Krefeld - Sensationeller Fund bei Ausgrabungen in Fischeln: Am Hanninxhof entdeckten Archäologen des „Museums Burg Linn“ Reste eines so genannten „Niederdeutschen Hallenhauses“ aus dem 11. Jahrhundert. Das größte mittelalterliche Haus, das je in Krefeld freigelegt wurde.
Museumsdirektor Christoph Reichmann: „Die 30 Meter lange, mittlere Einfahrts-Diele ist frei überspannt und mit zehn Metern für die Frühzeit des hohen Mittelalters enorm breit.“ Mit den Ställen nämlich misst das Gebäude ganze 14 Meter.
Außerdem, so Reichmann weiter, habe man „komische Einbauten“ gefunden. Rätselhafte Vertiefungen im Boden, die entlang der Ställe verlaufen. Noch ist unklar, was diese Rinne zu bedeuten hat.
Auch über den Besitzer des Hofes lasse sich ohne historische Quellen noch nichts sagen. Ob Adelshof oder Mittelpunkt eines größeren Höfeverbandes? Sicher ist wohl nur eins: „Der Besitzer war ungewöhnlich reich“, so Reichmann.
Bei den Grabungen im Baugebiet am Hannixhof in Fischeln waren die Krefelder Archäologen seit Untersuchungsbeginn 1999 zunächst auf eine römische Hofanlage gestoßen. Seit letztem Jahr kommt das Mittelalter zu Tage: Brunnen, Hofzaun, Scheune und Haupthaus.
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