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Thema: Der schöne Wald

  1. #1
    Avatar von Kling
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    Standard Der schöne Wald

    War heute mal mit Frauchen und Hund im Wald Essen holen und siehe da die Forstarbeiten waren im Einsatz. Der schöne Wald, man sieht der aus aber da Frage ich mich nur warum man die Sondler so verflucht wenn sie auf Suche sind. Was ist der Unterschied wenn ein Sondler im Wald ist und einee Gruppe Forstarbeiter. Siehe Bild (das ist der Forst)
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    Mfg Kling


    ... der Weg ist das Ziel ...

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  4. #2
    Avatar von manganer
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    Standard AW: Der schöne Wald

    Ja, früher sind sie mit einem Pferd in den Wald, heute mit tonnenschwerer Technik... Gut für die Amphibien, schlecht für die Wanderer...

  5. #3
    Avatar von kallepirna
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    Standard AW: Der schöne Wald

    Sieht ja aus als hätten da die Vandalen gewütet, was sagt der Umweltschutz dazu. mfg.kallepirna
    Wenn man am Abgrund steht, ist jeder Rückschritt ein Fortschritt

  6. #4
    Avatar von Matthias45
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    Standard AW: Der schöne Wald

    Das sieht nach Harvester aus.
    Wer hat denn heute noch Rückepferde?
    Gruß
    Matthias

    [url]www.imiges.info[/url]

  7. #5
    Avatar von Kling
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    Standard AW: Der schöne Wald

    Das schlimmste ist ja,wenn die ihr Holz haben sind sie verschwunden und es sieht immernoch so aus.
    Bei einen Sondler der ein 20×20 kleines Loch macht und es wieder verschließt den droht eine Strafe wenn er erwischt wird.
    Das schönste ist ja an der Stelle,auf der anderen Seite des Weges steht eine Eule aber das ist alles ok.
    Mfg Kling


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  8. #6
    Avatar von Langer
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    Standard AW: Der schöne Wald

    Die 2 Bilder sehen echt harmlos aus. Ich war letztens mit den Enkeln in der Köhlerhütte (Prinzenraub zu Altenburg). Dort wurden 1 m breite Wanderwege mit einer Planierraupe auf 3 m verbreitert und auf diesen unbefestigten "Wegen" mit Harvester und noch schwereren Technik befahren. Spurrinnen bis 0,60 m tiefe.

  9. #7
    Avatar von Kling
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    Standard AW: Der schöne Wald

    Ich sehe es ja auch ein das man sowas machen muss aber man sollte zumindest halbwegs den Wald so verlassen wie man ihn aufgefunden hat. So wie es nun ist, ist es eine Gefahr für Wanderer, Pilzsucher und was sonst noch so im Wald unterwegs ist. Wenn einen was passiert, wer ist dann haftbar? Ist es der Forst oder die was die Sauerei hinterlassen haben.
    Mfg Kling


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  10. #8
    Avatar von isegrim
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    Standard AW: Der schöne Wald

    Die haben da einen Spruch - max. Ernte min. Kosten - das ist Moderner Waldbau, schlimmer ist es nur noch bei Laubbäumen, da wird die Krone vom Stamm geschnitten und verbleibt im Bestand,der Stamm wird mitgenommen. Da brechen sich selbst Regenwürmer das Genick.
    isegrim
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  11. #9
    Avatar von justus
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    Standard AW: Der schöne Wald

    Hmm, das kann man so …

    Meine Frau macht Jagdhundeausbildung. Dazu gehört auch, den vierbeinigen Kerlchen das Fährtensuchen nach einem nicht so ganz erfolgreichen Schuss beizubringen. Dazu legt man künstliche Schweißfährten querfeldein im Wald, die dann am nächsten Tag von Hund und Führer nachgesucht werden. Einmal kamen wir im Frühjahr zum gewohnten Waldstück und trauten unseren Augen nicht, wie der Harvester im Bestand gehaust hatte. Man hatte eine Läuterung in der Forstkultur vorgenommen und so wie oben auf den Bildern sah es im gesamten Bestand aus, nicht nur auf den Wegen. Was haben wir geflucht und uns über die rücksichtslosen Waldbaumethoden eschauffiert. Nur aus eigenem Egoismus (wir wollten da ja noch weiter Fährten legen können) haben wir uns nicht mit dem zuständigen Förster angelegt.

    … und so sehen.

    Ein Jahr später, ein neuer Jagdhundekurs, derselbe Wald und wir trauten unseren Augen nicht. Wir hatten ganz erheblich Mühe, das Waldkarree zu finden, wo im Jahr zuvor der Harvester so furchtbar gehaust hatte, wie wir meinten. Es war nämlich nichts, überhaupt nichts mehr zu sehen. Die Heidelbeeren standen üppiger den jeh, da sie viel mehr Licht bekamen, als vor der Läuterung. Und die übriggebliebenen Baumreste waren inzwischen am Modern und ein heiß begehrter Lebensraum. Nur anhand einiger Spurrinnen vom Skidder sahen wir, dass wir an der richtigen Stelle waren. Darin hatte sich hier und da Wasser gestaut, in dem jetzt das Leben nur so wimmelte.

