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Thema: Sternenscheibenbericht in der Tagesschau

  1. #1
    Avatar von MartinL
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    Standard Sternenscheibenbericht in der Tagesschau

    Grad eben 20:15Uhr ist ein Beitrag in der Tageschau ARD von der Sternenscheibe gekommen, habe leider nur den Schluß gesehen, kommt vielleicht später nochmal.
    Geändert von MartinL (25-09-2002 um 20:20 Uhr)

  2. #2
    Avatar von TÜP
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    Wenn ich es vorhin richtig verstanden habe : 21.30 Uhr MDR

  3. #3
    Avatar von Rabbit
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    Hallo,

    ich habe es komplett gesehen. Zusammenfassung: Illegale Raubgräber entwenden Wunderscheibe aus von heiligen Bergen umgebenen und von einer Wallanlage geschützten Observatorium.

    Gruß Rabbit

  4. #4
    Avatar von Harry
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    Ich habe mir erlaubt unmittelbar nachdem im MDR ein Bericht lief folgendes zu faxen:
    ------------------
    Sehr geehrte Damen und Herren

    Man musste kein „besonders pfiffiger“ Journalist sein, um zu wissen wo sich der „geheime Fundort“ befand… er war mit Koordinaten und Fotos schon länger auf www.schatzjagd.org publiziert.
    Nachdem ich heute ihre Sendung Sachsen Anhalt Aktuell sah, war dort wieder die Rede von Raubgräbern. Ich möchte hier auf folgende Fakten hinweisen:

    Laut dem Landesarchäologen Meller konnten und können nur „Fachleute“ dort einen Wall erkennen; ein Großteil der heute vor Ort befindlichen Kollegen konnte dies jedenfalls nicht. Man kann getrost noch weiter gehen; auch die Archäologen konnten OHNE Grabung derartiges bisher gar nicht wissen, sonst hätte es seinen Niederschlag in arch. Literatur gefunden, was es nicht hat. Schließlich sind andere Wallanlagen in der Nähe auch auf Karten verzeichnet.

    Die „Sucher“ KONNTEN also nicht wissen dass sie in einer Wallanlage suchten. Eine Raubgrabung aber setzt voraus das der Betreffende gezielt und rücksichtslos ein Kulturdenkmal aufsucht um seine „Fundchancen“ zu maximieren!

    Eine Suche (und auch Grabung) ist weder in Sachsen Anhalt noch sonst wo verboten oder Genehmigungspflichtig. Lediglich die Suche (bzw. Grabung) nach „Bodendenkmalen“ und historisch relevanten Objekten ist teilweise Genehmigungspflichtig. Meines Wissens nach (und ich denke bisher gilt die Unschuldsvermutung, bei Ihnen nicht?) haben die Sucher nach neuzeitlichen Gegenständen gesucht wie Schmuck von Wanderern, und eben NICHT gezielt nach Denkmälern. Das konnten sie auch gar nicht… wie soll jemand gezielt nach so etwas suchen wenn er gar nicht wissen kann was er „gerade unter der Spule hat“; Wie gesagt, man hätte vielleicht von Raubgräbern sprechen können wenn die Leute wirklich gezielt einen bekannten Ring-wall o. ä. aufgesucht hätten. Haben sie aber nicht. Es sind also keine „Räuber“, „Raubgräber“ und dergleichen mehr sondern schlichtweg „Finder“ die dummerweise nicht wussten das man dergleichen melden muss.

    Ich darf Ihnen versichern; würde MICH jemand als Räuber derart verunglimpfen wäre eine Strafanzeige fällig. Als gemeinnütziger Verein, welcher unter anderem auch Detektoren einsetzt wehren wir uns gegen solche ungerechtfertigten Aussagen. Und auch die vielen Tausend Besucher der Site www.schatzjagd.org, deren Admin ich bin sind KEINE potentiell kriminellen Menschen.

