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Thema: "Katzengold"

  1. #1
    Stammuser Avatar von Panzerkeks
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    Question "Katzengold"

    Hallo ihr Spezies,
    Ich hab da mal ne Frage die mich schon länger beschäftigt.
    Und zwar; wie entsteht eigentlich dieses sogenannte "katzengold" und aus was besteht es?
    Gruß und GF
    Matze

    Der Tiger ist, wenn man´s bedenkt, ein Fahrzeug, das sich prima lenkt.

  2. #2
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    Hallo Panzerkeks..

    'Katzengold' ist nichts anderes als Schwefelkies bzw. das Eisen-Sulfid Pyrit, dass in der Regel 'hydrothermal' entsteht ..also aus heissen wässrigen Lösungen - wie die meisten Erze...

    'Katzengold' wurde der messinggelbe Pyrit deshalb genannt, weil er ja manchmal etwas Ähnlichkeit mit echtem Gold hat aber tatsächlich viel dunkler ist..

    Das war die Kurzfassung..die Langdfassung gerne irgendwann mal später...

    Gruss Peter..

  3. #3
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    Hier ist eine netter Pyrit aus Spanien.
    http://www.seilnacht.tuttlingen.com/Minerale/1Pyrit.htm

  4. #4
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    1.
    Eigenfund McSchuerf von 'Katzengold' -
    Kristallgrösse - Oktaeder = 1 mm
    Deutschland - Bärensteinbruch - Bad Harzburg - Harz - Niedersachsen - Sommer 1994









    2.
    Sehr seltener Nadelpyrit von Lavrion, Griechenland

  5. #5
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    Thumbs up

    hallo peter,
    danke, war ne gute erklärung.
    Gruß und GF
    Matze

    Der Tiger ist, wenn man´s bedenkt, ein Fahrzeug, das sich prima lenkt.

  6. #6
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    Freut mich, Keks....!

  7. #7
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    Ich hab nämlich vor Jahren mal soetwas im Wald gefunden.
    War auf der einen seite, die abgeplatzt war, schwarz und fühlte sich wie "kohle" an und auf der anderen war es gekörnt und goldig.

    Wenn ich es in meiner steinsammlung von früher weiderfind fotografiere ich es mal und setz es rein.
    Gruß und GF
    Matze

    Der Tiger ist, wenn man´s bedenkt, ein Fahrzeug, das sich prima lenkt.

  8. #8
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    ....das wäre super......!

  9. #9
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    Katzengold hab ich auch einen Brocken, also wenn
    manns nicht weiss... Ist auch ganz schön
    schwer, wie Blei.

    Sag mal Peter, Gold gibts doch überall, mal weniger mal
    mehr, gibt es hier bei uns auch lohnende Stellen
    (Bäche, Flüsse, Bergbau, etc...??).


    Viele Grüsse
    Flinthunter

  10. #10
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    Hallo Flinthunter,

    wegen deutscher Goldfunde schau mal am besten nach unter: http://minifossi.pcom.de/ Das ist der beste Link im ganzen Internet zu diesem Thema. Die dortige Schülergruppe hat sogar schon Platin bei Todmoos im Schwarzwald gefunden u.v.m...
    Ausgezeichnet worden sind die auch schon mehrmals..Lob an Werner Störk!

    Bei der Gelegenheit hier auch nochmal mein überarbeiteter Gold-Steckbrief:

    Gold ist neben Palladium und Platin heute wie damals eines der kostbarsten Edelmetalle!

    Es wird für Schmuck und Kunsthandwerkliche Gegenstände verwendet. Da es wertbeständig ist, halten viele Länder Goldreserven.

    Gold kommt in der Natur hauptsächlich gediegen vor; selten in Verbindung mit andereren Metallen (z.B. Gold-Telluride, Gold-Silber-Verbindungen).

    Es ist ein guter elektrischer Leiter und doppelt so schwer wie Silber. Gold ist schön und zeichnet sich dadurch aus, daß es nicht anläuft und nicht korrodiert. Es ist weich und läßt sich gut verarbeiten.

    Die größten und bedeutensten Goldminen liegen in Südafrika, Rußland, Kanada, Australien und den USA.
    Gold kommt in weiten Teilen der Erde, aber in sehr geringen Mengen vor.

    Das kostbare Edelmetall wird oft in großer Tiefe abgebaut, wo es in seinem natürlichen Zustand gefunden wird, oder man gewinnt es aus Erzen anderer Metalle wie Kupfer und Blei. Daneben wird auch heute noch Goldwäscherei in Flüssen und Bächen betrieben.
    Jeder Kontinent verfügt über Goldvorkommen, aber die berühmtesten sind die in Kalifornien (z.B. heute noch Eagles Nest Mine), deren Entdeckung 1848 den 'Großen Goldrausch' nach sich zog.

