Wer gern mal mit einem Metalldetektor unterwegs ist für den habe ich hier ein paar günstige Urteile/Entscheidungen raus gesucht.



Grundsatzurteil des Landgerichts Darmstadt vom 05.02.2016, Az.: 27 O 141/15:
(Ist eher mehr interessant für Sammler und Händler): Wenn eine Gebietskörperschaft (Bundesland) das vermeintlich bessere Recht an einem antiken Gegenstand (z.B. keltischer Schmuck) gegenüber dem (privaten) Eigentümer behauptet, muß sie nachweisen, wann und wo genau dieses Artefakt ausgegraben worden sein soll und ob zu diesem Zeitpunkt bereits ein sog. Schatzregal bestand. Es gibt keine Beweiserleichterung oder gar Beweislastumkehr. Rechtskräftig seit 11.05.2016.


Verhandlung am 12.05.2016: Amtsgericht Landau kassiert Bußgeldbescheid gegen Sondler.
(Aktenzeichen muss ich nochmal raus suchen): Das Verwenden von Metalldetektoren ist auch in Rheinland-Pfalz grundsätzlich nicht verboten. Die Absicht, nach Kulturgütern zu suchen, kann - auch bei einer etwa erhöhten Dichte potentieller Fundplätze - nicht per se unterstellt werden. Der Denkmalbehörde wurde empfohlen, ihrer Ausweisungspflicht von Grabungsschutzgebieten besser zu entsprechen.
Zur Klarstellung: Das Gericht hat das Verfahren gegen den Sondler nach § 47 OWiG eingestellt, weil es eine Ahndung nicht für geboten hielt. Keine Strafe. Kein Bußgeld. Kassieren bedeutet hier, den Bußgeldbescheid für ungültig zu erklären.