des "Arbeitsstabes A4" (zusammengesetzt aus Vertretern des Heereswaffenamtes und des Sonderausschusses A4) zu diesen Werken diskutiert und beschlossen. Im Juni 1943 wurden bei allen Serienwerken eigene Konzentrationslager eingerichtet.

    Anfang August 1943 standen die Raketenbauer vor der Entscheidung, ob KZ-Häftlinge, die bis dahin nur beim Bau und der Einrichtung der Fabriken gearbeitet hatten, auch in der Produktion eingesetzt werden sollten. Im Sommer 1943 war aufgrund neuerlicher Einziehungen zur Wehrmacht die Zuteilung von deutschen FacharbeiterInnen für die Produktion trotz "Führerbefehls" nicht möglich. In einer Besprechung der Peenemünder Verantwortlichen am 4. August 1943 wurde aus dieser Situation die Konsequenz gezogen und "grundsätzlich" entschieden, daß auch die Fertigung in allen vier Serienwerken von Häftlingen übernommen werden müsse. Die Planungen sahen vor, bei den Zeppelinwerken in Friedrichshafen, im Rax-Werk Wiener Neustadt und bei der DEMAG in Berlin-Falkensee die Serienfertigung der A4-Rakete mit je 1500 KZ-Häftlingen durchzuführen. Für Peenemünde war der Einsatz von 2500 KZ-Häftlingen geplant. Ein deutscher Vorarbeiter sollte fünf bis zehn KZ-Häftlinge beaufsichtigen.

    Die Absicht, noch im Sommer 1943 die Produktion in den Serienwerken aufzunehmen, wurde durch alliierte Luftangriffe zunichte gemacht. Ohne daß die Alliierten von der Raketenproduktion wußten, griffen amerikanische Luftstreitkräfte am 13. August 1943 zum ersten Mal Wiener Neustadt an. Damit war die trügerische Sicherheit dahin, daß die südöstlichen Reichsgebiete "Luftschutzkeller des Reiches" bleiben würden. Da wenige Wochen zuvor auch das Raketenwerk in Friedrichshafen am Bodensee bombardiert worden war und schließlich in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1943 ein Angriff auf die Heeresanstalt Peenemünde erfolgte, entwickelte die NS-Führung hektische Aktivitäten. Nach längeren Verhandlungen zwischen Rüstungsminister Speer, Hitler und Himmler wurde Ende August 1943 beschlossen, die bestehenden Serienwerke aufzulösen und die Raketenfertigung in einem einzigen unterirdischen Werk zu zentralisieren. Am 26. August 1943 beschlossen Speer, Hans Kammler (Chef des Bauwesens der SS und damit zuständig für die Bauten in den Konzentrationslagern, von Himmler zum Sonderbeauftragten für Baufragen der A4-Fertigung ernannt), Walter Dornberger (von der Heeresversuchsanstalt Peenemünde), Gerhard Degenkolb (vom Sonderausschuß A4) und Karl Otto Saur (Hauptdienstleiter im Rüstungsministerium), die Einrichtung des Serienwerkes in Stollen bei Nordhausen. Gleichzeitig wurde entschieden, die Serienfertigung und Entwicklung völlig zu trennen und ein neues unterirdisches Werk für die Forschung und Entwicklung zu errichten, in dem die "Amerikarakete", so die Bezeichnung der geplanten Interkontinentalrakete, und die Flakrakete "Wasserfall" unter der Leitung von Wernher v. Braun entwickelt werden sollten. Der Beschluß zum Bau eines unterirdischen Forschungswerkes wurde getroffen, ohne daß überprüft worden wäre, wie lange der Bau einer solchen Anlage und vor allem wie lange die Entwicklung der geplanten Waffen dauern würde. Ein geeigneter Standort wurde Mitte September 1943 bei Ebensee in Oberösterreich gefunden. Dieses Projekt, das die Tarnbezeichnung "Zement" erhielt, war neben den Stollen bei Nordhausen ("Dora/Mittelbau") das zweite große unterirdische Bauvorhaben für Raketen und der erste Neubau einer unterirdischen Anlage, den die SS im Auftrag des Ministeriums Speer und des Heeres durchführen sollte.