    Mein Fazit:

    Ob der Harvester tatsächlich so viel Schaden macht, wie ich immer geglaubt habe, diese Frage habe ich mir inzwischen schon mehrfach gestellt und da habe ich noch kein abschließendes Urteil. Mein grün angestrichenes Inneres kam jedenfalls ob dieser unerwarteten „Bioexplosion“ ein Jahr nach dem Harvester ganz schön gehörig ins Grübeln, Motto: Es kann doch nicht sein, was nicht sein darf. Auch finde ich es inzwischen äußerst gut und nützlich für die Natur, wenn z. B. bei der Holzernte Baumreste (Kronen) liegenbleiben. Es lohnt sich, solches Totholz einmal über Jahre hinweg im Auge zu behalten. Wie es zuerst von Pilzen besiedelt wird und sich dann diverse Krabbler, Holzwürmer und Insektenlarven den Stamm erobern. Wenn das Totholz dann gut „belebt“ ist, hat der Specht ein gutes Auskommen. Ich habe mir inzwischen angewöhnt, die „menschliche Brille“ abzusetzen. Ein sauber aufgeräumter Wald ist jedenfalls kein gutes Biotop und im Wald ist die einzige Konstante die Veränderung!

    Dass man selbst den Wald so verlassen sollte, wie man ihn aufgefunden hat, ist eine „Binse“. Und haftbar im Wald, wenn einem was passiert, ist man selbst. Auch bei solchen Wegen wie oben, denn dort gibt es kein Vollkasko und es zwingt einen ja niemand, sich dort aufzuhalten oder lang zu gehen.
    Viele Grüße

    Justus

  12. #10
    Avatar von isegrim
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    Standard AW: Der schöne Wald

    Es muss wohl daran liegen das du nördlicher zu hause bist, bei uns liegen die Baumkronen von Eichen und Buchen jetzt im dritten Jahr ohne das sie schon am Modern sind. Höhenlage um die 500 - 800 Meter

    An dem Zustand des Waldes erkennt man den Eigentümer, die Art der Beförsterung und das Alter derer die dafür verantwortlich sind.

    Man erkennt zu bzw. in welcher Zeit sie ihr Handwerk gelernt haben. Wir haben angrenzend zu unserem Revier 700 ha Privatwald - v. W......heim mit einem Förster der sein Handwerk versteht, da passt alles Wegebau, Waldbau, Naturschutz und Wildbestand. Da werden die Laubholzkronen schon mal mit einem Mulcher bearbeitet und eine vernünftige Fläche geschaffen. Kostet natürlich, aber wer nach dem Motto Wald vor Wild und keine Kosten bei der Ernte wirtschaftet wird sicher in vielen Jahren in den Geschichtsbüchern nicht gerade lobend erwähnt werden. Das Gleichgewicht muss erhalten bleiben, die Natur sorgt auch ohne unser zutun dafür.
    Angrenzender Staatsforst ............. auch gute Erträge
    isegrim
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  13. #11
    Avatar von justus
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    Standard AW: Der schöne Wald

    … bei uns liegen die Baumkronen von Eichen und Buchen jetzt im dritten Jahr ohne das sie schon am Modern sind.
    Nur Geduld, kommt Zeit, kommt Pilz.


    Man erkennt zu bzw. in welcher Zeit sie ihr Handwerk gelernt haben.
    Ja natürlich, jede Generation von Förstern und Waldbauern hat einen eigenen Stil der Bewirtschaftung und eine eigene Auffassung von dem was „gut und richtig“ für den Wald ist. Das ist aber nicht statisch, sondern ändert sich durchaus, manchmal erst mit dem Ausscheiden des jeweiligen Forstamtsleiters. Man kann das auch Zeitgeist der Waldbewirtschaftung nennen. Heute ist ja z. B. der Plenterwald ganz groß in und von Kahlschlägen bei der Ernte redet kein Mensch mehr, sondern von selektiver Einzelentnahme schlagreifer Bäumen.


    Da werden die Laubholzkronen schon mal mit einem Mulcher bearbeitet und eine vernünftige Fläche geschaffen.
    Na klar doch, es muss doch alles seine (menschliche) Ordnung haben. Dass die kleinen Krabbler und deren Larven dann keinerlei Chancen mehr haben, kommt niemandem in den Sinn. Macht ja auch nichts, es ist ja schließlich ein Wirtschaftswald.


    Das Gleichgewicht muss erhalten bleiben, die Natur sorgt auch ohne unser zutun dafür.
    Yeep. Es hat einen Grund, warum man die Flächen in Nationalparks, z. B. im Harz, nicht mehr bewirtschaftet, sondern alles wachsen und sterben lässt, wie die Natur es will. Selbs Borkenkäfer-Epidemien (siehe Bayerischer Wald), Orkanschäden oder Waldbrände kriegt die Natur problemlos ohne uns wieder hin. Es dauert manchmal halt nur ein bisschen.
    Viele Grüße

    Justus

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