    Bitte informieren Sie sich und unterlassen Sie es, Leute als Raubgräber oder Räuber zu bezeichnen, die sich außer einer „Fund – Unterschlagung“ (weil nicht gewusst) nichts zuschulden haben kommen lassen. Und bitte lassen Sie sich nicht „vor den Karren“ spannen; nicht jede Aussage eines Landesarchäologen hat Bibelhafte Weisheit oder entspricht gar den Fakten; die juristische Wahrheit lesen Sie oben. Wenn noch Rückfragen bestehen, Sie erreichen mich täglich ab 15.00 Uhr bis spätabends unter obiger Nummer.


    Harald Fäth
    1 VS Mythos e.V.
    -----------
    Der Harry

    Harry ist am 2. Mai 2013 von uns gegangen - im Forum lebt er weiter

  5. #5
    Avatar von TÜP
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    Ja Harry, was ist aber nun mit dem Verkauf derselben?

  6. #6
    Avatar von Harry
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    Das ist doch eine ganz andere Sache! Das eine ist angeblich eine Raubgrabung, das andere eine Fundunterschlagung. Letzteres ist aber nichts "Schatzsucherspezifisches", das begehst du schon wenn du den auf der Strasse gefundenen Ring nicht abgibst.

    Es war also klar beweisbar nicht wie dargestellt eine "geplante Raubgrabung" sondern ein legaler Zufallsfund. Alles was hier falsch gemacht wurde: Sie wurde nicht abgegeben. Das hier das Schatzregal eine Rolle spielt ist eine andere Sache... Und lassen wir es mal dahingestellt, was die Mehrheit der Normalbürger macht wenn sie eine dicke Brieftasche finden wenn sie wüssten, das der Verlierer tot ist und keine Nachkommen hat. Und selbst wenn... wieviele Prozent geben sie ab?
    -----------
    Der Harry

    Harry ist am 2. Mai 2013 von uns gegangen - im Forum lebt er weiter

  7. #7
    Avatar von TÜP
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    Kam übrigens 21:45 Uhr MDR, Sorry!

  8. #8
    Avatar von Alpha
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    TA Erfurt 26.09.

    Sonne, Mond und Sterne



    Aus der "Sangerhäuser Sternenscheibe" ist die "Himmelsscheibe von Nebra" geworden. Das Landesamt für Archäologie Sachsen-Anhalt hat gestern den genauen Ort bekannt gegeben, wo eine lenkradgroße Bronzescheibe mit Himmelsdarstellung, die als einer der bedeutendsten archäologischen Funde überhaupt gilt, von Raubgräbern entdeckt wurde. Im thüringischen Wiehe zeigt man stolz eine "Original-Nachbildung".


    Als Kerstin Voigt, Mitarbeiterin der kommerziellen Ausstellung "Modellbahn Wiehe", gestern zur Arbeit kam, war die Bronzescheibe weg. Der Schreck ließ erst nach, nachdem Kollegen sie beruhigt hatten. Leute vom Fernsehen hätten die Nachbildung ausgeliehen, um am Fundort des Originals anschaulicher drehen zu können.

    Die Nachbildung, aus Fotovorlagen in Bronze gegossen, ist schon fast so begehrt wie das Original. Die eigentliche Himmelsscheibe ist allerdings viel älter. Vermutlich wurde sie vor 3600 Jahren auf dem 252 Meter hohen Mittelberg bei Nebra in Sachsen-Anhalt begraben.

    Der Fundort, an dem zwei Raubgräber am 4. Juli 1999 auf die Scheibe gestoßen waren, wurde lange geheim gehalten. Es bestand die Befürchtung, dass noch mehr illegale Schatzsucher historische Stücke ausbuddeln und dabei zerstören könnten. Doch länger konnten die Wissenschaftler um den sachsen-anhaltinischen Landesarchäologen Harald Meller den Fundort nicht verbergen. Denn kurz, nachdem sie im Juli mit Hilfe von Staatsanwaltschaft und Polizei den Fundort herausgefunden hatten, begannen die Grabungen. Die an Thüringen grenzende Gegend erhofft sich nun riesige Besucherströme, sobald die Gra-bungsstelle erschlossen ist.

