In der Bunkerwarte des Peenemünder Museums wird am Sonnabend eine spektakuläre Ausstellung eröffnet: Fotos von der Produktion der V2-Rakete neben Zeichnungen von KZ-Häftlingen, die sie montieren mussten.
Peenemünde (EB/uq). Farbfotos der V2-Produktion im KZ Dora-Mittelwerk und Zeichnungen von ehemaligen Zwangsarbeitern in unmittel- barer Nachbarschaft; die Herstellung von modernsten Vernichtungswaffen einerseits und die menschenverachtende Ausbeutung der Häftlinge andererseits. Diesen Spannungsbogen baut die Sonderausstellung "Bilder aus Dora - Zwangsarbeit im Raketen- tunnel 1943 bis 1945" auf, die am Sonnabend um 14.30 Uhr in der Bunkerwarte des Historisch-Technischen Informationszentrums (HTI) Peenemünde eröffnet wird. Konzipiert und erstellt wurde die Exposition vom französischen Partnermuseum des HTI, dem Zentrum für Kriegs- und Raketengeschichte "La Coupole".
Die Entstehung der spektakulären Ausstellung geht auf einen Zufallsfund zurück: 1998 entdeckte der Sohn des Fotografen Walter Frentz einen Koffer mit Farbaufnahmen von der V2-Produktion in Dora-Mittelwerk, die sein Vater 1944 angefertigt hatte. Dabei handelt es sich um die umfassendste, derzeit bekannte Foto-Dokumentation zu diesem Thema. Zwei Mitarbeiter von "La Coupole" hatten die Idee, den Fotos Zeichnungen aus den Privatsammlungen ehemaliger KZ-Häftlinge gegenüberzustellen
Nordkurier






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