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Thema: Wölfis und der Wolf

  1. #351
    Avatar von Oberlandla
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    Standard AW: Wölfis und der Wolf

    Ich glaube unsere Sachsen müssen keine Angst haben...

    http://www.wolf-sachsen.de/de/schadensstatistik

    ziemlich interessant, die kleinen Erläuterungen in der Tabelle zum Tod der Tiere...

  2. #352
    Avatar von justus
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    Standard AW: Wölfis und der Wolf

    Es gibt (z. B. in den USA, Kanada, Alaska, Russland) Menschen, die nicht mit Ideologie vernagelt sind, die etwas von der Natur verstehen, mit ihr leben und mit ihr umgehen können. Diese Leute haben keine Angst vor den Wölfen, aber sie respektieren sie. Sie sind vorsichtig, weil sie wissen, dass der Mensch dort nicht immer und überall am Ende der Nahrungskette steht. Wenn sie in den Busch gehen, treffen sie ihre Vorkehrungen. Für viele der hier in diesem Pfad Schreibenden trifft exakt das zu, was Varga in Post #359 (letzter Satz) geschrieben hat. Entsprechend blauäugig und wenig problembewusst wird argumentiert.

    MD hatte ja diesen interessanten Link gepostet. Vor etwa zwei Jahren habe ich in einer Jagdzeitschrift einen Artikel zu genau dieser Thematik – Wölfe passen sich an – gelesen, leider weiß ich nicht mehr in welcher. Dabei war auf einer Seite in 8 oder 10 Bildern in Kurzfassung genau der Ablauf der Eskalationsstufen der zu erwartenden Verhaltensweise dargestellt, der in dem Artikel von MDs Link beschrieben ist: Erste Stufe – wenig Scheu - , letzte Stufe … .

    Es könnte durchaus sein, dass die Schatzsucher, die sich im Raum Olga umsehen, vielleicht einige der Ersten von uns sein könnten, die sich mit folgender Fragestellung befassen müssen: Wie verhalte ich mich, wenn ich einem Wolfsrudel begegne? Warum? Der Lebensraum dieses Wolfsrudels (min. 25.000 Hektar) überlappt sich zu 100 % mit dem Suchgebiet. Gerade, weil Schatzsucher ja eben nicht nur auf den Wegen unterwegs sind, sondern auch hinter die Hecken schauen, trampeln sie intensiv im Wolfsrevier umher. Es steht zwar in der Presse geschrieben, dass man die Hybriden wohl nun doch einfangen oder entnehmen will. Aber bis die Umsetzung in Angriff genommen ist, wird der Nachwuchs wohl erwachsen sein, so meine Einschätzung. Es ist also nicht völlig aus der Luft gegriffen, für sich auch einmal solch ein Begegnungsszenario zu durchdenken, bei der die Wölfe eben nicht das tun, was sie sonst immer tun (bzw. eigentlich tun sollten), nämlich weglaufen. MD hat das ja laut Post #328 für sich in Form eines Treiberstabes gelöst, den er künftig im Rucksack haben will, aber ob das nun wirklich die erste Wahl ist?


    Hier mal ein paar Anregungen für die Olga-Sucher, die mir so eingefallen sind.

    1. Man gehe generell nicht alleine. Eine Gruppe kann sich immer besser verteidigen, als ein Einzelner. Rambo(1)-Motto: Ich decke deinen Hintern, du deckst meinen Hintern.

    2. Man nehme keinen Hund mit, es sei denn, man möchte ihn loswerden.

    3. Als Abwehrmittel interessant, zwei Nordic-Walking-Stöcke pro Person (für den Notfall: Abwehrspray, Treiberstab, also E-Schocker, feststellbares Taschenmesser?)


    Szenario: Wolfsrudel wird beim Suchen hochgemacht und haut nicht ab.

    1. Panik vermeiden, am Platz bleiben, niemals weglaufen, das würde sofort den Jagdinstinkt auslösen, laut rufen und möglichst viel Krach machen. Wenn sie damit nicht vertrieben werden können,

    2. zusätzlich mit Steinen schmeißen, wichtig: Es sollten möglichst auch Wölfe getroffen werden, damit sie sich erschrecken! Wenn sie damit nicht vertrieben werden können,

    3. Igelstellung einnehmen (so, wie die Moschusochsen, Erwachsene bilden einen Ring, Kinder in die Mitte.) Jeder nimmt seine Nordic-Walking-Stöcke zu einem Paar in die Hände und hält sie als Stoßwaffe nach außen. Achtung: Damit darf nur zugestoßen, aber nie zugeschlagen werden. Beim Zuschlagen verbiegen sie sehr leicht und sind dann als „Waffe“ unbrauchbar. Sollten die Wölfe so nah herankommen, dass man sie durch Stoßen erreichen kann, richtig fest zustoßen und dabei ordentlich laut schreien! Die Gummikappen an den Nordic-Walking-Stöcken verhindern, dass größere Verletzungen bei den Wölfen entstehen. Aber die Wölfe müssen einen „tatkräftigen Eindruck von der Wehrhaftigkeit der Gruppe“ erhalten. Sollte auch das nicht ausreichen,

    4. die Gummikappen von den Nordic-Walking-Stöcken entfernen. Einen beiden der Stöcke in die Mitte stecken (als Reserve), den anderen Stock als Stichwaffe gebrauchen. Sollten die Wölfe so nah herankommen, dass man sie durch Stoßen erreichen kann, richtig fest zustoßen! Ein Wolf, der einem so nah ist, ist ein Wolf, der angreift! Man muss unbedingt dafür Sorge tragen, dass er auf Distanz bleibt, ggf. auch für immer! Keine Angst vor Naturschützern. Wann sonst sollte denn der Notwehrparagraph ziehen, wenn nicht in so einem Fall.

