+ Antworten
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: B U S H V O R D E M K O N G R E S S

  1. #1
    Stammuser Avatar von ronson
    Registriert seit
    Sep 2001
    Ort
    Thüringen
    Alter
    34
    Beiträge
    1.242
    Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge

    Exclamation B U S H V O R D E M K O N G R E S S

    US-Präsident George W. Bush hat die Taliban in Afghanistan ultimativ aufgefordert, den mutmaßlichen Terroristen Bin Laden auszuliefern. In einer kämpferischen Rede vor dem Kongress beschwor er den Kampfgeist Amerikas. Die Abgeordneten dankten es ihm mit Beifall, Jubel und Standing Ovations.
    Washington - Es war ein Triumphmarsch des Präsidenten zum Podium - minutenlanger Applaus, Dutzende Hände, die er schütteln musste. Zu Beginn seiner 40-minütigen Rede lobte Bush den Heroismus amerikanischer Bürger während und nach den Terroranschlägen. Er begrüßte Lisa Beamer, die Witwe eines Passagier in dem entführten Flugzeugs, der gegen die Entführer rebelliert hatte. Auch sie wurde mit herzlichem Beifall bedacht.
    Bush gelobte den Amerikanern, dass es Gerechtigkeit geben werde. "Wir sind ein starkes Land. Gerechtigkeit wird geleistet werden. Unsere Trauer wurde zu Wut und unsere Wut zu Entschlossenheit", rief er den Kongressmitgliedern zu.

    Zugleich erinnerte der Präsident daran, dass etliche Nationen bei dem Anschlag Staatsbürger verloren hatten. Und er bedankte sich bei "der Welt für ihre Unterstützung" in den schweren Stunden nach dem Anschlag. Besonders hob er die Treue Großbritanniens hervor. Es sei "Amerikas wahrhaftester Freund". Immer wieder wurde Bush von Beifall unterbrochen.

    Amerika haben lernen müssen, dass es nicht immun gegen Angriffe sei. "Ich werde diese Wunde in unserem Land, oder diejenigen, die sie zugefügt haben, nicht vergessen", sagte Bush.

    Bedingungen an Taliban nicht verhandelbar

    Dann nannte der Präsident die Täter beim Namen. Er forderte die Taliban-Führung in Afghanistan offiziell auf, alle Mitglieder der mutmaßlichen Terrororganisation Al-Qaida auszuliefern und alle im Land festgehaltenen Ausländer freizulassen. Zudem müssten die Taliban den USA vollen Zugriff auf die Trainingslager geben. Diese Bedingungen seien nicht verhandelbar. "Die Taliban müssen die Terroristen ausliefern oder ihr Schicksal teilen", wiederholte er.

    Bush machte die Gruppe des mutmaßlichen Terroristenführers Osama Bin Laden für die Terroranschläge in den USA verantwortlich. Darauf deuteten die zusammengetragenen Beweise hin. Er betonte, die Vereinigten Staaten schätzten das afghanische Volk, aber sie verurteilten die Taliban-Führung.

    Zivilisierte Welt versammelt sich an der Seite Amerikas

    Von diesem Tag an, so Bush, werde jeder Staat, der Terroristen unterstützt, von den USA als feindliches Land angesehen. Die Botschaft laute: "Entweder ihr seid für uns, oder ihr seid für den Terrorismus."

    Die Staaten der Welt rief der Präsident auf, sich an dem Kampf mit Polizei, Geheimdiensten und Bankeninformationen zu beteiligen. "Die zivilisierte Welt versammelt sich an der Seite Amerikas", sagte Bush weiter. "Sie wissen, wenn der Terror ungestraft bleibt, könnten ihre Städte, ihre Staatsbürger als nächstes an der Reihe sein." Wenn man auf den Terror nicht reagiere, könne er nicht nur Gebäude zum Einsturz bringen, sondern die Stabilität legitimer Regierung bedrohen, und das werde man nicht zulassen.

