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Thema: Woher stammt Gold ürsprünglich...?

  1. #1
    Aktiver User Avatar von McSchuerf
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    Talking Woher stammt Gold ürsprünglich...?

    Hallo Leute!

    Einst zerbrachen sich die Alchemisten über die Herkunft von Edelmetallen den Kopf. Heute sind es die Astrophysiker: Obwohl ihnen die kern- physikalischen Prozesse bei der Entstehung der Elemente weitgehend bekannt sind, gibt es auf die Frage nach dem Ursprung von Gold und Platin noch keine befriedigende Antwort.

    Nach der gängigen Theorie enthielt das Universum kurz nach dem Urknall nur Wasserstoff und Helium. Aus diesen Gasen bildeten sich später Sterne, in denen durch Kernfusion schwerere Atome zusammengeschmiedet wurden. Noch schwerere Elemente, aus denen zum Teil auch die Erde besteht, wurden vermutlich bei der Explosion besonders massereicher Sterne erzeugt und weit ins All geschleudert.

    Allerdings ist umstritten, ob durch solche Supernovae auch genügend Gold und Platin im Universum verteilt werden konnte. Ein Team von Wissenschaftlern um Stephan Rosswog von der University of Leicester schlägt deshalb ein anderes, exotisch anmutendes Szenario vor: Die Edelmetalle könnten beim Zusammenstoß von Neutronensternen - ultrakompakte, nur etwa 20 Kilometer große Überreste von Supernova-Explosionen - entstanden sein.

    Rosswog und seine Kollegen erprobten ihr Modell mit einem Supercomputer, der die Kollision zweier Neutronensterne simulierte. Die virtuelle Katastrophe, bei der auch quantenphysikalische Effekte und Einsteins allgemeine Relativitätstheorie berücksichtigt werden mussten, forderte eine enorme Rechenleistung: Die letzten Millisekunden beschäftigten die 128 Prozessoren des Computers für Wochen.

    Wenn das fatale Doppel aufeinander stürzt, wird eine ungeheure Energie freigesetzt, die irdisches Leben im Umkreis von einigen tausend Lichtjahren vernichten könnte. Augenblicke nach der Kollision kollabieren die Neutronensterne zu einem Schwarzen Loch, zugleich werden Trümmerteile ins All geschleudert. Bei Temperaturen um eine Milliarde Grad Celsius schließen sich in diesen Auswürfen Atomkerne und Neutronen zu schweren Elementen wie Gold und Platin zusammen - die kosmische Alchemie ist damit perfekt.

    Die Wucht des Zusammenpralls befördert die abgekühlte Sternenasche tief ins Universum. Auf dieser Reise, so spekuliert Rosswog, könnte sich die goldhaltige Wolke mit interstellarem Gas und Staub vermengen und so vielleicht eine kosmische Ursuppe bilden, aus der neue Sterne entstehen. Der Wissenschaftler stützt seine Theorie auf den vom Computer errechneten Elementenmix der Kollisionsreste: Er stimmte mit dem in unserem Sonnensystem überein.

    Derart wüste kosmische Karambolagen passieren vermutlich zu selten, um das Universum gleichmäßig mit Edelmetallen zu versorgen. Doch allein die rechnerische Möglichkeit, dass irdische Preziosen ihren Ursprung in Neutronensternen haben könnten, begeistert die Wissenschaftler: "Es ist eine faszinierende Vorstellung, dass das Gold in Eheringen weit entfernt bei der Kollision von Sternen entstanden ist", schwärmt Rosswog. (von Wyssu aus Spiegel-online, 6.4.01)

    Gruß Mc..


  2. #2
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    Sehr interessant,McSchürf.
    Es gibt aber auch etliche theoretische Szenarien,nach denen die Energie von Supernovaexplosionen sehr wohl ausreicht,um Elemente jenseits des Urans zu produzieren.Natürlich reichen die Temperaturen,die dazu benötigt werden,in den Bereich von 10 Milliarden K hinein.Sogenannte 'Hypernovae' sollen leicht diese Temperaturen erreichen.
    Die Zeit ist ein Fluß , der mich fortreißt, doch bin ich der Fluß; sie ist der Tiger, der mich zerreißt, doch bin ich der Tiger; sie ist ein Feuer, das mich vernichtet, doch bin ich das Feuer.

    Jorge Luis Borges

  3. #3
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    Talking

    ....nach denen die Energie von Supernovaexplosionen sehr wohl ...

    Der Meinung bin ich auch, Cowboy..

  4. #4
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    Na bitte,die Frage wäre jetzt,wie erzeugen wir unsere persönliche Su-Nova zur Herstellung von einer Pentillion Tonnen Gold usw. ? Vorschläge?
    Die Zeit ist ein Fluß , der mich fortreißt, doch bin ich der Fluß; sie ist der Tiger, der mich zerreißt, doch bin ich der Tiger; sie ist ein Feuer, das mich vernichtet, doch bin ich das Feuer.

    Jorge Luis Borges

  5. #5
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    Nun, wir besorgen uns einen Stern passender Größe (davon gibts in unserer Galaxie genug). Bei der Auswahl sollten wir drauf achten, daß das Fehlen dieses Sterns nicht zu auffällig wird.
    Dann lassen wir ihn explodieren und sortieren die Elemente in absteigender Reihenfolge. Die Edelmetalle (Au, Pd, Pt) behalten wir, bereichern tun wir uns nur am Verkauf der Abfallprodukte (Pu an Bin Laden, Pb an die heimische Bunkerindustrie). Unseren persönlichen Schutzraum können wir dann aus Platin bauen - man gönnt sich ja sonst nichts - das ist zwar etwas teuerer als Blei, schirmt aufgrund seiner größeren Dichte aber auch etwas besser ab.
    klaus

  6. #6
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    Hm,bereichern,das klingt so abwertend..
    Zur Erzeugung der erforderlichen Supernova hätte ich schon einen guten Vorschlag. Man nehme einen Berg passender Größe
    (Mount Everest,kaufen wir für'n Appel und ein Ei von Nepal ab),
    und pressen diesen mit etwas Nachdruck zu einem handlichen Schwarzen Loch.Dieses braucht dann nur noch auf dem kürzesten
    Weg in das Zentrum des Sterns gebracht zu werden,fertig.
    Die Zeit ist ein Fluß , der mich fortreißt, doch bin ich der Fluß; sie ist der Tiger, der mich zerreißt, doch bin ich der Tiger; sie ist ein Feuer, das mich vernichtet, doch bin ich das Feuer.

    Jorge Luis Borges

  7. #7
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    Talking

    ...ja, macht mal....

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