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Thema: "Versinken" von Sachen

  1. #1
    Administrant
    Avatar von Harry
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    Standard "Versinken" von Sachen

    Hm, da hat woanders jemand eine Erklärung abgegeben dafür, wieso die Funde meist zwischen 5 und 40 Zentimetern liegen.

    Denk an einen Ring: Der ist schwerer als die ihn umgebenden Erdkörnchen und Partikel. Mach einen Versuch und nimm eine Münze, einen Ring o.ä. und lege das Ding in ein Gefäß, das z.B. mit Zucker gefüllt ist. Rüttle leicht. Der Gegenstand versinkt im Zucker.

    Ich kann das aber nicht nachvollziehen. Erstens: Nimmt man besagte Zuckerdose (oder selbst Mehldose), und rüttelt sie VORHER heftig, um DANN den Ring draufzulegen, passiert nämlich gar nichts mehr, kannsu noch so rütteln..

    Gleiches dürfte für den Boden gelten, der ja schließlich vorher Tausende von Jahren Zeit hatte sich zu verdichten. Zweitens liegen überall Möränensteine rum (Felsen, die von der Eiszeit übrggeblieben sind). Die liegen da auch schon seit Zehntausenden Jahren dumm rum, und sind nicht "ver-" sunken.

    Die Erklärung wieso die Funde nun meist in dieser Tiefe liegen dürfte logisch sein: Weil sie in der dazwischenliegenden Zeit eben so viel übderdeckt wurden. Durch runterfallende Blätter, also später Humus im Wald, durch vom Wind verwehte Erde im Feld, wobei sie auf Plateaus weiter oben liegen als in einer Mulde... logisch.
    -----------
    Der Harry

  2. #2
    Titel selbst wählen Avatar von Thom
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    Jo Harry, klingt logisch.Aber weil es hier schön hinpasst.
    Als ich vor 9 Jahren mit dem Hobby anfing, meinte ein kluger Schatzsucher mal bei einem Gespräch, dass Metallgegenstände im Frühjahr an die Erdoberfläche kommen.Die Erklärung hierfür soll darin liegen, dass beim Auftauen des gefrorenen Bodens, Metallgegenstände an die Oberfläche gedrückt werden.Damals dachte ich, ja,ja erzähl Du mal nur.
    Heute denke ich anders.Der alte Mann hatte wahr gesprochen,dass Metall an die Eroberfläche kommt.Habe mich aber nie weiter damit beschäftigt, ob er mit seiner Erklärung hierfür recht hatte oder ob es eine andere Erklärung hierfür gibt.?


    Als dann, Thom

  3. #3
    Stammuser Avatar von MaMue
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    Denke auch das es die Überdeckung ist, weil wer rüttelt schon so stark an der Erdkugel, und das würde der Vergleich mit der Zuckerdose aussagen, das diverse Teile versinken.
    Das mit dem Frühjahr und dem "auftauchen" von Metallteilen sollte man evtl. überdenken, weil Frühjahr heißt Tau und Tau bedeutet aufweichen des Bodens und somit absinken von schwereren Teilen. Zu bedenken wäre allerdings, das der Frost die Teile im Winter weiter hochgedrückt hat als sie im Frühjahr wieder sinken können und somit deshalb "vermehrt" oben liegen.
    ....mögest du leben so lange du willst und es wollen so lange du lebst
    (Keltischer Trinkspruch )

  4. #4
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    Mit dem hochdrücken, hmmm viel logischer wäre doch, dass an einigen Stellen einfach die Überdeckung durch Erosion geringer wird, und an anderer Stelle zu gleicher Zeit wieder etwas dicker, weil da abgelagert?
    -----------
    Der Harry

  5. #5
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    Um mal ehrlich zu sein, Oberflächenfunde hatte ich bis jetzt nur auf dem Acker aus bekannten Gründen, im Wald noch nie, also prinzipiell eine müßige Diskussion, weil sich nix beweisen läßt.
    Im Wald is wärmer, deswegen wird nix hochderückt?, wohl kaum.
    Auf dem Acker ist`s kälter, da wird was hochgedrückt?, auch wohl kaum.
    Ich denke da gilt nach wie vor die Chaostheorie, also eigentlich Zufall.
    ....mögest du leben so lange du willst und es wollen so lange du lebst
    (Keltischer Trinkspruch )

