Bogota - Heftige Regenfälle während der vergangenen hatten den über der Goldmine im Departement Caldas liegenden Hügel so aufgeweicht, dass seine Flanke ins Rutschen kam. Geröll, Erde und Schlamm donnerten in zwei Etappen nach unten. Nach dem ersten Rutsch waren viele Helfer an der Unglücksstelle, um die Verschütteten zu retten.
Mitten in der Hektik ergoss sich eine zweite, diesmal viel größere Lawine über das Minengelände. Sie begrub die Verschütteten ein weiteres Mal. Begraben wurden auch alle Helfer. Mindestens 30 Menschen kamen um, 45 werden noch vermisst, für sie besteht wenig Hoffnung. Nur wenige Menschen konnten sich aus eigenen Kräften befreien. Der Goldsucher William Trejos (28) gehört zu 35 Glücklichen, den Geretteten: „Der Dreck verschluckte mich mit Haut und Haar. Irgendwann streckte ich die Hand nach oben, und irgendwer begann, mich rauszuziehen“. Trejos hat zahlreiche Schürfwunden davon getragen - aber er lebt.
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