In die Dienststelle Marienthal sollen Fledermäuse einziehen
MARIENTHAL, im August. Am Ende erfüllt die Anlage doch noch ihren Sinn und schützt eine Spezies vor dem vorschnellen Ableben. Der ehemalige Bonner Atombunker mit dem Namen "Dienststelle Marienthal" wird endgültig dicht gemacht. Einst sollten in dem Bunker hochrangige Politiker, Richter und Militärs Schutz vor Atomraketen finden, nun sollen in den Schieferfelsen im Ahrtal vom Aussterben bedrohte Fledermäuse einziehen. Die Tiere sollen dort ab dem Jahr 2005 Unterschlupf finden.
Rund 60 Millionen Mark wird der Rückbau des 19 Kilometer langen und bis zu 120 Meter unter der Oberfläche liegenden Tunnelsystems verschlingen. Das ist wenig, verglichen mit den drei Milliarden Mark, die Bau und Unterhalt der Anlage insgesamt kosteten. Immerhin: Da insgesamt 3 000 Menschen für einen Monat geschützt werden sollten, kostete diese Option auf eine 30-tägige Flucht vor der nuklearen Apokalypse eine Million Mark pro potenziellem Teilnehmer.
Hinweis: Unter http://www.schatzjagd.org/schatzsuch...rung/index.htm findet sich ein Bericht mit Bildern, im Shop gibt es eine CD darüber.
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