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Thema: "Wir werden die Welt zum Sieg führen"

  1. #1
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    Exclamation "Wir werden die Welt zum Sieg führen"

    "Ich habe einen Job zu tun." Der linke Mundwinkel des US-Präsidenten zuckt. "Und ich werde ihn tun." Im amerikanischen Fernsehen kündigte George W. Bush eine militärische Antwort auf die Terrorangriffe in New York und Washington an.

    Bush würdigte die große internationale Unterstützung und Solidarität, die den USA zuteil geworden seien. In Gesprächen mit mehreren Staats- und Regierungschefs habe er Unterstützung für jede Art von Vergeltung erhalten, die er anordnen werde. Er freue sich über die überwältigende Zustimmung zu seinen Erklärungen "und den Maßnahmen, die die Regierung ergreift". Der US-Präsident sprach vom "ersten Krieg des 21. Jahrhunderts". Er nannte ihn einen "Krieg mit einer neuen Art von Feind, der sich versteckt". Er versicherte, dass die USA den Kampf gewinnen würden. "Wir werden die Welt zum Sieg führen."
    Den Kongress bat Bush um Zustimmung für einen Notfallfonds in Höhe von 20 Milliarden Dollar für den Haushalt 2001, um die Folgen der Terror-Anschläge zu bewältigen. Bush schrieb am Donnerstag an den Kongress, das Geld sei zur Bewältigung "der terroristischen Anschläge auf die USA (...) und der Konsequenzen der Anschläge" gedacht. Wenn der Antrag ohne Verzögerung angenommen werde, sei dies ein mächtiges Signal der Einheit für die Amerikaner und an die Welt sein. Falls zusätzliches Geld benötigt werde, werde er den Kongress informieren, hieß es in dem Brief weiter. Das Haushaltsjahr 2001 endet in den USA am 30. September.

  2. #2
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    Exclamation "Es geht darum, Systeme auszuschalten"

    Die Vereinigten Staaten rüsten sich offenbar für einen militärischen Vergeltungsschlag. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld schwor bereits das Militär auf eine zukünftige Operation ein. Sein Stellvertreter sprach von einem längerfristigen Feldzug.

    Washington - Als Reaktion auf die Terroranschläge haben die USA eine umfassende längerfristige Militäraktion angekündigt. Verteidigungsminister Rumsfeld sagte in einer am späten Mittwochabend aufgezeichneten Botschaft an die Truppen: "Sehr, sehr viel wird von euch in den nächsten Wochen und Monaten verlangt werden. Das gilt vor allem für diejenigen draußen im Feld."

    US-Außenminister Colin Powell sagte unterdessen, der "Hauptverdächtige" der Terroranschläge in den USA sei Osama bin Laden. Es war am Donnerstag der bislang stärkste offizielle Hinweis, dass Washington den aus Saudi-Arabien stammenden mutmaßlichen Terroristenführer für den Drahtzieher hält und Maßnahmen gegen ihn vorbereitet.

    Der stellvertretende Verteidigungsminister Paul Wolfowitz kündigte an, es werde nicht einen einzelnen Militärschlag geben, sondern einen Feldzug. Die USA würden die Vergeltungsaktion gegen die Verantwortlichen und deren Helfer so lange fortführen, bis der Terror beendet sei, sagte er weiter.

    Ein Teil des 20-Milliarden-Dollar-Paketes, um dessen Freigabe Präsident George W. Bush den Kongress gebeten habe, solle zur Stärkung der Streitkräfte im Kampf gegen den Terrorismus eingesetzt werden. Einzelheiten eines Einsatzes nannte Wolfowitz nicht. Bush stehe eine ganze Palette von Möglichkeiten zur Wahl. Der Kampf gegen die Urheber der Anschläge werde nicht nur auf die Streitkräfte begrenzt bleiben, erklärte Wolfowitz.

    Ziele sind Schlupfwinkel und helfende Staaten

    Es gehe nicht nur darum, Menschen gefangen zu nehmen und zur Rechenschaft zu ziehen, sondern Schlupfwinkel und helfende Systeme auszuschalten und Staaten auszuschalten (ending states), die Terrorismus unterstützten.

    Die US-Regierung treibe mit Entschlossenheit die diplomatischen und militärischen Vorarbeiten für einen Militärschlag voran, der sich wahrscheinlich gegen den mutmaßlichen saudischen Terroristenführer Osama bin Laden und Afghanistan richten werde, schrieb die "Washington Post" am Donnerstag.


    Pakistan unterstützt die USA

    Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf erklärte nach einem Bericht des amerikanischen Nachrichtensenders CNN, dass seine Regierung die Bemühungen der USA gegen den Terrorismus voll unterstütze. Bin Laden hält sich wahrscheinlich im benachbarten Afghanistan auf. Zahlreiche Ausländer haben das Land inzwischen verlassen.

    Außenminister Powell gab zuvor zu verstehen, dass sich die diplomatischen Bemühungen um Unterstützung einer etwaigen Vergeltung auf Russland und Pakistan konzentrierten. Er werde Musharraf eine Wunschliste mit Dingen präsentieren, die Washington für nützlich halte, sagte er, bevor er zehn Minuten mit ihm sprach.

    Der stellvertretende US-Außenminister Richard Armitage wird am 19. und 20. September Gespräche in Brüssel und Moskau führen, teilte US-Außenamtssprecher Richard Boucher mit. In Russland trete die gemeinsame Arbeitsgruppe über Afghanistan zusammen. Das Ministerium lobte darüber hinaus eine Belohnung von fünf Millionen Dollar für Hinweise aus, die zur Ergreifung der für die Terrorserie Verantwortlichen führen.

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