Moskau - Die meisten arabischen Staaten stehen den Vereinigten Staaten nicht gerade freundschaftlich gegenüber. Dennoch können die USA auch in islamischen Ländern des Mittleren Ostens mit Unterstützung rechnen.
Am meisten werden die Vereinigten Staaten auf die Hilfe Pakistans angewiesen sein. Zunächst wurde die von der Regierung in Islamabad in Aussicht gestellt, nun zögern die Machthaber, weil sie innenpolitische Konfrontationen fürchten.
Mehrere Republiken in Zentralasien erwägen im Gegensatz zu Russland Hilfsdienste bei möglichen amerikanischen Vergeltungsschlägen in Afghanistan. Turkmenistan werde eine "antiterroristische Koalition" unterstützen und sich auch daran beteiligen, sagte Präsident Saparmurad Nijasow dem US-Botschafter Eric Shultz nach Angaben der Agentur Itar-Tass in Aschgabad. Der gasreiche Wüstenstaat Turkmenistan galt bisher als einziges Land der Region, das ein gutes Verhältnis zu den Taliban-Milizen in Afghanistan pflegte.
Eine Beteiligung des russischen Militärs an den erwarteten Militärschlägen nach dem Terrorangriff auf die USA sei "wenig wahrscheinlich", bekräftigte der russische Generalstabschef Anatolij Kwaschnin in Moskau. "Die Streitkräfte der USA sind stark genug, um diese Aufgabe selbstständig zu erfüllen", erklärte er nach Angaben von Interfax in Moskau.
Der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow sprach sich dagegen aus, das Territorium der mittelasiatischen GUS-Republiken im Zuge einer möglichen Militäraktion gegen die Taliban zu nutzen. "Es gibt keinerlei Grundlage, nicht einmal hypothetisch, um über mögliche Nato-Einsätze auf dem Gebiet der zentralasiatischen GUS- Republiken zu reden", sagte er bei einem Besuch in Armenien. Dort traf am Freitag auch Präsident Wladimir Putin ein.
Tadschikistan, das von den Ex-Sowjetrepubliken die längste Grenze mit Afghanistan hat, schloss mögliche Überflugrechte für US-Flugzeuge oder -Raketen nicht aus. Diese Rechte würden aber nur "in Übereinstimmung mit der internationalen Gemeinschaft" gewährt, sagte der tadschikische Ministerpräsident Akil Akilow. Seine Regierung würde sich zuvor auch mit Russland beraten, das die tadschikischen Grenzen bewacht.
In der Region hatte bereits Indien seine Bereitschaft bekundet, den USA "operationelle Hilfe" zu gewähren. Das für Sicherheit zuständige Komitee des indischen Kabinetts beschloss dies einstimmig.
Das östlichste Nato-Mitglied, die Türkei, hat seine Truppen inzwischen wie bereits die USA in Alarmbereitschaft versetzt. Alle Urlaube der Soldaten wurden gestrichen.





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