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Thema: Atombombe

  1. #76
    Avatar von Parzival
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    Standard AW: Atombombe

    Lieber Gasi, wenn Du mit mir den Hellseher zu treffen glaubst, liegst Du falsch. Das beanspruche ich nicht und Basta sage ich nur zum Thema Ju-390.
    Bevor ich zu irgendetwas „basta gibt’s nicht“ sagen würde, schaue ich mir das genau an. Gern auch das strapazierte Thema Deutsche Atombombe.

    Du wirst nicht bestreiten, dass die Quellenlage nach 70 Jahren intensivster Nachforschung schwierig ist und wenn Du dann noch feststellst,
    dass alle geschilderten Begleitumstände über mögliche Transportmittel wirklich düstere Fakes sind, dann sollte man freilich nicht leichtfertig behaupten: „es gab sie nicht“
    Da schaut man dem Treiben still zu und prüft für sich, was von den mageren Quellen belastbar ist und was nicht.
    Und in der Kategorie „belastbar“ ist da nach meinem schwachen Kenntnisstand momentan nicht viel zu verbuchen.
    Aber trotzdem Danke für Deine guten Wünsche.

    Lieber Langer, mir fällt es wirklich schwer, es nicht richtig derb zu machen. Aber es ist schon sportlich von Dir, mir schlechte Recherche zu unterstellen.
    Wie kommst Du darauf, dass es mehrere Varianten einer Ju-390 gab und das auch noch mit den verwendeten Motoren belegen zu wollen?
    Du kennst Dich mit Flugzeugen aus? Also mit der Reichweite von Motoren und so?

    Dem Vernehmen nach (ich habe einen sehr kompetenten Junkers-Spezialisten im Flugzeugforum getroffen) waren 7 Versuchsmuster geplant und
    nach dieser Entwicklungs-Besprechung 06.44 mit Göring wurde die weitere Entwicklung abgebrochen. Nov 44 wurde die Maschine abgestellt und stillgelegt.

    Wenn Du den Autoren Kössler und Ott (Die großen Dessauer) den Schatten einer Spannte eines der von Dir genannten Varianten (abgesehen von der GH+UK also VI) zeigen könntest,
    würden sie Dich mit großer Wahrscheinlichkeit an den Erlösen einer neuen Auflage ihres Buches beteiligen.

    Was bedeutet jetzt „mir sind bekannt“ genau?
    Du kennst das Foto der RC+DA, von Gert Heumann „entdeckt“? Du hast von Eisemanns Eintrag dessen Flugbuch gelesen?
    Du erinnerst Dich an die Fernflüge der VII nach New York und Kapstadt. In Tokio war die Maschine wohl auch… spektakulärer Pol Überflug.
    Habe ich etwas ausgelassen?
    Ja, nur woher kam das Flugzeug für all diese Zeitzeugenberichte? Aus Bernburg natürlich, ich weiss.

    Wenn Du einen belastbaren Hinweis für die Existenz einer flugfähigen RC+DA hättest, würde Dich eine wirklich große Gruppe von Junkers Liebhabern feiern
    und ich hätte natürlich wirklich ganz schlecht recherchiert. Ich habe gar nicht so viel recherchieren müssen, weil ich dieses inkarnierte Junkers Lexikon getroffen habe.
    Geändert von Parzival (23-10-2018 um 22:27 Uhr)

  2. #77
    Avatar von Holden
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    Standard AW: Atombombe

    CFvW meldete kein Bombenpatent an, der Titel seiner Anmeldung lautete : Energieerzeugung aus dem Uranisotop der Masse 238 und anderen schweren Elementen (Herstellung und Verwendung des Elements 94)
    Naja, "Eine Explosion ist der physikalische Vorgang des plötzlichen Freisetzens von großen Energiemengen, im Allgemeinen in Form von Temperatur-, Druck- und Bewegungsenergie."
    „Natur kapieren und kopieren“ -Viktor Schauberger

  3. #78
    Avatar von Langer
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    Standard AW: Atombombe

    Warum zäumst Du das Pferd von hinten auf?
    Ich habe in den ehemaligen Junkerswerken in Wernigerode an Teilen der A4/V2 und Ju290/390 meinen Beruf gelernt!
    So wie die damals noch vorhandenen/eingelagerten Formen aussahen hat man von den Ju's nicht nur 10 Stück gebaut!
    Aber Du weißt es ja besser.
    Lass es gut sein.
    Mir ist das "Schneeberg" bei Schneeberg/Erzg. da wichtiger.

    VG

  4. #79
    Avatar von Varga
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    Standard AW: Atombombe

    @Langer
    Das wenige, was ich von der Ju390 weiss, möchte ich auch noch erzählen.
    Mein Onkel mütterlicherseits, arbeitete in Dessau bei den Junkerswerken. Im Gespräch mit meinem Vater, der im WWII Pilot bei den schweizerischen Fliegertruppen war, haben sie mal über die Ju390 gesprochen.
    Ich weiss folgendes: Die Ju390 V1 wurde von Ende Nov. 1943 bis 1944 gebaut und erprobt. Geflogen ist sie nach Rechling , Prag, und Dessau, wo sie zerstört wurde.
    Die Ju390 V2 wurde Ende 1944 gebaut. Ob sie je geflogen ist wusste er nicht, da er anfangs 1945 nach Süddeutschland, in sein Heimatort geflohen ist. Von weiteren Modellen hat er nichts erzählt.
    Die Angaben stammen vom Tagebuch meines Vaters.