  6. #6
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    Hallo Harry, hallo Tom!
    Das mit dem Vereisen stimmt tatsächlich! das gilt aber nicht nur für Metall, sondern ebenso auch für die Feldsteine! Ein Beispiel:
    Wenn ein Bauer sein Feld gepflügt hat, dann liegen keine Steine mehr an der Oberfläche, das könnt Ihr jedes Jahr aufs neue Beobachten; schaut Ihr Euch das selbe Feld dann im Frühjahr an, dann könnt Ihr das Phänomen tatsächlich selbst sehen:
    Da sind dann tatsächlich Steine an die Oberfläche gedrückt worden, das wiederholt sich Jahr um Jahr. Bei Metall gilt das gleiche, dauert aber umso länger, je leichter und kleiner der Gegenstand ist. Was glaubt Ihr, wie scharf die Leute nach dem Krieg auf Buntmetall waren, da gab es richtig Kohle für. Die sind früher Scharenweise in die Wälder und haben Messing und Kupfer eingesammelt. Was unter der Erde lag haben die damals natürlich nicht gefunden, da es für Otto- Normalverbraucher keine MD gab. Wenn man heute aber in den selben Wald geht, liegt wieder Zeug an der Oberfläche, weil es jeden Winter vom Frost etwas nach oben gedrückt wird. Die Erklärung: wie Harry schon sagt, die Erde hat sich in Jahrmillionen von selbst verdichtet, je tiefer, desto härter, is ja logo. Wenn nun der relativ lockere Oberflächenboden durch seine Feuchtigkeit gefriert, muß er sich ja ausdehnen können. Das kann man ja bei der gefrorenen Wasserflasche sehen, die nämlich platzt! Weil sich aber der gefrorene Boden nicht nach unten ausdehnen kann (wegen der natürlichen Härte des Unterbodens) , kann sich der Eisboden nur nach oben hin ausdehnen. Durch diese "Aufwärtsbewegung" werden dann alle Gegenstände, die in diesem Erdreich liegen ebenso mit nach oben befördert. Je größer diese Gegenstände sind, desto schneller geht das dann. So einfach ist die Erklärung des ganzen Phänomens !
    Gruß Uwe

  7. #7
    Stammuser Avatar von Rabbit
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    Hallo Leute,

    die Frage, warum die Dinge denn so tief liegen wie sie liegen finde ich schon interessant. Bis auf 'Versinken' und 'Überdeckung' würden mir aber keine Vorgänge einfallen, die das beeinflussen können.

    Das das Frühjahr 'die Dinge an die Oberfläche bringt' habe ich noch nicht bemerkt. Nun gut, vielleicht fehlt mir dazu schlicht die jahrelange Erfahrung.

    Nehmen wir mal an, dass es dieses Phänomen überhaupt gibt. Dann ist der Erklärungsversuch mit der Vereisung für mich nicht nachvollziehbar.

    Der Boden friert von oben nach unten bis in, sagen wir mal, 30 cm Tiefe. Auf darunter liegende Objekte kann die Vereisung also schon mal keine Auswirkung haben.

    Der gefrorene Boden mit etwaigen Objekten darin dehnt sich also etwas aus. Im tiefsten Winter mag die Erdoberfläche also vielleicht 1 mm über dem Sommerniveau liegen. Innerhalb des gefrorenen Erdreichs sind aber meiner Meinung nach keine Objektbewegungen möglich. D.h. nach dem Abtauen wird das Erdreich mit seinen Objekten wieder in seine Ursprungslage absinken. Relativ zum umgebenden Erdreich hat sich die Lage der Objekte nicht verändert.

    Wie gesagt, trotzdem mag es das Phänomen geben und eine andere Erklärung haben.

    Viele Grüße
    Rabbit

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