Das ist der Artikel aus nachfolgend aufgeführter Zeitschrift.
Leider geht mir das Original langsam total kaputt und von daher habe ich alles mal fix abgeschrieben.

Zeitschrift „Quick“ (Nr. 19)
11.05.1952 Hinter den Kulissen… Wo ist das Gold vom Walchensee?




Hinter den Kulissen…
Wo ist das Gold vom Walchensee?


Ein Teil des deutschen Goldschatzes wurde in den letzten Tagen des Krieges aus der Reichsbank noch Bayern geschafft und in der Gegend des Walchensees vergraben. 36 Zentner reines Gold, sagen die einen, 180 die anderen. Sicher ist, daß acht Maultiere dreimal Vollbeladen den Weg zu dem Versteck gehen mussten. Obwohl die Gebirgsjäger Offiziere, die den Schatz vergruben, sich durch Handschlag zum Stillschweigen verpflichteten, kam die Sache heraus, und bald brach ein wahrer Goldrausch am Walchensee los. Bis plötzlich am 20. Juni 1945 ein seltsames Militärkommando erschien, daß Gold ausgrub und entführte. Quick hat als erste deutsche Zeitschrift nach den Aussagen zahlreicher Augenzeugen die damaligen Vorgänge rekonstruiert. Die Schilderung, die Albrecht Wieland hier gibt, stimmt in allen Punkten; nur einzelne Namen wurden geändert, um diejenigen, die an der Verbergung des Schatzes beteiligt waren, nicht nachträglich heute noch zu gefährden.

Die Halle des Herrenhauses am Starnberger See liegt im Halbdunkel. Im offenen Kamin brennen Buchenscheide. Kein Laut dringt von draußen herein. Zwei Herren sitzen in bequemen tiefen Sesseln. Ein dicker, kleiner, glatzköpfiger Mann, sehr aufgeregt und verstört. Er weis: seine Stunde hat geschlagen. Seine Heldenzeit ist vorbei. Jetzt kommt nur noch Jammer, Zuchthaus und Elend…
Der Gastgeber hingegen ist überlegen und ruhig. Dr. Walther Funk, Reichswirtschaftsminister und Präsident der Deutschen Reichsbank, schlürft hastig seinen Kaffee. Sie müssen entschuldigen, Dr, Schmitt, sagt er, daß ich mit der Tür ins Haus falle. Aber ich weis einfach nicht mehr weiter. Sie sind der einige, der mir noch helfen kann.
Ich flehe Sie an…..Sie müssen mir helfen…
Der andere sieht nachdenklich auf seine Zigarrenasche. „Helfen?“ Wissen Sie überhaupt, wie es in diesem Augenblick militärisch aussieht? Die Amerikaner rücken auf Ulm und Donauwörth. Es ist nur noch eine Frage von Stunden, daß sie hier sind. Und Berlin – na, daß wissen Sie ja selber am besten…

Sie haben mich missverstanden, Dr. Schmitt. Ich wie, das ich selber ein verlorener Mann bin. Niemand kann mich vor den Amerikanern retten. Aber ich habe noch dafür zu sorgen, daß der Rest unseres Reichsbank-Goldes in Sicherheit kommt. In den bayerischen Bergen, dachte ich.
Der Gastgeber, Dr. Kurt Schmitt, ist einer der maßgebenden Leute im europäischen Versicherungswesen. Er war vor zehn Jahren Reichswirtschaftsminister bei Hitler, aber er hat sich sehr rasch wieder zurückgezogen. Er wird sich nicht kompromittieren, wenn er seinem alten Freund Funk einen Gefallen tut.
Gut, sagt er. Ich gebe ihnen hier eine Adresse. Josef Veit, Mittenwald, Hubertushof. Die halbe Reichsregierung kennt ihn. Er war mit Göring, mit Papen und mit Neurath auf der Jagd. Der Mann ist der beste Kenner des Karwendelgebirges. Der kann ihnen bestimmt weiter helfen. Walther Funk atmet kurz und heftig. Gut, murmelt er, gut. Einen solchen Mann brauche ich.