    Andere wichtige Fördergebiete sind Transvaal in Südafrika, die Kirkland-Lake-und die Porcupine-Mine in Kanada, ein schmales Gebiet zwischen Kalifornien und Alaska und die Goldene Meile von Kalgoorlie, Australien. Kleinere Vorkommen finden sich in Rußland, Europa und Asien.

    Im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde in Ländern wie Persien, Indien, Arabien und Ägypten schon im großen Stil Gold gewonnen. Das Gold für die altägyptischen Kunstwerke stammte zum größten Teil aus Minen in Nubien.
    Als Münzmetall trat Gold wahrscheinlich zum ersten mal im 7. Jahrhundert v. Chr. auf, als die Könige von Lydien im westlichen Kleinasien ihre Siegel in Goldmünzen prägen ließen, um ihren Wert zu garantieren. Der 'Goldrausch' in Kalifornien (1848 - 1853) lockte 250 000 Goldsucher an und förderte Gold im Wert von 200 Millionen Dollar zutage - die größte Ausbeute aller Zeiten.

    Der Mensch hat das Edelmetall Gold wahrscheinlich schon in der Steinzeit entdeckt. Er stellte bald fest, daß es sich schmelzen und in Formen gießen läßt. Gold ist in den meisten Säuren unlöslich, mit Ausnahme von Königswasser - einer rauchenden Mischung aus Salpeter- und Salzsäure - sowie in einigen anderen Cyanid-Verbindungen.
    Außerdem ist es in Quecksilber löslich; Goldschmuck sollte also nicht mit Quecksilber in Kontakt geraten!

    Normalerweise tritt das goldgelbe bis messingelbe Edelmetall in weit verstreuten kleinen Körnchen (Nuggets), Plättchen oder in baumähnlichen Formen (sogenannten Dendriten) auf.

    Es gibt vier Hauptarten von Goldvorkommen. In Gesteinen erscheint es in Form von Gängen zusammen mit Quarz oder Pyrit. Es kommt auch an sekundären Lagerstätten vor, beispielsweise in Flußbetten, in denen es zusammen mit seinem verwitterten Muttergestein angeschwemmt wird.
    Kleine Goldkörnchen werden oft in Flüssen über weite Strecken transportiert und können aus dem Sand und Kies der Flußbette ausgewaschen werden. Dazu muß man zuerst alle bis auf die schwersten Mineralien aussondern und dann nach Goldkörnchen suchen. Schließlich kommt Gold auch in Nickel-, Kupfer,- Blei, - oder Silberlagerstätten vor. Es wird dann beim Schmelzprozess gewonnen, bei dem die verschiedenen Metalle getrennt werden.

    Der Reinheitsgrad, d.h. der Feingehalt des Goldes wird in Tausendsteln angegeben. Für Schmuck und zum Vergolden wird Gold mit Kupfer oder Silber legiert, weil gediegenes Gold für solche Zwecke zu weich ist.

    Die Goldreserven der Zentralbanken bestehen dagegen aus reinem Gold (Feingold). Die Härte von Gold beträgt 2,5 - 3 auf der Mohs'schen Härteskala; die Dichte (Spezifisches Gewicht) beträgt 19,3 g/cm3 (in Legierungen niedriger - bis 15,5).
    Die chemische Formel für Gold lautet 'Au' vom lateinischen Namen 'Aurum' für Gold abgeleitet.

    Einige Beispiele für berühmte Gegenstände aus Gold sind z.B. das berühmte Salzfaß aus massivem Gold, das Benvenuto Cellini 1543 für Franz I. von Frankreich anfertigte und ein etruskischer Polsternagel aus Gold, 480 v. Chr.

    Wissenschaftler haben übrigens errechnet, daß die Goldkonzentration in der Erdkruste nur etwa 0,005 Gramm pro Tonne Erdschicht beträgt - daher sind Gold und Silber seit etwa 6000 Jahren von den Menschen so heiß begehrt!

    Weitere Details - darunter auch zum bekannten Rheingold - unter http://minifossi.pcom.de/

    Nachtrag:
    Um 4000 v. Chr. begannen die Ägypter bereits damit, Gold zu waschen.
    Die Römer vollbrachten beachtliche Ingenieursleistungen, um es zu gewinnen. Sie leiteten sogar Flüsse um, z.B. den Sil im spanischen Galizien. Man nimmt an, daß sie zwischen 100 v. Chr. bis 150 n. Chr. allein im Nordwesten der Iberischen Halbinsel 1,5 Mio. kg Gold abgebaut haben.

    Zuletzt sei noch eine weitere Art Goldvorkommen erwähnt, die Anreicherung in der Oxidationszone anderer Erzvorkommen mit ursprünglich nur sehr geringem Goldgehalt. Da Gold nicht oxidiert, bleibt es zurück und sammelt sich an, während die übrigen Minerale verwittern (Seifengold!).
    Abbauwürdig sind heute Vorkommen, die minsdestens 1 g Gold pro Tonne tauben Gesteins enthalten!

    Gruß Peter (Mc..)


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