    Der Ausbau der unterirdischen Anlagen bei Nordhausen und der Neubau von Stollen in Ebensee mit KZ-Häftlingen wurde zum Modell für die Verlagerung der Industrie in vor Luftangriffen geschützte unterirdische Räume. Gegen den Einsatz von KZ-Häftlingen und die unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen gab es von keiner Seite Einwände, sie wurden von allen Verantwortlichen "in Kauf genommen".

    Die Häftlinge des am 18. November 1943 eingerichteten Konzentrationslagers Ebensee mußten sofort an der Erbauung zweier riesiger Stollenanlagen arbeiten. Die Stollenanlage "A" hätte, nach den Planungen der Peenemünder Ingenieure, alle wesentlichen Einrichtungen der Forschungsanstalt Peenemünde aufnehmen sollen. Die Stollenanlage "B" war für die Prüfstände der Raketen vorgesehen.Wegen ständig neuer Forderungen der Peenemünder Raketenforscher nach mehr Raum und Änderung der Pläne, geologischer Schwierigkeiten, der Notwendigkeit, Bauvolumen einzusparen und durch die allgemeinen kriegswirtschaftlichen Schwierigkeiten verzögerte sich die Fertigstellung der unterirdischen Anlagen.

    Im Frühjahr spitzte sich die militärische und kriegswirtschaftliche Situation des Deutschen Reicheskrisenhaft zu. Durch den Luftkrieg der Alliierten gegen die deutsche Flugzeugproduktion war die NS-Führung gezwungen, den Schwerpunkt der Rüstung auf die Produktion von Defensivwaffen zu verlegen, um durch die Abwehr der Luftangriffe die Rüstungsproduktion weiter zu ermöglichen. Der Ende März 1944 gegründete Jägerstab, ein Gremium, in dem die Vollmachten und Kompetenzen des Rüstungsministeriums und des Luftfahrtministeriums zusammengefaßt waren, sollte die Luftrüstung ankurbeln, die Produktionsstätten dezentralisieren und - wenn möglich - in unterirdische Räume verlegen. Damit war nun die unterirdische Verlagerung der Raketenforschung und -produktion in Frage gestellt, da die Verantwortlichen des Jägerstabes alle vorhandenen Ressourcen beanspruchen mußten, um die dringlicheren Produktionen so unterbringen zu können, daß sie vor Luftangriffen geschützt wären.

    Mit der Invasion der Alliierten in der Normandie im Juni 1944 und der systematischen Bombardierung der Treibstoffproduktion änderte sich die kriegswirtschaftliche Lage entscheidend. Die A4-Rakete war noch immer nicht einsatzbereit, als die strategischen Bombardierungen der Alliierten die deutsche Treibstoffproduktion dramatisch absinken ließen. Edmund Geilenberg, der mit der Wiederingangsetzung der Treibstoffwerke beauftragt war, konnte nun die Stollenanlage "A" in Ebensee für die Raffination von Erdöl in Beschlag nehmen. In den folgenden Monaten wurde in diese Anlage eine große Raffinerie eingebaut, die bis Kriegsende zum Teil in Betrieb ging. Doch auch die fertiggestellten Bereiche der Raffinerie in Ebensee konnten nicht mit voller Kapazität arbeiten, da die Alliierten ab Herbst 1944 systematisch die Verkehrswege bombardierten und dadurch das Verkehrssystem lahmlegten, das durch die Dezentralisierung der Industrien ohnehin überlastet war.

    Auch wenn die Veränderung der militärischen und wirtschaftlichen Lage im Sommer 1944 die Produktion von Defensivwaffen und Treibstoff zur Überlebensfrage des Regimes machte, gab die NS-Führung ihre Hoffnung auf eine Wendung des Kriegsverlaufes durch die Fernwaffen nicht auf. Als im August 1944 die Konstruktionsfehler der A4-Rakete beseitigt waren, erhielt die Produktion der Raketen wieder Priorität. Die Verlagerung der Forschungsanstalt Peenemünde wurde für die Weiterentwicklung der Raketen nach wie vor als wichtig erachtet. Da nun die Stollenanlage "A" in Ebensee von der Raffinerie beansprucht wurde, beschloß man, die Stollenanlage "B" entsprechend auszubauen.

