Ausgrabungen im Hügelgrab am Rabenhorst brachten Schmuck und eine im Saarland einzigartige Stele zum Vorschein
Mehrere massive Bronzeringe, zwei Gewandnadeln, zwei eiserne Gegenstände und ein Tongefäß sowie eine 2,40 Meter große Stele: Das sind die Funde des keltischen Hügelgrabes in der Nähe des Rabenhorstes (wir berichteten). Die Anlage selbst hat etwa 21 Meter im Durchmesser und eine Höhe von 1,70 Metern. Darin fanden sich elf Gräber, fünf Frauen- und vier Männergräber, zwei Gräber sind aufgrund ihrer Zerstörung nicht näher zu bestimmen. "Seit zwölf Jahren ist die Lage des Hügelgrabes bekannt", sagte Klaus Kell, Denkmalpfleger der Stadt Homburg. "Aufgrund des Verdachts auf versuchte Grabräuberei haben wir in Abstimmung mit dem Staatlichen Konservatoramt einen dieser keltischen Grabhügel in einer Rettungsgrabung untersucht." Denn es ist nicht der einzige keltische Grabhügel rund um Homburg. In Jägersburg und auf anderen Fluren befinden sich weitere Hügelgräber, die zumeist schon untersucht wurden. Wie unverfroren die modernen Grabräuber sind, zeigte sich während der Ausgrabung. "Hier gingen noch Leute mit Metalldetektoren vorbei, als wir bereits an der Arbeit waren", berichtete Kell. Aus Vorsicht engagierte man schließlich in der "heißen Phase" sogar einen Sicherheitsdienst, der eventuelle weitere Funde an der Ausgrabungsstelle bewachte. Immerhin erreichen die 2500 Jahre alten Bronzeschmuckstücke bei guter Erhaltung auf dem Antiquitätenmarkt Preise in fünfstelliger Höhe. Ingesamt ist der Hügel eingebettet in eine Dreiergruppe, davon ist er der größte. "Wir hatten den Eindruck, dass das Grab weder in moderner, noch in antiker Zeit geöffnet wurde", sagte Kell.
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da haben wir wohl nicht aufgepasst, Herr Archäologe...
