JEANETTE BEDERKE - FRANKFURT (ODER) - Das ehemalige Rechenzentrum der Nationalen Volksarmee ist noch heute zu bestaunen. Der Berliner Einzelhändler Willy Jennen betreibt in dem früheren Bunkerkomplex in Garzau (Märkisch Oderland) ein Museum. Während fachkundiger Führungen anhand der originalgetreu erhaltenen nachrichtentechnischen Anlagen der NVA bekommen Besucher einen Einblick in die militärischen Schachzüge des DDR-Verteidigungsministeriums während des Kalten Krieges. Telefone, Küchengeschirr, Möbel und Sanitäreinrichtungen versprühen den typischen DDR-Charme der 70-er Jahre, während die Rechentechnik stets auf modernstem Stand des Warschauer Paktes war.
Zu bestaunen sind auch die ersten aus dem Westen stammenden Netzrechner, die Jennen aus den Beständen der Technischen Hochschule Berlin rettete. Der Berliner Betreiber hat in einer separaten Ausstellung weitere Bunkeranlagen Ostbrandenburgs dokumentiert. Derzeit bemüht sich Jennen, den Komplex in Garzau vom Frankfurter Bundesvermögensamt zu kaufen. Ein entsprechender Vertrag soll im Dezember unterschrieben werden, bestätigt Behördenchef Christian Zens. Das Vermögensamt verwaltet in Ostbrandenburg etwa ein Dutzend Großbunker, die meist als bombensichere Objekte der DDR-Ministerien galten, von den Russischen Streitkräften genutzt wurden oder gar noch aus Wehrmachtszeiten stammen. "Wir verwalten und verkaufen diese Liegenschaften", erläutert Zens. Noch in diesem Jahr soll auch der NVA-Führungsbunker Harnekop veräußert werden - an einen militärhistorischen Liebhaber, der bereits seit geraumer Zeit gemeinsam mit einem ortsansässigen Bunkerverein ein Museum aufbaut.
...mehr...






Zitieren
Themenstarter
Aber wahrscheinlich ncoh unmöglich sowas darzustellen. Am ehsten kommst du über die Liegenschaftsübersichten der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben da ran. 