Im Hubertushof zu Mittenwald sitzt der Jäger und damalige Sanitätsobergefreite Josef Veit am Radio. Nacheinander hat er den deutschen und englischen Nachrichtendienst und zu guter Letzt die Stimme Amerikas gehört. Sie Lügen alle, denkt er und stellt den Empfänger ab. Aber man kann seine Schlüsse aus den Nachrichten selber ziehen, und wenn diese Schlüsse richtig sind, dann ist der Krieg bald aus.

Es klopft. Veit hat die Tritte vor dem Haus längst gehört, aber er läst die Dinge an sich herankommen. Der Mann, der eintritt, trägt Zivil, doch seine Hosen sehen verdächtig nach Militär aus. Er wirft einen raschen, festen Blick auf Veit. Ich komme, sagt er, vom Herrn Oberst.
Der Jäger schweigt. Ich heiße Rauch.

Was will der Mann? Überlegt Veit, Quartier? Dann käme er nicht vom Oberst. Wie ein Flüchtling sieht er auch nicht aus.

Rauch sagt: Sie sind ausersehen, Obergefreiter, die Herren Reichsminister Dr. Funk und Lammers sowie zwanzig Offiziere auf die Vereinsalm zu bringen.

Veit weis, wehren kann er sich gegen diesen Auftrag nicht, daß ist zu gefährlich. Ich kann sie sofort zur Vereinsalm führen. Aber ich kann den Schlüssel zu Jagdhütte nur ausliefern, wenn ein schriftlicher Auftrag von Baron Fink und Herrn Reichsminister Schmitt vorliegt. Denen gehört die Hütte.
Das ist eine korrekte Antwort. Aber der Mann, der sich Rauch nennt, scheint den Einwand gar nicht zu hören. Sie fassen um drei Uhr Verpflegung, sagt er in scharfen Befehlston, und führen uns dann hinauf. Kaum hat der Fremde das Haus verlassen, rennt Veit zum Lazarett nach Mittenwald, wo er als Sanitäter Dienst tut. Veit weis, vor dem militärischen Befehl, den er soeben erhalten hat, kann ihn nur eine Gegenorder retten.

Atemlos kommt der alte Jäger vom Krawendel im Lazarett an. Er bitte um sofortigen Rapport beim Chefarzt. Herr Oberarzt, fragt er, was machen die Amerikaner mit einem Sanitätssoldaten, wenn sie ihm als Begleiter von zwei Reichsminister und zwanzig Offizieren antreffen? Wenn man sie so antrifft, sind sie erledigt, sagt der Arzt.
Können Sie mich nicht durch irgendeinen Befehl von dieser verdammten Aufgabe befreien? Der Chefarzt schüttelt den Kopf. Nein….das kann ich nicht.
Veit begreift. Seine Kehrtwendung ist ungewöhnlich exakt, als er den Chefarzt verlässt. Es ist seine letzte Kehrtwendung in diesen Krieg. Er bleibt verschwunden bis die Amerikaner im Ort sind.

Gebirgsjägerschule Mittenwald. Die Offiziere stehen im Halbkreis vor den Schreibtisch des Kommandeurs. Der Herr Oberst, Inhaber des Ritterkreuzes, lässt seine Blicke langsam von einem zum anderen gehen.
Meine Herren, sagt er und reckt sich hinter den Schreibtisch auf. Was ich ihnen jetzt vorzutragen habe, ist eine Angelegenheit für verantwortungsbewusste Männer, die auch in der Stunde des Zusammenbruchs bis zum letzten Augenblick auf ihren Posten ausharren. Wir haben den Auftrag bekommen, Gold und Devisen aus den Beständen der Reichsbank für das Vaterland sicherzustellen. Sobald eine bayerische Regierung gebildet ist, werden Gold und Devisen dort abgeliefert. Als Deckung für eine künftige deutsche Währung. Er sieht sich im Kreis um. Er kann mit der Wirkung seiner Worte zufrieden sein. Kein Widerspruch erhebt sich. Vor allem die jüngeren Herren scheinen förmlich begeistert zu sein. Trotzdem setzt er hinzu: Selbstverständlich wird ihr Verhalten in dieser Stunde später einmal auch noch durch eine andere Anerkennung gewürdigt werden. Einzelheiten durch Hauptmann Hauser. Ich danke ihnen. Knappe Verbeugung. Die Offiziere verlassen den Raum.