    Ende des Jahres 1944 wurde der Plan, das Raketenforschungszentrum Peenemünde nach Ebensee zu verlegen, jedoch endgültig hinfällig. Hatte man in der ersten Phase der industriellen Verlagerungen viele Produktionen in die besetzten Gebiete, die nicht durch Luftangriffe gefährdet waren, umgeleitet, so setzte ab Sommer 1944 wegen der militärischen Situation der umgekehrte Prozeß ein. Als sich die sowjetischen Truppen Ungarn näherten, wurden Teile der dortigen Rüstungsindustrie in das Deutsche Reich rückverlagert. Für diese Produktionsstätten wurden wiederum bombengeschützte Räume gesucht. Der Plan, die Forschungsanstalt Peenemünde nach Ebensee zu verlagern, wurde nun endgültig aufgegeben, und die Firma Steyr Daimler Puch A. G. bezog die Stollen 4 und 5 der "Anlage B" und erzeugte dort bis zum Ende des Krieges Motorteile für Lastwagen und Panzer. Die zum Steyr-Konzern gehörenden Nibelungenwerke erhielten die Stollen 1 und 2, um dort Bremstrommeln für Panzer herzustellen.

    Die Stollen von Ebensee wurden somit völlig anders verwendet, als es ursprünglich geplant und von den Raketenforschern gefordert worden war. Anstatt die Geburtsstätten von "Wunderwaffen" zu sein, wurden die Stollen zu Fabriken für die Erzeugung von Benzin, Bremstrommeln und Motorenteilen. Die Techniker des Dritten Reiches hatten dennoch den Grundstein für weitere Entwicklungen gelegt; aus dem Mythos der "Wunderwaffen" wurde mehr als 20 Jahre später Realität durch die amerikanische Mondfahrt, die man in Österreich und Deutschland ungeniert als Erfolg "unserer" Raketenpioniere feiern konnte. Die Techniker des NS-Staates, die bei dieser Gelegenheit nochmals mit Ehrungen überhäuft wurden, schufen die Grundlage dieser Technologie unter besonderen Bedingungen: der Zwangsarbeit von ausländischen ArbeiterInnen, von Kriegsgefangenen und vor allem von KZ-Häftlingen. Die Verantwortlichen der nationalsozialistischen Raketenrüstung, wie Wernher v. Braun, Walter Dornberger oder der technische Leiter der unterirdischen Raketenfabrik Dora-Mittelbau, Arthur Rudolf, die sich nach dem Krieg als "unpolitische Techniker" deklarierten, hatten sich weder von der Frage nach dem Zweck ihrer Arbeit stören lassen noch von jener, unter welchen Umständen die neuen Kriegsprodukte erzeugt wurden. Sie bedauerten nach 1945 lediglich, daß die Entwicklung und der Einsatz der Raketen "zu spät" erfolgt sei, und erinnerten sich an ein "unbändiges Gefühl des Glückes und der Dankbarkeit", wenn sie an die Jahre 1938 bis 1945 dachten. (4) Nach 1945 wurden die Entscheidungsträger des Raketenprogrammes nicht wegen Kriegsverbrechen angeklagt, denn sie und ihr Know-how waren willkommene Beute der alliierten Mächte. (5) Manche von ihnen, wie z.B. Wernher v. Braun, konnten ihre Karriere ohne Unterbrechung fortsetzen und wurden jahrzehntelang als "Raketenpioniere" gefeiert. Daß diese Männer mitverantwortlich für den mörderischen Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen waren, blieb außerhalb jeder Betrachtung. Die Faszination der Technik und der Mythos der "Wunderwaffen" deckten die Verbrechen zu und wirken bis heute fort.

