Tauchgänge zu alten Wracks auch für Anfänger

Bermuda steht einer kontrollierten Schatzsuche positiv gegenüber und hat die harten Gesetze von 1980 gelockert. Während früher alle Stücke aus den Wracks als Eigentum des Staates betrachtet wurden, dürfen sich Gruppen oder einzelne Taucher nun um eine spezielle Tauchgenehmigung bewerben und die Hälfte der gefundenen Schätze behalten. Dass eine ganze Menge zu holen ist, gilt als sicher. Nirgendwo sonst auf dem Globus sind vor der Erfindung des Radars mehr Schiffe gesunken als rund um Bermuda.
Wer als unerfahrener Tourist nicht gleich auf Schatzsuche gehen will, kann sich trotzdem ein Bild von der maritimen Vergangenheit der ältesten britischen Kolonie machen. Mehrere Tauchschulen bieten Touren zu den eindrucksvollen Wracks am nördlichsten Korallenriff der Erde an. Für Anfänger gibt es natürlich auch Vorbereitungskurse. Das Tourismusministerium Bermudas unterstützt die Tauchgänge mit einem Zertifikats-Programm an 18 ausgesuchten Wracks. Für jedes besuchte Wrack gibt es eine Urkunde, in der Details zur Geschichte sowie eine Zeichnung vom Originalzustand des Schiffes aufgeführt sind.

Bis zu 1 000 Schiffe sollen in den vergangenen 500 Jahren vor Bermuda gesunken sein. 350 Wracks sind zumindest dokumentiert und immer noch über 30 sind auch für Hobby-Taucher ohne große Probleme zu erreichen. Nur knapp zehn bis maximal 26 Meter tief liegen die am meisten besuchten Wracks. Das älteste Schiff, das die Tauchanbieter regelmäßig besuchen, sank 1661. Die Überreste der "Virginia Merchant" liegen am Südstrand vor dem Sonesta Hotel in vier bis 15 Meter Tiefe. (pm.)


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