    Gruss
    Varga
    Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da.

  5. #80
    Avatar von Tola
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    Standard AW: Atombombe

    Zitat Zitat von Varga Beitrag anzeigen

    Mein Onkel mütterlicherseits, arbeitete in Dessau bei den Junkerswerken.

    Gruss
    Varga
    Hier mal etwas zur Erinnerung, selbst gefunden. Ich habe auch viele Unterlagen (Kopien) bekommen vom Junker-Museum Dessau & Deutsches Museum, Museumsinsel München.

    JU-52.jpg

    Ich habe auch noch eine Plakette gefunden von einer JU-88 A4 aber das war von den Henschel Werken in Lizenz Junker produziert.
    Ich weiß vor schreck gar nicht wo die Plakette ist. Wenn ich sie finde stelle ich es nachträglich ein.
    Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!

  6. #81
    Avatar von Parzival
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    Standard AW: Atombombe

    Lieber Varga,

    genau das, was Dein Onkel berichtet hat, hat Junkers Peter im Flugzeugforum zum Teil mit Dokumenten unterfüttert.
    Lediglich beim Versuchsmuster 2 gibt es Unschärfen in der Datierung.

    Man kann sich im Flugzeugforum unter dem Stichwort J-390 Facetten aus der Geschichte des Fliegers genau durchlesen.
    Eine Foren-Mitgliedschaft sichert die Ansicht der wirklich spannenden Dokumente.

    Junkers-Peter zitiert verschieden Vermerke und Aktennotizen:
    Auftrag für Entwicklung und Bau Ju 390 V2-V7 mit RM 11.500.000 ging ein….

    ….Infolge Streichung der Serie werden die Arbeiten abgebrochen. Ein Teil des Aufwandes muß mit dem Kriegsschädenamt verrechnet werden (Rumpf V2 und Vorrichtungen)".
    Unstrittig ist offenbar, dass mit dem Bau einer V2 begonnen wurde und der zweite Teil dieser Mitteilung könnte erklären, wieso niemand weiß wo diese Maschine geblieben ist.

    Eine weitere Notiz von Junkers-Peter:
    Im Industrie-Lieferplan - V-Muster vom 02.02.45 wird nur die Ju 390 V1 genannt: "Vormusterflugzeug als Großtransporter, abgestellt in FSD (Tw abgebaut)"
    Lieber Langer,

    warum kümmerst Du Dich nicht um „Schneeberg“? Wahrscheinlich bist Du da doch wesentlich tiefer im Stoff.

    Der Lehrling aus den ehemaligen Junkers-Werken? Das ist doch spannend.
    Die eingelagerten Formen und Vorrichtungen sahen so aus, als wären sie mehr als 10 mal benutzt worden?
    Ich würde schätzen: mindestens 52 mal. Ein Rumpf und zwei Leitwerke gingen dem Vernehmen nach in das Projekt 390 ein.

    Wenn ich Deine Mitteilungen in der Sache lese, drängt sich mir wirklich der Eindruck auf, dass ich es inzwischen besser weiß.
    Das ist übrigens nicht mein Verdienst, sondern der, dieses wirklich kompetenten Junkers-Peter.

    Vielleicht drehst Du künftig doch noch ein/zwei Runden im Netz, bevor Du Deinen Kenntnisstand so resolut in Relation zu anderen setzt.
    Viel Erfolg in Schneeberg!

  7. #82
    Avatar von Langer
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    Standard AW: Atombombe

    Zitat Zitat von Parzival Beitrag anzeigen
    ... Ein Rumpf und zwei Leitwerke gingen dem Vernehmen nach in das Projekt 390 ein.
    Das hat aber nichts mit den Produktionsprogrammen dieses Werkes zu tun, wenn auch das Werk Gleisanschluß an beide Netze (1435mm und 1000mm) und ein eigenes KZ hatte.

  8. #83
    Avatar von Tola
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    Standard AW: Atombombe

    (Übernommen aus http://www.LuftArchiv.de/)

