Der Kupferabbau in Hüttau besteht seit dem Mittelalter. Faszinierend ist die Geschichte seiner Wiedereröffnung als Schaubergwerk

HÜTTAU (SN). Den Helm aufgesetzt, die Turnschuhe angezogen und in die Jeansjacke geschlüpft. Der Rundgang mit Bergmann Rainer Mrazek durch die "Historische Kupferzeche" am Larzenbach in Hüttau kann beginnen. Seit 1998 ist der Kupferbergbau für Besucher zugänglich. 1869 war er nach fast 600 Jahren eingestellt worden. Ende der 80er machte sich eine Gruppe von Mineraliensammlern rund um Mrazek auf die Suche nach den vergessenen Stollen. "Wir wollten Mineralien suchen", erzählt der Gewerke, während wir Schritt für Schritt tiefer in den Berg vordringen. Seltene Fahlerzkristalle und auch Gold lockten. "In einer Beschreibung war von bis zu fünf Zentimeter großen Kristallen die Rede." Auf der Suche schafften die Männer 650 Tonnen Schutt aus den verfallenen Gängen. "Nach sechs Jahren kamen wir dann auf die Idee, ein Schaubergwerk zu machen."

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