    Anmerkungen


    4) So z. B. Walter Dornberger im Jahre 1952. Walter Dornberger, Peenemünde, München 1984. S. 280.

    5) Tom Bower, Verschwörung Paperclip. NS-Wissenschafter im Dienst der Siegermächte, München 1988.
    Geändert von explor_1 (06-06-2004 um 21:01 Uhr)

  6. #4
    Avatar von Schliemann
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    Also wenn die Betondecke nur ca. 15 cm dick ist, wars mit Sicherheit keit Bunker !
    Wo liegt denn das Problem, sich ein Loch in die Decke zu kloppen und nachzuschauen, was es mit dem Teil auf sich hat ?

  7. #5
    Avatar von explor_1
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    Zitat Zitat von Schliemann
    Also wenn die Betondecke nur ca. 15 cm dick ist, wars mit Sicherheit keit Bunker !
    Wo liegt denn das Problem, sich ein Loch in die Decke zu kloppen und nachzuschauen, was es mit dem Teil auf sich hat ?
    Servus Schliemann !

    Hast eigentlich recht, muss mal einen Schlögel auftreiben
    und einen kalten Tag abwarten , denn das
    Ding ist ein Tresor (wahrscheinlich auch mit Eisen betoniert--
    eben DEUTSCHE Wertarbeit)

  8. #6
    Avatar von bed.tk
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    Die Bilder sind schlecht zu erkennen, aber Schliemann hat recht... mit 15 cm Deckenstärke kann das kein Bunker sein!!

  9. #7
    Avatar von Harry
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    >sich ein Loch in die Decke zu kloppen

    Auweia wenn du das nebenan bei Heuchers geschrieben hättest
    -----------
    Der Harry

    Harry ist am 2. Mai 2013 von uns gegangen - im Forum lebt er weiter

  10. #8
    Avatar von Trapper
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    So was habe ich grad vor einer Woche "Exploriert" und das kann angefangen bei einer "Wüstung" bis hin zu einer "Radarbasis" so ziemlich alles sein. Ich würde mir mal ein bisschen die Umgegend anschauen! Vielleicht ist es ja auch nir ein altes Gehöft.

  11. #9
    Avatar von Becki
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    Bist du dir sicher dass das ein Bunker ist? Ich hab auch so ein Teil bei mir in der nähe, und das hat sich als Fundament entpuppt
    MFG Becki

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  12. #10
    Avatar von explor_1
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    Zitat Zitat von Becki
    Bist du dir sicher dass das ein Bunker ist? Ich hab auch so ein Teil bei mir in der nähe, und das hat sich als Fundament entpuppt
    Nein, sicher bin ich nicht, aber der Eingang neben diesem "Keller" deutet auf einen Bunker hin.
    Es sind mehrere solcher (ähnlicher) Bunker in der Nähe, von denen ich aber weiss, welche Bedeutung sie hatten.
    Ein Rätsel sind mir die Betonaussparungen in der Decke (Lüftungen könnens ja nicht gewesen sein).

    Ich weiss mit Sicherheit, dass dort eine Funkanlage der Wehrmacht gewesen ist, vielleicht wars ja auch das Fundoment einer Richtantenne oder ähnliches.
    (Adis Technik war vielseitig)

    Das mit dem Durchschlögeln werd ich bleiben lassen, hab mirs nochmal angeschaut, da schauen Eisen raus von 1,5cm Durchm. im Abstand von 10cm.

  13. #11
    Avatar von bobo
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    Standard Re: Bunker im Wald (aber welcher ?)

    Sorry, wenn ich erst jetzt was zu dem Thema schreibe.

    Meint Ihr nicht, dass man zuvor vielleicht den Eigentümer des Grundstückes fragen sollte, bevor man Löcher in Decken machen will.

    Andernfall´s hätte ich einen Vorschlag, wie Du ohne Schweiß und Lärm ein Loch in die Decke bekommst.
    Schon mal was von Thermit gehört?

    Wenn nein, schau mal hier
    MfG BOBO

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