Der römische Grenzwall Limes zieht sich kilometerweit über die Markung von Welzheim (Rems-Murr-Kreis). Im Ortsteil Eckartsweiler wird künftig ein Gülletank in dem Verteidigungsgraben gluckern. Das Landesdenkmalamt ist empört.
Der Unmut der Stuttgarter Denkmalschützer trifft das Waiblinger Landratsamt. Die Behörde genehmigte den Antrag eines Landwirts, der auf seinem Hof einen neuen Stall und eine Güllegrube bauen will. Bei dem bäuerlichen Anwesen handelt es sich um historisch sensibles Gelände, denn mittendurch verläuft der Limes. Der Kuhstall wird, so sehen es die Pläne vor, über dem Grenzwall entstehen und der Gülletank soll im römischen Verteidigungsgraben versenkt werden.
Das Welzheimer Rathaus erteilte sein Einvernehmen und auch das Waiblinger Landratsamt hatte als zuständige Baurechts- und untere Denkmalbehörde keine Einwände, der Landwirt erhielt die begehrte Genehmigung. Beim Landesdenkmalamt in Stuttgart freilich schlug man die Hände über dem Kopf zusammen, als man von der Sache erfuhr. Der Grund: der Limes soll zum Weltkulturerbe erhoben werden und das Landesdenkmalamt ist die koordinierende Dienststelle.
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Stuttgarter Zeitung






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