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Thema: Physik der Implosion

  1. #1
    Avatar von thomasbachweiler
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    Standard Physik der Implosion

    Aktuell wurde ja das Gun-Prinzip in einer anderen Beitragsfolge erwähnt.

    Auf Georadarbildern konnte dieser Mechanismus erkannt und interpretiert werden.

    Wesentlich aktueller ist eigentlich folgender Bezug.

    Am 17.09.1943 wurde der "erste Schuss" im gun assembly research program in Los Alamos durchgeführt. Dort ging es um das Gun-Prinzip.

    Interessanterweise hatte John von Neumann auf den Tag genau vor 74 Jahren, also am 20.09.1943, Gelegenheit Los Alamos zu besuchen.
    Von Neumann hatte die Möglichkeiten und Potentiale der Implosion im Hinblick auf eine Reduzierung der kritischen Masse einer Nuklearwaffe erkannt.
    Nach seinem Besuch begannen Teller und Bethe damit diese Potentiale theoretisch zu verifizieren. Oppenheimer und Groves fanden die Idee
    von Neumanns aus ersichtlichen Gründen gut.

    Also bereits im Herbst 1943 begann mit der Arbeit von von Neumann am Thema Physics of Implosion der erste konkrete Schritt zur realen und technischen Einleitung einer entsprechenden Kernreaktion.

    Nun frage ich mich, wer soll diese Entwicklungsrichtung auf deutscher Seite, und wenn ja wann, gegangen sein ?

    Hat da jemand fachlich belastbare Informationen zu ?

  2. #2
    Avatar von Tigel1
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    Standard AW: Physik der Implosion

    Ist ein guter Ansatz.Neumann hat sich nachweislich mit Hohlladungstechnik befasst.Trinks seine Gruppe unter Schumann in Deutschland vor 1945 aber auch.Gun-Prinzip hat nichts mit Implosion zu tun.
    Geändert von Tunnelratz (20-09-2017 um 20:40 Uhr) Grund: Unnötiges Zitat entfernt

  3. #3
    Avatar von Ad Hominem
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    Standard AW: Physik der Implosion

    Von 1943 gibt es den Bericht "Walter Trinks: Über ein Verfahren zur Erzeugung höchster Drücke und Temperaturen". Etwas erweitert und präzisiert im 1952 angemeldeten Patent DE977825. Sehr aufschlußreich, wie weit die ingenieurseitige/praktische Ausarbeitung bis spätestens 1945 gediehen war(wenn man sich die Biografien von Sch und Tr ansieht, stellt man fest, dass sie sich nach 45 schwerlich mit Derartigem befaßt haben können).
    Die 1942 erschienene Arbeit von Guderley/Busemann ergibt ohne praktischen Bezug auch keinen Sinn - also ist ein Blick auf die Braunschweiger vielleicht interessant.
    Hubert Schardins Institut befasste sich mit Hohlladungstechnologie, dass die gesamte Belegschaft nach 45 am ISL forschte, wirft in Verbindung mit den Kerntechnischen Themen der frühen dortigen Tagungen zumindest ein Verdacht auf.
    Beteiligt scheinen auch AEG und Siemens gewesen zu sein - zumindest mit ihren Röntgenhochgeschwindigkeitsblitzern(Max Steenbeck, Rudi Schall).
    Die belegten Kugelschalenexperimente Diebners geben ebenfalls einen Hinweis darauf, dass man in D. die sprengstoffgetriebene Implosion beherrschte.

    Ich habe das Patent mal angehängt, meist findet man ja nur fragmentarische Zitate daraus.

    DE977825.pdf

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