    Ein Waldweg schlängelt sich den Mittelberg im Ziegelrodaer Forst hinauf. Auf dem Gipfel sind im Radius von 30 Metern die Bäume gerodet. Rot-weiße Absperrbänder und rechteckige Gräben deuten darauf hin, dass hier die kreisförmige Wallanlage begraben ist, in deren Zentrum die Himmelsscheibe gefunden wurde. Der Gipfel des Berges könnte als Observatorium gedient haben, vermuten die Wissenschaftler, gar als erstes Observatorium der Welt. Die exakte Fundstelle in der Mitte sei entweder ein Fürstengrab oder ein Depot für heilige Güter gewesen, sagt Meller. Jedenfalls ist die Scheibe selbst etwas, wovon Wissenschaftler ein Leben lang träumen.

    "Den bronzezeitlichen Menschen hat man so etwas bisher nicht zugetraut", sagt Meller. Für den Archäo-Astronom Prof. Wolfhard Schlosser von der Ruhr-Uni Bochum zeigt die Bronzescheibe, auf der mit Gold die Sonne, der Mond und 32 Sterne sowie Horizontbögen aufgebracht wurden, die erste komplexe Darstellung des Himmels überhaupt. Über die Deutung werden die Wissenschaftler noch lange diskutieren. Harald Meller vermutet, dass die Scheibe am Beginn einer religiösen Bewegung stand und die Sonnenbarke zeigt, die zwischen den Horizonten über den Nachthimmel fährt.

    Die Bergspitze selber lädt ebenfalls zu Spekulationen ein. Denn von dort betrachtet ging die Sonne zur Sommersonnenwende genau über dem Brocken unter - und zur Walpurgisnacht über dem Kyffhäuser. War die Scheibe eine Art Handbuch für das Observatorium? Schwerter mit eingehämmerten Kupferstreifen, die am selben Ort gefunden wurden, deuten zudem auf einen bisher ungeahnten Handel und kulturellen Austausch der Menschen bis nach Griechenland.

    Das alles wussten die Raubgräber aus der Nebraer Region nicht, die 1999 auf die Himmelsscheibe stießen. Auf Umwegen über mehrere Hehler gelangte der Fund zum Landesamt für Archäologie in Halle, dessen Chef Harald Meller bei einer fingierten Übergabe in der Schweiz sogar als verdeckter Ermittler tätig wurde. Jetzt lagert die Scheibe in Halle. Ihre Echtheit ist bestätigt, doch wird sie weiter untersucht. Auch gegraben wird weiter.

    Dass die Himmelsscheibe, als deren Fundort lange Sangerhausen vermutet wurde, in der Region vorerst nicht zu bestaunen sein wird, hatte Hans-Jörg Stiegler gleich vermutet. Deshalb hat der Chef von "Modellbahn Wiehe" die Kopie anfertigen lassen. Inmitten zahlloser Modelleisenbahnen adelt sie nun eine kleine, extra für sie geschaffene Bronzeausstellung.Holger WETZEL

    25.09.2002

    http://www.thueringer-allgemeine.de/...egion=National

    Gruß Andreas

  9. #9
    Avatar von MaMue
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    Darf ich mal Fragen, wie die Modellbahnfuzzies an ein Kopie kommen?????? Das riecht schon wieder gewaltig nach dieser elenden Vetternwirtschaft unter den Archis und ihren "Freunden".
    ....mögest du leben so lange du willst und es wollen so lange du lebst
    (Keltischer Trinkspruch )

  10. #10
    Avatar von C4
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    Yap, ich denk, da liegst du richtig.Die sind sicher sehhhhhr gut befreundet...oder Sponsoren..
    Die Zeit ist ein Fluß , der mich fortreißt, doch bin ich der Fluß; sie ist der Tiger, der mich zerreißt, doch bin ich der Tiger; sie ist ein Feuer, das mich vernichtet, doch bin ich das Feuer.

    Jorge Luis Borges

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