Als erstes Kommunalarchiv in Nordrhein-Westfalen bietet das Stadtarchiv Hagen Recherchen in seinen umfangreichen Bestaenden ueber das Internet an.
Damit ermöglicht das Hagener Stadtarchiv die elektronische Suche in seinen Archivalien sowie weiterführende Informationen zu seinen Archivbeständen. Das Stadtarchiv Hagen erweist sich damit als Vorreiter einer Entwicklung, die in einem zunehmenden Umfang die öffentliche Präsenz und den Service von Archiven bestimmt. Genau wie in Bibliotheken, bei denen Online-Recherchen in den Bestandskatalogen längst zum Standard gehören, werden diese Dienstleistungen auch in Archiven künftig zum Besucherservice zaehlen.
Über das Hagener Internet-Angebot kann gegenwärtig bereits der 7.000 Akten umfassende Bestand "Hagen 1" recherchiert werden, weitere werden folgen. Der Bestand enthält Archivalien zur Stadtgeschichte vom 17. Jahrhundert bis zum Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft um 1933. Möglich ist die Suche über eine Gliederung oder aber sehr komfortabel über Suchbegriffe.
Die Suche nach Stichworten, wie zum Beispiel Harkort, Osthaus, Eisenbahn oder Denkmal, fördert gleich die betreffenden Aktentitel mit Inhaltsbeschreibung, Datierung und Signatur auf den Computer-Bildschirm. Rund 300 Jahre Hagener Stadtgeschichte können auf diesem Wege erschlossen werden. Die Akten des ersten Kämmereietats der damals noch jungen Stadt Hagen aus dem Jahre 1747 sind darin ebenso verzeichnet wie die zwischen 1929 und 1942 verfassten Chroniken der NSDAP-Ortsgruppen in Hagen.
Hinter dem Projekt steckt viel Arbeit, denn alle Akten mußten zuvor elektronisch erfaßt werden. Ein gutes Jahr war notwendig, alle Einzelheiten in das elektronische System zu übertragen. Ausgedruckt sind dies mehr als tausend Seiten. Doch die Arbeit hat sich gelohnt. Schließlich kann jetzt weltweit in den Hagener Beständen recherchiert werden. Dies erspart eine Menge Arbeit vor Ort. Im Stadtarchiv kann so die Zeit effektiv genutzt werden, denn ein Formular ermöglicht bereits die Vorbestellung der ausgewählten Archivalien via E-Mail. Erscheint der Interessent dann im Stadtarchiv, liegen die Archivalien bereits für ihn bereit. Gearbeitet werden kann dann darin sogar am Wochenende, da der Lesesaal des Archivs an die Öffnungszeiten des Stadtmuseums gekoppelt ist. Auch dies ist übrigens ein Service, der in der gesamten Bundesrepublik einmalig ist.
Auf den Internetseiten des Stadtarchivs lassen sich übrigens noch viele weitere Serviceangebote finden. Zahlreiche "Links" verweisen auf Internetangebote anderer Archive, in denen Material zur Hagener Stadtgeschichte aufbewahrt wird. Auswärtige Besucher können ihren Termin im Stadtarchiv Hagen mittels Online-Fahrplanauskunft und einen Routenplaner bequem über das Internet vorbereiten. Ebenso zu finden ist eine Bibliographie zur Stadtgeschichte. Mit dem neuen Serviceangebot hat das Stadtarchiv Hagen für Recherchen und Planungen eines Besuchs nunmehr 24 Stunden am Tag geöffnet.
Der Link dazu:
http://www.historisches-centrum.de/archiv/
p.s. Die Entwicklung der Recherchemittel geht voran





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