    Oben hatte ich noch „für den Notfall“ die Abwehrmittel Abwehrspray, Treiberstab, E-Schocker, feststellbares Taschenmesser angeführt. Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass diese Dinge in den Abwehr-Eskalationsstufen bisher nicht aufgetaucht sind. Der Grund ist sehr einfach. Das sind für mich Abwehrmittel für den „Nahkampf“, das heißt die Wölfe sind schon unter der Distanz der Nordic-Walking-Stöcke, einen Zustand, den man unbedingt verhindern sollte.

    Das Abwehrspray ist zwar im Prinzip für einen Einzelnen ein sehr gutes Mittel, aber wenn sich die Leute z. B. in der Igelstellung befinden, kann durch den Wind das Zeug auch in die Gruppe verdriftet werden. Man setzt damit ggf. auch Verteidiger außer Gefecht! Also Vorsicht in der Anwendung.

    Beim Einsatz von E-Schocker, Treiberstab oder feststellbarem Taschenmesser ist man unmittelbar dran am Wolf. Es muss auf jeden Fall verhindert werden, dass er die eigene Kehle erwischt. Daher sollte man die Taktik anwenden, die sie in der Ausbildung für die Polizeihunde anwenden. Jeder hat schon mal gesehen, wie der dick eingepackte „Gangster“ aus der Deckung hervortritt. Dann hält der einen Arm nach vorne, damit sich der Hund darin verbeißt. Diese Taktik hat mehrere Vorteile. Erstens ist das Gebiss weg vom eigenen Hals, zweitens bleibt man auf den Beinen und damit handlungsfähig und drittens hat man dann noch eine Hand frei. Bezogen auf das Wolfsszenario sollte man seinen schwächeren Arm hinhalten, den man dabei auch durchaus verlieren kann. Aber wenn sich in der anderen Hand eines der vorstehend aufgeführten Geräte befindet, hat man gute Abwehrmöglichkeiten. Ich persönlich würde in so einem Fall das Messer bevorzugen, darum habe ich es hier mit aufgeführt. Damit kann man zuverlässig verhindern, dass der Wolf nach loslassen des Arms noch mal einen Anlauf in Richtung Hals nehmen kann.

    Soweit meine Theorie. Ob das praxistauglich ist, sollte hoffentlich nie jemand ausprobieren müssen.
    Viele Grüße

    Justus

  3. #353

    Avatar von volwo
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    Standard AW: Wölfis und der Wolf

    Erinnert mich an die Anfangsszene mit den Wölfen im Tanz der Vampire, da reicht ein Regenschirm
    https://www.youtube.com/watch?v=kbsBm4KSufY

    oder auch an Jonny Weissmüller als Tarzan, der hatte nur ein Messer, wenn mal wieder ein Riesenkrokodiel seine Freundin fressen wollte, aber er konnte die Todesrolle

  4. #354
    Avatar von isegrim
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    Standard AW: Wölfis und der Wolf

    " Bezogen auf das Wolfsszenario sollte man seinen schwächeren Arm hinhalten, den man dabei auch durchaus verlieren kann. "

    Bei einem Wolf Gewicht von ca. 60Kg und einer Biss kraft von rund 600kN haben wir über die Sprungkraft noch nicht gesprochen. Ich habe über viele Jahre Dobermänner, geführt und auch in der Ausbildung gehabt. Heute führe ich sie nur noch. Aus der Erfahrung mit diesen Tieren ( Gewicht ca. 34-38kg und eine Biss kraft 140kp ) kann ich mir nicht vorstellen das ein ungeübter, ohne Ärmel, dem Wolf den ungeschützten Arm hinhalten sollte und mit dem Leben davon kommt. Ich würde keinem Raten den Wolf den Arm anzubieten bzw. jedem davon Abraten in Kontakt mit diesen Tieren zu kommen. Es sind und bleiben Raubtiere und keiner von uns kann sagen wie die Uhr tickt.
    In Russland hatten wir für unseren persönlichen Schutz übrigens auch einen Stock, den von Winnetou und ordentlich Fackeln. Haben sie nie gebraucht, der Abstand Wolf/Mensch hatte immer großer Distanz. Also, es hilft da nur mit der Natur leben und das Glauben was die Wolfsbeauftragten erzählen. ( Bei Rotkäppchen und der Wolf geht die Gefahr von der Großmutter aus )
    isegrim
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  5. #355

    Avatar von volwo
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    Standard AW: Wölfis und der Wolf

    Das mit dem Arm war Ironie -
    Das mit dem Wanderstock musste ich mit einem wilden Hund in Südfrankreich tatsächlich mal ausprobieren. Hat den wütenden Hund nicht wirklich beeindruckt.

  6. #356
    Avatar von isegrim
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    Standard AW: Wölfis und der Wolf

    " Das mit dem Wanderstock musste ich mit einem wilden Hund in Südfrankreich tatsächlich mal ausprobieren "

    Wir haben früher auch mit Ärmel und Stock gearbeitet, Hunde wurden durch den Stock motiviert, haben dann kräftiger und häufiger gebissen. Irgend wann war es dann nicht mehr erwünscht und schließlich verboten.
    Geändert von isegrim (13-11-2017 um 21:04 Uhr)
    isegrim
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