    Neues Amt für Heimatschutz

    Die Streitkräfte wies Bush an bereit zu sein für die langwierige Schlacht gegen den Terrorismus. "Die Stunde wird kommen, in der Amerika handeln wird, und ihr werdet uns mit Stolz erfüllen."

    Bush kündigte zugleich die Schaffung eines Amts für Heimatschutz an. Zum Chef des neuen Amtes, das für die Abwehr möglicher Terroranschläge zuständig sein soll, ernannte er den Gouverneur von Pennsylvania, Tom Ridge. Er war während des Wahlkampfs bereits als Bushs Kandidat für den Posten des Vizepräsidenten im Gespräch gewesen.

  2. #2
    Stammuser
    Themenstarter
    Avatar von ronson
    Registriert seit
    Sep 2001
    Ort
    Thüringen
    Alter
    34
    Beiträge
    1.242
    Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge

    Exclamation Al Quaida

    Hamburg - Die islamisch-fundamentalistische Terrororganisation Al Qaida des als Top-Terrorist gejagten Osama Bin Laden wurde um 1989 in Afghanistan gegründet. Al Qaida (etwa: Die Basis) gilt als eine Art zentrale Schalt-, Verbindungs- und Finanzstelle im terroristischen Netzwerk Bin Ladens. Diese Gruppe und ihre Schwesterorganisationen haben nach Schätzungen westlicher Geheimdienste bis zu 5000 Mitglieder.
    Gründungsmitglieder der Al Qaida waren vor allem "arabische Afghanen". So werden moslemische Kämpfer aus dem Nahen Osten bezeichnet, die den Mudschahedin (Gotteskriegern) in Afghanistan in den 80er Jahren bei ihrem Kampf gegen die sowjetische Besatzungsmacht geholfen hatten. Bin Laden soll sie in eigenen Trainingslager ausgebildet haben. Aus dieser Zeit stammt auch die enge Beziehung bin Ladens zu den radikal-islamischen Taliban. Als er 1998 die "Internationale Islamische Front für den Heiligen Krieg gegen Juden und Kreuzritter" ausrief, bezeichnete es Bin Laden als Pflicht aller Moslems, Amerikaner und ihre Verbündeten überall auf der Welt zu töten.

    Die Terror-Aktivitäten von Al Qaida gibt es nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste seit etwa 1992. Sie richteten sich zunächst gegen US-Streitkräfte in Saudi-Arabien, Jemen und Somalia. Die Bombenanschläge vom August 1998 auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam (Tansania) mit zahlreichen Toten sollen von Al Qaida organisiert worden sein.

  3. #3
    Stammuser
    Themenstarter
    Avatar von ronson
    Registriert seit
    Sep 2001
    Ort
    Thüringen
    Alter
    34
    Beiträge
    1.242
    Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge

    Exclamation Erste Reaktion auf Bush: Mehr Flüchtlinge

    Bushs Rede an die Nation hat zumindest eine Sofortfolge – die Zahl der Flüchtlinge aus Afghanistan in Pakistan erreicht 300.000. In Pakistan beginnt ein Generalstreik, zu dem Moslemführer aufgerufen haben. Bush hatte gefordert, die Taliban sollten alle Terroristen sofort ausliefern und eine Inspektion aller Trainingslager erlauben. Bushs Rede war, registrieren moskauer Beobachter, dem harten Ton nach eine Kriegserklärung. Bush forderte von allen Staaten, sie müssten jetzt entscheiden, ob sie mit oder gegen Amerika sind. Für die LDPR erklärte deren Abgeordneter Mitrofanow in einem Fernsehinterview, die Partei Schirinowskijs stehe auf der Seite des Islam, der Armen und Entrechteten. Die Mehrheit der Duma sei zumindest insgeheim dagegen, dass Russland sich an den US-Aktionen beteiligt.

+ Antworten

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein