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Thema: Z U S P I T Z U N G

  1. #1
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    Exclamation Z U S P I T Z U N G

    Afghanistan stationiert Soldaten an Grenze zu Pakistan

    In den Nachbarstaaten zu Afghanistan spitzt sich die Lage zu. Der Iran schloss aus Furcht vor Flüchtlingsströmen seine Grenze. Afghanistan verstärkte unterdessen an der Grenze zu Pakistan seine Truppen.
    Kabul/Islamabad - Das Taliban-Regime in Afghanistan hat nach Angaben des pakistanischen Militärs am Montag 20.000 bis 25.000 Soldaten am Chyber-Pass nahe der Grenze zu Pakistan stationiert. Russische Raketen von Typ Scud und weitere schwere Waffen seien in Stellung gebracht worden. Wie ein Armeeoffizier am Montag im Militärstützpunkt am Chyber-Pass 200 Kilometer westlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad weiter mitteilte, habe auch Pakistan seine Truppen an der 1400 Kilometer langen Grenze zu Afghanistan verstärkt. Bislang habe es keine Feuergefechte gegeben, fügte er hinzu.
    Die radikal-islamische Taliban-Regierung in Afghanistan soll dem aus Saudi-Arabien stammenden Islamisten Osama Bin Laden Unterschlupf gewähren. Die USA haben Vergeltung gegen jeden angekündigt, der Terrorgruppen unterstützt. Afghanistan gilt daher aus Sicht der USA als Hauptangriffsziel. Pakistan sagten den USA inzwischen Unterstützung bei einem Militärschlag zu.

    In Islamabad nahmen US-Experten am Montag Beratungen mit dem pakistanischen Geheimdienst über einen möglichen amerikanischen Militäreinsatz gegen Afghanistan auf. 35 US-Spezialisten stünden bereits in Verhandlungen mit den Sicherheitsdiensten, verlautete am Montag aus dem Umfeld des pakistanischen Geheimdienstes. Insgesamt etwa 50 US-Agenten waren nach Angaben westlicher Diplomaten bereits in der Nacht zu Freitag in der pakistanischen Hauptstadt eingetroffen. Der Flughafen von Islamabad sei dazu für fünf Stunden geschlossen worden. Einige der US-Spezialisten befänden sich mittlerweile in den Grenzstädten Quetta im Südwesten und Peshewar im Nordwesten des Landes.

    Pakistanische Delegation will Auslieferung Bin Ladens

    Pakistan hat am Montag offensichtlich ohne großen Erfolg versucht, einen drohenden amerikanischen Militärschlag gegen Afghanistan abzuwenden und das dortige Taliban- Regime zur Auslieferung des gesuchten Top-Terroristen Osama bin Laden zu bewegen.

    Mit diesem Ziel war eine hochrangige pakistanische Delegation nach Kandahar gereist, dem geistlichen Zentrum der Taliban. Nach einer dreistündigen Unterredung des pakistanischen Armee-Geheimdienstchefs General Mahmud Ahmed mit dem Taliban-Anführer Mullah Mohammed Omar zitierte die private afghanische Nachrichtenagentur AIP den Taliban- Sprecher Mullah Abdul Hadschi Motmain mit den Worten: "Es gibt eine 60-prozentige Chance, dass sich die Lage normalisiert." Beide Seiten hätten alle Aspekte der Lage erörtert, "mit Ausnahme der Auslieferung bin Ladens an die USA". Beide Seiten hätten aber darin übereingestimmt, die "Verstimmungen" zwischen den USA und den Taliban zu beseitigen.

    Unterdessen meldete der Nachrichtensender n-tv, Pakistan werde dem afghanischen Taliban-Regime einen Angriff der USA für das kommende Wochenende ankündigen, falls der mutmaßliche Terroristenführer nicht ausgeliefert werde.

    Der pakistanische Geheimdienst ISI soll Berichten zufolge maßgeblich an der Gründung der Taliban beteiligt gewesen sein und die Miliz mit Ausbildung und Waffen unterstützen. Auch aus pakistanischen Regierungskreisen verlautete, die Delegation werde den Taliban mitteilen, dass ein Militärschlag unvermeidlich sei, falls Bin Laden nicht ausgeliefert werde. Weiter hieß es, ein Angriff könne schon am kommenden Wochenende erfolgen.

    Iran ruft Uno an

    Wie der iranische Nachrichtensender Chabar am Montag meldete, hat Außenminister Kamal Charrasi mit Uno-Generalsekretär Kofi Annan telefoniert und ihn vor einer humanitären Katastrophe gewarnt, sollten die USA überstürzt militärisch agieren. Iran beherbergt bereits über zwei Millionen afghanische Flüchtlinge.

    Aus Furcht vor einem amerikanischen Militärschlag gegen ihr Land seien große Massen von Afghanen unterwegs nach Westen, meldete Chabar unter Berufung auf das Amt des Gouverneurs der Provinz Khorassan. Die Provinz hat ihre 900 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit Afghanistan geschlossen. Pufferzonen sind eingerichtet, wo die Flüchtlinge aufgefangen werden sollen und die sie nicht verlassen dürfen. Nur dort soll ihnen Nothilfe gewährt werden.


    Russische Truppen in Alarmbereitschaft

    Die russischen Truppen an der Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan wurden am Montag in Alarmbereitschaft versetzt. Sprecher Oberst Pjotr Gordijenko sagte, die Soldaten seien auf jede Entwicklung gefasst. In Tadschikistan fürchtet man vor allem eine Welle von afghanischen Flüchtlingen.

    Die frühere Sowjetrepublik, die als Aufmarschgebiet bei der sowjetischen Besetzung Afghanistans 1979 diente, ist nach einem fünfjährigen Bürgerkrieg abhängig von russischer Unterstützung. Am Sonntag hatte Tadschikistan die Nutzung seines Staatsgebiets für mögliche Vergeltungsschläge gegen Afghanistan ausgeschlossen.

    Vorbereitungen in Pakistan

    Am Sonntag hatte der Informationsminister der international nicht anerkannten Taliban-Regierung, Kadratullah Dschamal mitgeteilt, alle wichtigen Einrichtungen, darunter Bunker, Militärstützpunkte und Flughäfen, seien zusätzlich befestigt worden. Grenzbeamte in Pakistan berichteten, auch die Grenzbefestigungen seien verstärkt worden.

    Der US-Fernsehsender CNN hatte am Sonntag gemeldet, Pakistan werde den Taliban eine Frist von drei Tagen setzen, um Bin Laden auszuliefern. Pakistan hat den USA seine Unterstützung zugesagt, eine Beteiligung an einer militärischen Aktion außerhalb seiner Grenze jedoch strikt abgelehnt.

    Als Reaktion auf US-Präsident George W. Bushs Ankündigung von "umfassenden Angriffen" gegen den internationalen Terrorismus und seine staatlichen Helfer hat Taliban-Anführer Mullah Mohammed Omar die Clanchefs, Islamgelehrten und Stammesältesten Afghanistans für diesen Dienstag zusammengerufen. Bei dem Treffen solle über den befürchteten Vergeltungsschlag der USA gegen das Land beraten werden, berichtete die in Pakistan ansässige private afghanische Nachrichtenagentur AIP. Zu der Versammlung würden bis zu tausend Delegierte aus 32 Provinzen erwartet, meldete AIP unter Berufung auf das Büros Omars im afghanischen Kandahar weiter.

    Bin Laden hatte am Wochenende laut AIP erneut jegliche Verwicklung in die Terrorangriffe auf das Pentagon in Washington und das World Trade Center in New York bestritten. In der Stellungnahme Bin Ladens heißt es, man zeige mit dem Finger auf ihn, "aber ich sage kategorisch, dass ich es nicht getan habe. Wer auch immer es getan hat, hat es aus Eigeninteresse getan".

    Weiter heißt es in der Erklärung Bin Ladens, er sei schon früher des Terrorismus' beschuldigt worden, sei aber nicht in terroristische Aktivitäten verstrickt gewesen. "Ich lebe in Afghanistan und habe Amir al-Muminin [das ist der offizielle Titel des islamischen Taliban-Führers] Gehorsam geschworen, der derartige Aktivitäten nicht erlaubt", zitiert die Agentur weiter.

    Die Taliban-Regierung ihrerseits will laut AIP Bin Laden um jeden Preis schützen. Taliban-Außenminister Wakil Ahmed Mutawakil sagte am Sonntag im afghanischen Kandahar, die Vereinigten Staaten seien "in jedem Fall darauf aus, Afghanistan anzugreifen, ohne Rücksicht darauf, was wir über Osama denken".

  2. #2
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    Exclamation A N A L Y S E

    Amerika zieht in den Krieg, aber in welchen?
    Der angekündigte Feldzug gegen den Terrorismus kann nur gelingen, wenn das labile politische Gleichgewicht in Nah- und Mittelost gewahrt wird. Das stellt die US-Führung vor äußerst komplexe Probleme. Kann der von den Fanatikern gewollte Krieg der Kulturen verhindert werden?
    Berlin/Washington - "Umfassender Feldzug", "mit allen verfügbaren Mitteln", "Krieg", - die Erklärungen, mit denen US-Präsident George W. Bush, sein Vize Dick Cheney sowie sein Verteidigungsminister Donald Rumsfeld derzeit die Welt auf den geplanten Gegenschlag einstimmen, klingen eindeutig: Amerikas Führung scheint nach dem Schock der Anschläge zu allem entschlossen.

    Doch so martialisch die Reden klingen, so unklar und überaus komplex sind die Optionen und Instrumente, die den USA und ihren Alliierten tatsächlich zur Verfügung stehen, um den plötzlich so allgegenwärtigen Feind im Dunkeln wirklich zu treffen.

    Denn für die "neue Art von Krieg", auf die Rumsfeld am Sonntag die Amerikaner einzustimmen suchte, gibt es kein historisches Vorbild. Der Kampf werde "politisch, wirtschaftlich, diplomatisch und militärisch sein", erklärte Rumsfeld. Aber was heißt das?

    Haben die USA und ihre Verbündeten Terroristen und Staaten, die sie unterstützten nicht schon immer hart bekämpft? Schon als Libyen 1986 im Verdacht stand, für den Anschlag auf die Berliner Discothek La Belle verantwortlich zu sein, ließ der damalige US-Präsident Ronald Reagan das Hauptquartier des libyschen Despoten Muammar al-Gaddafi bombardieren und rief zum weltweiten Kreuzzug auf. Die Eskalation terroristischer Gewalt konnte das nicht aufhalten.

    Wo also wird die neue Qualität der Terrorismus-Bekämpfung liegen? Was werden die militärische Ziele sein?

    Bei all ihren Planungen stehen die Strategen des neuen Krieges an drei Fronten vor fundamentalen Widersprüchen zwischen Zielen und Mitteln.

    Die Strategie: Wenn, wie vielfach vorhergesagt, Afghanistan und die dortigen Lager der Bin-Laden-Organisation Ziel eines ersten Gegenschlages werden, so wird der Erfolg kaum zu überprüfen sein. Selbst nach großzügigen Schätzungen verfügen Osama Bin Laden und seine Gefolgsleute höchstens über 2000 ausgerüstete Kämpfer. Vieles spricht dafür, dass diese ihre Lager schon jetzt auflösen und sich unter die afghanische Normalbevölkerung mischen oder in den schon zu Zeiten des Afghanistan-Krieges gegrabenen zahllosen Schächten des Kandahar-Gebirges verstecken.

    So sind alle Optionen wenig aussichtsreich: Unternimmt die US-Armee mit ihren Spezialeinheiten gezielte Operationen im extrem unwegsamen Gelände, geht sie auch bei Absicherung durch die Luftwaffe ein hohes Risiko für die eingesetzten Soldaten ein. Entscheiden sich der Präsident und sein Generalstab für ein breit angelegtes Flächenbombardement unter Einschluss der Städte, riskieren sie den Tod vieler tausend unbeteiligter Afghanen, die schon jetzt selbst Opfer des Taliban-Regimes sind.

    Keine ausländische Macht hat je Afghanistan unterworfen

    Bliebe schließlich noch eine wirkliche Invasion des Landes. Diese Option hat gewiss Befürworter in der Bush-Administration. Schon während des Golfkriegs machte sich Paul Wolfowitz, heute stellvertretender Chef des Pentagon, für die Besetzung Bagdads und die gewaltsame Absetzung Saddam Husseins stark. Damals wurde er überstimmt, heute kann er reklamieren, man wäre besser seinem Rat gefolgt. Er war es auch, der nun die zweideutige Ankündigung machte, es gehe um das "ending of states who sponsor terrorism". So mancher Beobachter meinte, das Ende von "Zuständen" sei gemeint. Die "Washington Post" hingegen interpretierte Wolfowitz Statement im Sinne der angestrebten Zerstörung von Staatsgebilden.

    Gerade eine solche Operation birgt aber das größte militärische Risiko: Nicht nur fehlt es, anders als im Golfkrieg, an einer politisch wohlgesonnenen Aufmarschbasis. Zudem ist es noch nie einer ausländischen Macht gelungen, Afghanistan wirklich zu unterwerfen. Auch die scheinbar überlegene russische Armee musste am Ende vor den Mudschaheddin kapitulieren.

    Doch ganz gleich, für welches militärische Vorgehen sich die US-Führung entscheidet. In jedem Fall wird ein Vergeltungsschlag gravierende Probleme an der zweiten Front des angestrebten Feldzuges aufwerfen.

    Die Verbündeten: Die Bush-Regierung wird darauf angewiesen sein, dass die übergroße Mehrheit der Staatengemeinschaft ihr Vorgehen als berechtigt ansieht, und dies nicht aus moralischen, sondern aus militärischen Gründen.
    Vor allem in den Nationen der unmittelbaren Umgebung, aber auch im gesamten arabischen Raum, kann der Feldzug gegen die islamistischen Fanatiker ohne Unterstützung durch die staatlichen Geheimdienst- und Polizei-Apparate nicht gelingen, weil die Terror-Gruppen sonst gleich neue Rückzugsländer finden würden. Welch große Arbeit den US-Strategen da bevorsteht, belegt schon das Geständnis der CIA-Führung, sie verfüge in Afghanistan über keinen einzigen Agenten.

    Die meisten dieser Staaten, von Ägypten über Saudi-Arabien und Iran bis nach Pakistan, sind aber selbst undemokratische und teils sehr labile Gebilde, wo die herrschenden Eliten bewusst den Fundamentalismus geschürt haben, um damit ihre Despotie abzusichern. Diese Grundstimmung könnte sofort in massenhaftem militanten Anti-Amerikanismus umschlagen, wenn ein militärischer Gegenschlag in den Augen der Bevölkerung auf die Gleichung hinausliefe, 10.000 tote Afghanen für 5000 ermordete Zivilisten in New York und Washington.

  3. #3
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    Exclamation ANALYSE

    Auch die Kontrolle über die Ölversorgung ist gefährdet

    "Viele Experten fürchten", so schrieb die "Washington Post", dass im Falle einer solchen ideologischen Eskalation "diese Regierungen durch Regime von ungebremster Feindschaft gegen die Vereinigten Staaten ersetzt werden". Das regionale Umfeld könne so "weit schlechter werden, als es jetzt ist", laute die Warnung der Fachleute, "auch für die Kontrolle der Ölversorgung, der Militärbasen und der Transportrouten über das Meer". Eine Allianz gegen den Aggressor wie vor zehn Jahren gegen Saddam Hussein wird es daher kaum geben.

    Nicht zuletzt deshalb warnte sogar der Dekan von Amerikas größter Militärakademie West Point, Colonel Daniel Kaufman, die Armeeführung vor einem möglicherweise "wahllosen Töten nach dem russischen Modell in Tschetschenien, wo mit jedem tatsächlichen Ziel Tausende getroffen wurden". "Für jeden dieser Typen, die man tötet, will man doch nicht zehn neue erschaffen", mahnte der Chef-Ausbilder.

    Käme es dennoch so weit, würde gewiss das dritte und größte Risiko des gesamten Unterfangens virulent, die

  4. #4
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    Exclamation A N A L Y S E

    Amerika zieht in den Krieg, aber in welchen? (II)

    Das größte Risiko des angekündigten Feldzuges gegen den Terrorismus ist die Eskalation des Terrors.

    Jeder Krieg hat zwei Seiten. Darum ist es extrem unwahrscheinlich, dass ein Vergeltungsschlag der USA ohne erneute Vergeltung der nun gejagten Kämpfer erfolgen kann. Folglich warnte Vize-Präsident Cheney bereits am Sonntag: "Ich bin sicher, sie sind da draußen und denken schon über neue, kreative Wege nach, über uns herzufallen, nichts von der bisherigen Art, sondern noch etwas völlig Neues." Commander Ward Carroll, Ausbilder an der Marine-Akademie wurde konkreter: "Denken Sie an Milzbrand-Bakterien, ein Massaker beim Super Bowl, die Ermordung von Prominenten während einer TV-Show." Die Möglichkeiten seien jenseits aller bisherigen Vorstellung. Aber, so forderte Carroll, die Nation müsse das bedenken, "erst dann sind wir darauf vorbereitet, auch nur die erste 'Tomahawk'-Rakete abzuschießen".

    So ist eines anders als in allen früheren Kriegen: Der Gegner hat eben nicht wie einst die Vietcong und andere Guerilla-Gruppen eine abgegrenzte territoriale Basis. Und die Todesverachtung der Terroristen neuen Typs verschärft, was Strategen die "asymmetrische Bedrohung" nennen. Die Täter können sich symbolische Ziele suchen und auf maximale psychologische Wirkung setzen. Zumindest in der ersten Phase des angekündigten Feldzuges scheinen neue Anschläge daher kaum vermeidlich.

    Um dennoch wenigstens mittelfristig erfolgreich zu sein, werden Außenminister Colin Powell und seine Kollegen aus den Alliierten-Staaten darum gar nicht anders können, als mit maximalem Einsatz eine wirklich arbeitsfähige globale Allianz zu schmieden, um mit möglichst dichten Polizei- und Geheimdienst-Netzen multinational und so nah wie möglich an die Wurzeln des Terrors heranzukommen.

    Peter Feaver, Politik-Wissenschaftler an der Duke-Universität, prophezeit daher, die Bush-Regierung werde den Konflikt als etwas Ähnliches ansehen wie die Kommunismus-Frage während des Kalten Krieges. Feaver: "Die Vereinigten Staaten werden die Welt einteilen in ein 'Wir gegen sie'."

    Fischer: "Schwarze Löcher der Verzweiflung" nicht mehr hinnehmbar

    Keineswegs auszuschließen ist daher, dass auch bei der Stoßrichtung der globalen Politikkoordination radikale Änderungen bevorstehen. So deutete etwa Außenminister Joschka Fischer eine grundlegende Änderung der außenpolitischen Prioritäten an. Die Wohlstandsnationen des Westens könnten die Existenz von "schwarzen Löchern der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung" nicht länger einfach hinnehmen, erklärte Fischer. "Die Illusion, die Erste Welt könnte sich gegen die Konflikte in der Dritten Welt abschotten", sei hinfällig. Folglich müssten die "offenen Ordnungsfragen" in der Nahost-Region "nun ganz anders angegangen werden". Was das genau bedeutet, wusste freilich auch Fischer noch nicht zu beantworten.
    Nur das Ziel formulierte er klar: Repression und militärische Aktionen seien zwar nicht zu vermeiden, konstatierte der deutsche Chefdiplomat, und "daran werden wir uns auch beteiligen". Doch Terror-Gruppen wie die des Fanatikers Bin Laden "wollen den Krieg der Kulturen", warnte er, "das müssen wir verhindern".

    Ob auch das in der Nato schon abgestimmt ist?

  5. #5
    Stammuser Avatar von Kloppe
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    Kloppe

    "...Im Ostwind spielt leise eine Melodie, von der ruhmreichen deutschen Infanterie..."

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