Mit der Übergabe der neuen Beleuchtungsanlage wurde gestern der Ausbau des Besucherstollens in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora abgeschlossen. Bislang wiesen Lampen der Bergsicherung Ilfeld den Gästen den Weg. Allerdings seien die Leuchten dort aufgehängt worden, "wo die Arbeiter gerade Licht gebraucht haben", gab Gedenkstätten-Kustos Jens-Christian Wagner zu bedenken. Das sei dem musealen Anliegen nicht immer entgegengekommen. Deshalb entwarf ein Hildesheimer Ingenieurbüro ein völlig neues Beleuchtungskonzept.
Die Lampen sind nun dezent angebracht und blenden die Besucher nicht. Sie lassen zwar Blicke in die Stollen zu, gleichzeitig sind sie aber so angebracht, "dass jegliche Dramatisierung vermieden wird", so Wagner. Das heißt, dass der Stollen nicht bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet wird. Einige Dinge lassen sich im Dämmerlicht nur erahnen, andere treten gerade durch diese Art der Beleuchtung effektvoll zu Tage. Darüber hinaus hat jeder der Führer eine Handlampe dabei, so dass sich die Besucher für sie interessante Winkel ausleuchten lassen können.
Mit der Übergabe der Anlage wurde der Ausbau des Stollens als Museum abgeschlossen. Alle anderen Gänge stehen unter Denkmalschutz und sollen, auch um die Totenruhe zu schützen, verschlossen bleiben.
TA






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