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Thema: Wald

  1. #1
    Tastaturloser Avatar von Zotti
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    Standard Wald

    Hidiho!
    Sagt mal, warum gibts eigentlich so viele Waldfunde? Auf einem anderen Forum (Jontonius, glaub ich) suchten, laut einer Umfrage, über die Hälfte am liebsten im Wald statt auf Äckern oder auf Wiesen. Warum? Im Wald ist es doch grausam zu suchen: Gestrüpp, ungerader Boden, matschige Blätter und vor Allem: die Wurzeln - An einem 20 cm Loch sitze ich manchmal bis zu 10 min!
    Oder gibt es da einen speziellen Grund, warum die Suche im Wald so viele begeistert? Die Fundwahrscheinlichkeit dürfte doch auf Wiesen sogar höher sein, oder? Möglich, daß die Funde im Wald besser erhalten sind, (auch wenn ich mit dem Spaten auf den Wurzeln rumhauen muss), aber ist es das wert? Oder gibts da einen Trick, mit dem man die Funde ohne Anstrengung dem Boden entlocken kann?
    Der verwunderte Zotti

  2. #2
    Administrant
    Avatar von Harry
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    Standard

    Eben, es ist sehr schwierig im Wald, deswegen suchen da auch relativ wenige, und deswegen findet man mehr die Funde sind besser erhalten, weil der Wald den sauren Regen etwas abhält. Mengenmässig ist es normalerweise (logisch) weniger wie im Feld in der Nähe von Siedlungen, aber wie gesagt sind die Funde weit besser. Man hat auch relative Ruhe, wo man im Feld weithin gesehen und dauernd angesprochen wird (Ooooch suchen Sie Minen?)...
    -----------
    Der Harry

  3. #3
    Stammuser Avatar von Lothar_Hamburg
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    Standard

    Original geschrieben von Harry
    Eben, es ist sehr schwierig im Wald, deswegen suchen da auch relativ wenige, und deswegen findet man mehr die Funde sind besser erhalten, weil der Wald den sauren Regen etwas abhält. Mengenmässig ist es normalerweise (logisch) weniger wie im Feld in der Nähe von Siedlungen, aber wie gesagt sind die Funde weit besser. Man hat auch relative Ruhe, wo man im Feld weithin gesehen und dauernd angesprochen wird (Ooooch suchen Sie Minen?)...
    nicht nur das....
    man kann auch davon ausgehen, dass ein Wiesen- oder Ackerboden xxxxmal bearbeitet wurde. Die *tolle* Münze wurde evtl schon 932mal hoch- und wieder untergepflügt... vom Schrott, der im Laufe der Zeit aufgebracht wurde, ganz zu schweigen.
    *Gut Fund*
    Lothar

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  4. #4
    Stammuser Avatar von Rabbit
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    Moin

    ich habe auch schon über mehrere Tage komplette Äcker und Wiesen abgesucht, aber am liebsten suche ich im Wald. Das hat folgende Gründe:

    Der Wald wird nicht umgepflügt. (Die Archäologen würden 'ungestört' sagen). Verglichen mit Ackerboden ist Waldboden ewig. Gerade größere Objekte haben eine sehr viel bessere Chance ganz zu bleiben.

    Auch glaube ich, daß verlorene, auf der Oberfläche liegende, größere Gegenstände im Wald eine viel bessere Chance haben, nicht gesehen zu werden und langsam zu überwuchern. Wenn auf einem Acker eine Schlacht war, und Musketen und Säbel verloren wurden, dann wurden die doch doch meistens hinterher von irgend jemanden aufgesammelt, oder? Meine Ausflüge auf Schlachtfeld-Äcker erbrachten bisher nur Kleinobjekte (viele Musketenkugeln und wenige Knöpfe).

    Das Gelände mag im Wald manchmal uneben sein. Ich suche aber viel lieber dort, als auf einem monotonen Acker; dort laufe ich den ganzen Tag an meiner Maurerschnur entlang. Irgendwann beginnen meine Gedanken dann abzuschweifen. Im Wald gibt es aber mal einen Stein oder eine Grube oder...