Ein Wink des Obersten. Hauptmann Hauser baut sich vor ihm au.
Sie haben gehört Hauser das die Sache mit Veit schief gegangen ist. Der Mann ist verduftet, nachdem Rauch ihn aufgesucht hat. Wir müssen es also anders machen. Ich habe an sie gedacht. Sie sind doch in Einsiedl am Walchensee Zuhause? Ich hab mir die Sache auf der Karte angesehen. Wäre ein geradezu ideales Versteck für unseren Nibelungenhort. Wir könnten die Sachen zunähst bei ihnen im Forsthaus abladen und dann dort oben vergraben. Einverstanden? Jawohl Herr Oberst.
Gut, dann wollen wir jetzt gleich unseren Plan durchsprechen. Aber…streng vertraulich, Hauser…Ge-Kados…geheime Kommandosache. Auch wenn unser Großdeutsches Reich für ein paar Jahre nicht mehr existiert.
Auch dann, Herr Oberst.
Der jüngere lächelt stolz, und dann beugen sich die beiden Männer über den Tisch, auf dem die Generalstabskarte liegt.

Am nächsten Morgen rattert ein Lastauto über die Kocheler Straße nach Einsiedel am Walchensee. Sepp, der Chauffeur, ist bester Laune. Sie haben ihn zwar einen Beifahrer hineingesetzt, einen Bankmenschen, mit dem nichts anzufangen ist, aber auf seine heutige Fracht wird er ein Leben lang stolz sein. Da werden sie staunen, wenn ich später erzähle: Ich hab im Auftrag vom Herrn Oberst den deutschen Goldschatz gefahren.
Das Auto kurvt bald in den Hof des Forsthauses Einsiedl ein, hält vor dem dahinter liegenden Schuppen und hupt durchdringend. Sofort kommen einige junge Herren um die Ecke. Sie stoßen die Tür des Schuppens auf. Sofort abladen, ruft einer, ein schlanker, mit verwegenem Gesicht. Es ist Hauptmann Hauser, heute in Lederhose und Lodenjoppen. Sack um Sack wandert, von Hand zu Hand gereicht, in die Scheune. Dort stapelt sich der Schatz. Die jungen Herren – gestern noch Leutnants, Oberleutnants und Hauptleute – arbeiten schweigsam und schnell. Auf einen Block notiert der Mann aus Berlin die Stückzahlen. Jeder Sack enthält einen Barren Feingold, Durchschnittsgewicht etwa 25 Kilogramm. Nach dem Gold kommen die Säcke mit den Devisen. 3 Sack á 10 000 Dollar, murmelt der Beamte, fünfmal fünftausend englische Pfund, 10 Sack á 10 000 Schweitzer Franken, 2 Sack á 10 000 Dollar….
Nach einer halben Stunde ist die Übergabe beendet. Der Sepp braust zurück nach Mittenwald, die acht jungen Herren sitzen vorne im Forsthaus am Radio, spielen Karten, werfen drüben am Walchensee die Angel aus, streifen durch die Wälder, beweisen einen gesunden Appetit und haben herzlich Langeweile.
Der Mann aus Berlin, den die Leute den „Kriminaler“ nennen, bleibt schweigsam gegenüber allen Fragen. Man hat ihm ein Feldbett in die Scheune gestellt das er Tag und Nacht beim Schatz sein kann. Der Ort Einsiedl trägt seinem Namen zu Recht. Das Forsthaus, ein Hotel, einsam genug für Angler und Hochzeitspaare, ein Sägewerk – das ist der ganze Ort. Ein paar Handvoll Menschen, Eingesessene und Evakuierte, sonst ist niemand hier. In einem Stall neben dem Forsthaus stehen acht Maulesel. Die Leute in Einsiedl meinen, daß diese acht Maulesel, die acht jungen Herren und den Kriminaler aus ein und demselben Grunde hier sind. Sie wispern und tuscheln. Und es lässt sich bei diesem dilettantischen Versteckspiel gar nicht vermeiden, daß der Kreis der Mitwisser von Tag zu Tag größer wird.