    Junkers Ju 290 und 390
    Mit Vorbescheid vom 11. Februar 1941 wurde Junkers vom RLM beauftragt, ein Transportflugzeug zu bauen, das die Bezeichnung Ju 90 V11 erhielt und das weitgehend, bis auf das Leitwerk, der Zelle des Vorgängerflugzeugs Ju 90 V8 entsprechen sollte. Noch während des Baus wurde die Bezeichnung in Ju 290 V1 geändert, ebenso die Wnr. von 900011 in 290000001. Am 16.Juli 1941 flog das Flugzeug mit Flugkapitän Hans Joachim Pancherz am Steuer zum ersten Mal. Bald danach ging es, zusammen mit den beiden Vorgängern, Ju 90 V7 und V8, mit Flugkapitän Walter Hänig, alle mit Junkers-Besatzungen, zur Einsatzerprobung im Mittelmeerraum von Lecce aus. Da alle drei Flugzeuge über die so genannte Trapoklappe verfügten, konnten sie über diese auch kleinere Kraftfahrzeuge bis zum Schützenpanzer Sd.Kfz.222 oder 250 verladen und transportieren. Als Abwehrbewaffnung hatte die V1 zunächst nur eine Bodenwanne unter dem Bug mit je einem MG 131 nach vorne und nach hinten. Während des Kampfes um Stalingrad wurden die V1 mit Hänig und die inzwischen fertige V3 mit Major Hugo Wiskandt dort zu Nachschubflügen in den Kessel eingesetzt. Beim Rückstart, voll beladen mit Verwundeten, stürzte die V1 in Pitomnik ab, wobei alle Insassen, bis auf ein Besatzungsmitglied, um ihr Leben kamen. Die V3 musste. mit Schäden durch Beschuss, nach nur einem Flug in den Kessel, zurück zur Reparatur. Inzwischen hatte die in Berlin neu aufgestellte Lufttransportstaffel 290 mit zwei Ju 290 und mehreren Ju 90 ihre Transporte im Mittelmeer aufgenommen, bei denen die beiden Ju 290 bald verloren gingen. Um Abhilfe bei der immer bedrängter werdenden Lage der deutschen U-Boote im Atlantik zu schaffen, wurde die weitere Fertigung der Ju 290 auf die Ausführung A-2, dann A-3 umgestellt. Mit diesen Flugzeugen, nun bewaffnet mit einem Drehturm HDL 151/1 mit MG 151/20 auf dem Rücken, unmittelbar hinter dem Führerraum, einem weitere MG 151 in einer Hecklafette und zusätzlichen MG 131 oder 151 in Seitenlafetten kurz vor der Ladetür, wurde die Fernaufklärungsgruppe 5 aufgestellt, die von Mont de Marsan, am Golf von Biscaya aus, Geleitzüge aufspüren und verfolgen sollte. Die Ausstattung der Flugzeuge für diesen Zweck wurde immer weiter verbessert in den Baureihen A-4, A-5 und schließlich A-7. Die letztere war in der Lage, mit zwei ferngesteuerten Lenkwaffen Hs 293 auch anzugreifen. Drei Flugzeuge A-9 gingen schließlich an das KG 200, um damit Flüge über Sibirien nach Japan durchzuführen. Dazu kam es aber nicht mehr und die drei Maschinen erhielt das KG 200. Sowohl dort als auch bei der FAGr.5, die mit der Invasion zurück nach Deutschland verlegen musste, gingen mehrere Flugzeuge verloren. Die letzten vorhandenen, die noch im März 1945 in Roggentin bei Rechlin für einen Ferneinsatz gegen die Kraftwerke an der oberen Wolga zusammengezogen worden waren, wurden am 10.April 1945 zum großen Teil Opfer eines Bombenangriffs. Drei Flugzeuge erhielt noch im September 1944 die DLH, die sie vom 12.Oktober an, nach Einbau einer Sitzausstattung und Ausbau aller militärischen Ausrüstung, auf der Strecke K 22 von Berlin nach Barcelona einsetzte. Eines davon blieb bei Kriegsende in Spanien und wurde einige Zeit von der spanischen Luftwaffe genutzt.

    Um schnell eine Ju 390 zum Fliegen zu bringen, wurde in Merseburg der Rumpf der Ju 90 V6 durch Einsetzen von Rumpfschalenstücken vor und hinter dem Flügel auf die nötigen 33,6 m verlängert. Ein neu gebautes Flügelmittelstück mit zwei weiteren Innenmotoren samt Fahrwerk, zusammen mit den normalen Flügeln der Ju 290 und eine Leitwerksvergrößerung erlaubten, dass das Flugzeug mit Flugkapiän Pancherz und Dipl.-Ing. Gast bereis am 20.Oktober 1943 erstmals fliegen konnte. Wegen der noch nicht eingebauten Rumpf- und Flügelverstärkungen war das Fluggewicht aber auf nur 38 t beschränkt. Mit diesem Flugzeug den durch die Literatur geisternden angeblichen Flug nach New York und zurück gemacht zu haben, ist völlig ausgeschlossen. Eine voll einsatzfähige Ju 390 hätte dafür ein Abfluggewicht von 72 t gehabt haben müssen. Obwohl der Serienbau der Ju 390 bereits beschlossen war, ist schon die die Existenz des zweiten Flugzeugs sehr umstritten. Es gibt Hinweise auf die wirklich erfolgte Fertigstellung, aber auch entgegen gesetzt lautende. Auch die Japaner interessierten sich sehr für das Flugzeug. Die zuletzt in Prag u.a zu Luftbetankungsversuchen verwendete V1 wurde von Pancherz am 15.November 1944 nach Dessau überführt und dort endgültig abgestellt. Pancherz selbst steckte das Flugzeug kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner in Brand.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst!

  9. Dateityp: jpg Ju 390.jpg (36,1 KB, 14x aufgerufen)
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