    Zur Erhaltung von Funden bin ich mir nicht sicher. In meiner Gegend gibt es hauptsächlich Fichtenwälder, der Boden ist dort sauer (schlecht), aber auch relativ trocken (gut). Positiv ist auch, dass die Funde dort nicht mit Gülle berieselt werden.

    Ein sehr großer Vorteil des Waldes ist das Klima. In diesem Hochsommer war es schon im Wald heiß genug, auf den Äckern hätte ich es nicht ausgehalten. Es gibt auch (nur wenig) Regenschutz. Und..aufgrund der Trockenheit kann man im Winter noch im Wald suchen, wenn der Acker längst betonhart gefroren ist.

    Waldsuche ist diskret.

    Unangenehm finde ich die Wurzeln eigentlich nur unmittelbar an den Bäumen. Ansonsten geht es. Natürlich braucht man einen guten Spaten. Von den Klappspaten bin ich längst abgekommen.

    Gewisse Funde macht man halt nur im Wald. Wer außerhalb seines Grundstücks etwas verbergen wollte, hat das i.d.R. diskret im Wald getan.

    Mehr fällt mir im Moment nicht ein.

    Viele Grüße
    Rabbit

  5. #5
    Aktiver User Avatar von RockinHarry
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    Lightbulb Waldsuche

    ..sehr viele gute Begründungen, ...schwer zu ergänzen.
    Als notorischer Waldsucher schätze ich in gewisser Weise auch das "Outdoor" Feeling, was aufm Acker wohl kaum aufkommt.

    Waldsuche ist nix für "Luschies" ,..ist zum Teil verdammt anstrengend, wenn der Wald auch noch in welligem Gelände liegt und von Bächen und Senken durchschnitten ist. Da kann man (oder Frau) nach der Suche durchaus schonmal nen Kilo, oder mehr Körpergewicht verloren haben! ="Sportfaktor"

    Hinderliche Vegetation ist spätestens im Winter kein Thema mehr,..zumindest im Schnee-armen Rheinland!

    Im Wald gibbs auch mehr "unzugängliche" Stellen, wo unter Garantie noch nie jemand seine Nase,..oder Sonde,..reingesteckt hat. Ist zwar nicht angenehm in eine Gruppe von Stechpalm-Gewächsen reinzukommen, aber hat schon ein paar überraschende Funde gebracht. Wo gibbs das aufm Acker?

    Naja...ein paar Nachteile gibbs im Wald natürlich auch: Unsere 6-beinigen kleinen Freunde, die unser Blut sehr schätzen! In manchen Ecken hilft da nicht mal die chemische Keule!

    Funde unter Wurzeln sind eher selten, so das der Baum- und Waldschützer seinen mahnenden Zeigefinger beruhigt in der Nase lassen kann. Flurschaden lässt sich immer irgendwie vermeiden.

    Sehr oft brauch man im (Laub-) Wald nicht mal graben, weil sich der geortete Gegenstand oft nur unter einer mehr oder weniger dicken Laubschicht befindet. Gilt natürlich am ehesten für Funde bis zu einem gewissen Alter. (<100-200 Jahre?)

    GuGF
    ______________
    RockinHarry

  6. #6
    Stammuser Avatar von MaMue
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    Thumbs up Ja ja der Wald

    Ich bin auch Wald Fan aus den selben Gründen wie meine Vorredner, denen ich nix hinzufügen kann ausser:
    Funde unter Wurzeln sind eher selten,
    Aber sehr ärgerlich, wenn du schon mal ne halbe stunde um eine Wurzel rumgegraben hast und die blöderweise genau die Mitte deines Pinpointsignals darstellt und du dann letztendlich festgestellt hast, das da eine Patrone bis zur Hälfte eingewachsen ist ,dann hast du in verbindung mit

    Unsere 6-beinigen kleinen Freunde, die unser Blut sehr schätzen!
    erst mal für diesen Nachmittag die Schnauze voll.

    Aber ich komm immerwieder gern trotz mancher blutiger Blase
    ....mögest du leben so lange du willst und es wollen so lange du lebst
    (Keltischer Trinkspruch )

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