Der Herr Oberst ist zunächst in Mittenwald zurückgeblieben. Am zweiten Abend nach dem Transport kommen auch er und sein Adjutant nach Einsiedl. Die Offiziere treten zur letzten Lagebesprechung zusammen. Es wird endgültig beschlossen, daß Gold auf dem Steinriegel zu vergraben. Bei Dunkelheit wird aufgebrochen. Schnee liegt in der Luft. Die Nacht ist undurchdringlich. Jeder Offizier führt einen Maulesel. Jedes Maultier trägt zwei Zentner Gold.
Schweigend stampfen sie hintereinander durch die Finsternis. Etwa 150 Meter hinter dem Forsthaus steigt ein schmaler Weg bergan auf die Höhe des Steinriegels, der sich etwa 100 Meter über dem Tal erhebt. Man sieht nur seinen Vordermann. Totenstille, selbst die Tannen scheinen erstarrt. Nur das Schnaufen der Tiere ist hörbar. Der Tritt von Hufen und Bergstiefeln, dann und wann ein dumpfer Klang, ein unterdrückter Fluch, wenn einer stolpert.
Nach zwanzig Minuten hält Hauptmann Hauser an. Eine Taschenlampe blitzt auf. Die Männer sehen, daß Erdlöcher ausgehoben sind. Hier sollten Munition und Verpflegung für Stützpunkte der Festung Alpenland eingelagert werden, der letzten Festung Großdeutschlands, die niemals gebaut und niemals verteidigt wurden ist. Rasch und gewandt füllen die acht beim spärlichen Licht die Gruben mit den Goldsäcken aus. „Wie eine Beerdigung“, sagt einer. Noch zweimal steigen sie ins Tal und mit neuer Goldladung wieder hinauf zur Lichtung. Als alle Säcke eingelagert sind, legt Hauser die sorgsam ausgestochenen Rasenstücke über die Verstecke. Er hat gestern auch Baumstümpfe ausgegraben. Die pflanzt er jetzt auf jedes der Lager, um es vollkommen zu tarnen.
Von fernher trägt der Wind das Rollen von Geschützen herüber. „Kameraden“, sagt der Oberst feierlich. Sie verpflichten sich nochmals mit Handschlag zur Verschwiegenheit gegen jedermann. Im fahlen Morgengrauen sehen die Männer einander in die erschöpften, übermüdeten Gesichter. Einer um den anderen tritt vor den Oberst. Ein Blick, ein Händedruck, ein dumpfes Geräusch, wenn die Haken zusammenschlagen.

Die Offiziere verstreuen sich, tauchen unter, werden Forstarbeiter und Bauernknechte. Nur Hauser bleibt oben auf der Hütte. Einmal am Tag wandert er hinüber zum Goldschatz. Er ist der letzte Wächter des Goldes das dem Reich verblieben ist.
Er ahnt nicht, daß unten im Tal die Jagd nach dem Gold begonnen hat. Sofort nach dem Einmarsch stellen amerikanische Dienststellen in Mittewald, Garmisch und in Tölz umfangreiche Ermittlungen an. Ein Sonderkommando, das seinen Sitz in Paris hat, entsendet Spezialoffiziere in die bayerischen Berge. Immer enger schließt sich der Kreis der Ermittlungen. Zahlreiche Verhaftungen werden vorgenommen.
Bis heute ist nicht aufgeklärt, wer die Amerikaner auf den Gedanken brachte. Veit, der Jäger vom Karwendel, wüsste von dem Geheimnis.
Es ist schon spät am Abend, und in den Bäumen von Mittenwald rauscht der Wind, als es an der Tür vom Hubertushof klopft, wo Veit wohnt. Barfuss schleicht Veit hinaus.
Draußen steht in der Dunkelheit ein uniformierter Amerikaner, ohne Rangabzeichen.
Sind sie Josef Veit? Der Amerikaner spricht gut deutsch mit Münchner Akzent. Kennen sie den Reichsminister Funk? Fragt er unvermittelt.
Ich kenne ihn nicht. Waren sie nie mit im in Verbindung? Nein, ich kenne ihn nicht.
Mann! Schreit ihn der Amerikaner an, sagen sie die Wahrheit. Der Kriegsverbrecher Funk ist in Österreich Verhaft worden. Ich habe ihn gestern Nacht vernommen. In seinem Notizbuch steht ihre Adresse. Und jetzt sagen sie mir was sie vom Goldschatz wissen, den Funk verstecken wollte!
Veit wird es ungemütlich. Er weis nicht wie seine Adresse in Funks Notizbuch kommt.
Ich weis von diesem Gold nicht mehr, als das was alle Leute hier sagen. Das, das Gold in Einsiedl liegt? stößt der Amerikaner hervor. Da komm ich gerade her. Da liegt es nicht.
Veit schmunzelt. Da liegt es halt im Walchesee…
Wehe Ihnen, zischt der Besucher, wenn Sie mehr wissen und es mir nicht gesagt haben. Fluchtend poltert er die Treppe hinunter.

