Deutschneudorf - Heinz-Peter Haustein lässt sich nicht beirren. Der Bürgermeister von Deutschneudorf an der deutsch- tschechischen Grenze hält weiter an der Suche nach dem legendären Bernsteinzimmer im Fortuna-Stollen der Gemeinde fest. «Wir sind fest davon überzeugt, dass sich in den Seitengängen des Stollens etwas findet», sagt der FDP-Bürgermeister.
Jetzt, so trumpfte er am Mittwoch zur Eröffnung des Fortuna-Stollens für Besucher auf, könne erst recht in Ruhe nach dem Schatz gesucht werden. Mit der Eröffnung des alten Bergwerkes solle auch die Suche finanziert werden, die bereits 1998 begann.
Die Gemeinde vermutet das legendäre Bernsteinzimmer in den noch nicht zugänglichen Bergwerksgängen, die zum Kriegsende von der deutschen Wehrmacht gesprengt worden waren. Die Suche hatte begonnen, nachdem Einwohner des Ortes sowie anonyme Anrufer bei der Gemeindeverwaltung von mehreren Großtransporten der Deutschen zum Ende des Zweiten Weltkrieges berichteten.
Die Gemeinde hatte den alten Fortuna-Stollen, der bereits 1881 stillgelegt worden war, wiederentdeckt, nachdem vor drei Jahren die Gerüchte um das Bernsteinzimmer aufkamen. «Eigentlich suchten wir das Bernsteinzimmer, doch wir fanden zunächst den alten Stollen», sagt Haustein. In den Ausbau des Besucherbergwerkes, das bereits vor dem Krieg als Schaubergwerk genutzt wurde, seien zwei Millionen Mark (1 Million Euro) investiert worden. 1,6 Millionen Mark davon waren Fördermittel, der Rest kam aus privater Hand. Auch Haustein selbst hat eine nicht unerhebliche Summe in das Projekt gesteckt. Mit der Erschließung des Stollens gebe es auch endlich Sicherheit, dass nicht ungebetene Gäste heimlich in den verwinkelten Gängen untertage nach dem Bernsteinzimmer suchen.
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