Die russische Staatsanwaltschaft verfügt nach eigenen Angaben über direkte Beweise für die Verbindungen zwischen den tschetschenischen Kampfgruppen im Kaukasus und dem weltweit gesuchten Terroristen Usama Bin Laden. Bin Laden finanziere die Freischärler und liefere ihnen Waffennachschub. In einem Interview mit der offiziellen Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ erklärte Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow außerdem, eine ganze Reihe von Staaten würden die tschetschenischen Kämpfer unterstützen.

Namentlich nannte Ustinow außer Afghanistan auch Saudi-Arabien, die Türkei, Aserbaidschan, Georgien und Lettland. In diesen Ländern könnten sich tschetschenischen Kämpfer medizinisch behandeln lassen oder dürften sich gar dauerhaft ansiedeln. Sogar in Großbritannien gebe es Ausbildungslager für Terroristen.

„Bin Laden ist nicht nur ein Feind Amerikas, sondern der Feind aller normalen Menschen, auch der Einwohner Russlands, denen mit Bin-Laden-Geldern bezahlte Banditen täglich Schmerz zufügen“, so Ustinow.