Zehn Tage später. Wieder amerikanischer Besuch bei Veit. Diesmal andere Leute.
Veit, sagen sie ganz aufgeräumt, jetzt brauchen sie nicht mehr zu leugnen. Wir wissen jetzt wo das Gold abgeladen worden ist. Wir kennen die Namen der beteiligten Offiziere. Sie melden sich morgen 6 Uhr beim Hotel Post.
Es ist der 20. Juli 1945. Ein frischer klarer Sommermorgen. Der Jeep rollt die Landstraße entlang, auf Einsiedl zu. Veit sitzt neben einem GI, der gummikauend am Steuer hockt. In Einsiedl werden sie von amerikanischen Pionieren erwartet, die aus Garmisch gekommen sind. Sie haben ein Minensuchgerät bei sich. Unter ihnen ist ein Zivilist, der die Kolonne führen soll.
Der Weg zum Goldlager ist trocken, man kann mit dem Jeep weit den Berg hinauffahren.
Auf halben Weg sagt der Lotse, „Jetzt aussteigen und Minensuchgerät ansetzen“.
Plötzlich hören sie ein Pfeifen. Jetzt sind alle wie elektrisiert. Das Gerät pfeift unausgesetzt. Schrittweise tasten sie sich voran. Nach 8 bis 10 Meter sind sie auf einer kleinen Lichtung, in der ein dicker Baumstumpf aufragt. Die Soldaten tasten vorsichtig den Boden ab. Das Gerät pfeift und pfeift. Plötzlich beginnt einer der Soldaten wie besessen mit der Schaufel zu wühlen. Mühelos läst sich der Rasen wegschaufeln. Sie packen den Baumstumpf. Er fällt um wie ein Pilz. Und schon schreit einer der Amerikaner triumphierend auf, reißt einen schweren Leinensack aus der Erde und tanzt, den Sack an sich gepresst, wie ein Irrer im Kreis herum. Er löst die Schnur und der Barren fällt zur Erde. Es ist Gold, reines Gold. Nun fahren die Spaten um die Wette in den Boden, ein Sack nach dem anderen wird heraufgeholt. Der Jeep wird herbeigeholt. Sie laden auf. Es kommt noch ein zweiter Jeep. Dann ist die Fracht fertig. Sie zerren eine Zeltplane über die Säcke und setzten sich drauf. Jetzt halten die Soldaten ihre Karabiner im Anschlag. Veit darf mit aufsitzen. In rasender Fahr geht es nach Mittenwald. Dort hält der Jeep vor dem Hubertushof. Veit steigt aus. Er spürt jetzt erst, daß er vor Aufregung am ganzen Körper fliegt. Den Kopf gesenkt, trollt er sich die paar Schritte bis zu seinem Haus. Da ruft ihm einer der Amerikaner nach. „Hallo“ und winkt ihn zu sich her. Er zieht unter der Zeltplane einen Sack hervor, einen leeren, schmutzigen Leinensack, und drückt ihn Veit in die Hand. „ Für dich!“ Sagt er. „Souvenir…“

So geschehen am 20. Juni Anno 1945, in dem Jahr, in dem so vieles noch geschah, was bis jetzt nicht aufgeklärt ist.

- Wo ist der Goldschatz der Deutschen Reichsbank gelandet? In privaten Taschen oder beim amerikanischen Goldschatz in Fort N Knox?
- Ist der Goldschatz jemals Deutschland gutgeschrieben oder als Beutegut oder Reparationszahlung verrechnet worden?

Die deutsche Bevölkerung erwartet Antworten auf diese Fragen.


Viel Spaß damit...
Tola