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Thema: Presseberichte und Statements

  1. #1
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    Exclamation Presseberichte und Statements

    B U S H S P R I C H T Z U R N A T I O N

    "Akt des Krieges"

    Trotz der verheerenden Zustände in New York versucht der amerikanische Präsident George W. Bush Stärke zu demonstrieren. In einer neuen Ansprache sprach er von einen "monumentalen Kampf zwischen Gut und Böse".

    Washington - Bush bezeichnete die Angriffe auf die USA als einen "Akt des Krieges". In einer vom Nachrichtensender CNN übertragenen Rede sagte er am Mittwoch, Freiheit und Demokratie seien angegriffen worden. Der "Feind" versuche sich zu verstecken, es werde aber nicht schaffen. Er werde nie sicher sein. Die Angriffe hätten sich gegen alle "freien Menschen der Welt" gerichtet. "Aber wir werden nicht zulassen, dass der Feind den Krieg gewinnt, indem wir unser Leben verändern und unsere Freiheit einschränken."
    Bush sprach weiter von einem "monumentalen Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen". Aber das Gute werde gewinnen. Er dankte den Kongress-Abgeordneten, die am Mittwoch zu einer Sitzung zusammen kamen für ihre Unterstützung. "Amerika ist geeint", sagte er.

    Nach den Anschlägen am Dienstag hatte der Präsidenr den Helfern der Terroristen gedroht: In seiner Fernsehrede an die Amerikaner betonte Bush im Oval Office im Weißen Haus: "Wir werden keinen Unterschied machen zwischen denen, die diese Taten verübten, und denen, die ihnen Zuflucht gewähren."

  2. #2
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    Exclamation Pressebericht

    U S - E R M I T T L E R U N T E R D R U C K

    Viele Spuren und wenig Zeit


    Mit Hochdruck arbeiten die amerikanischen Behörden und Geheimdienste an der Suche nach den Spuren der Terroristen. Zwar haben sie für die Recherchen so manchen konkreten Anhaltspunkt, doch sie stehen unter Zeitdruck. Eine wirklich heiße Spur zum Top-Verdächtigen Ussama Ibn Laden konnten sie bisher nicht präsentieren.

    Am Mittwochmorgen konnten die US-Ermittler erste Erfolge berichten. Fünf verdächtige arabische Männer, einer von ihnen offenbar mit Pilotenausbildung, sollen in einem der ins World Trade Center gestürzten Flugzeuge gewesen sein. Im Koffer von einem von ihnen fand man jetzt einen Videofilm über das Fliegen eines Passagierflugzeugs, einen Koran und eine Tabelle zum Errechnen des Spritverbrauchs eines solchen Jets. Der Koffer war am Flughafen stehen geblieben, weil der Mann einen sehr knappen Anschluss hatte. Die Männer waren offenbar am Logan Airport in Boston in einen der Todesjets eingestiegen. Bisher jedoch wissen die Ermittler noch nicht all zu viel über die Verdächtigen, doch mit ihnen haben sie zumindest einen Anhaltspunkt.

    Kleine erste Erfolge sind das und die machen Amerika Mut. Mut, dass die Anschlagserie doch noch aufgeklärt werden und Präsident George W. Bush die Schuldigen bestrafen kann, wie er es angekündigt hat. Gleichwohl scheint es, dass die von Bush in Marsch gesetzte Ermittlungsmaschine bisher noch keine wirklich heiße Spur hat - auch nicht zum Top-Terroristen Ussama Ibn Ladin, andernfalls wären längst Kampfjets zu möglichen Verstecken in Afghanistan unterwegs. Die Fahnder der verschiedensten Behörden arbeiten also rund um die Uhr.

  3. #3
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    Exclamation Pressebericht

    Wie entführten die Terroristen die Jets?

    Dabei können die Ermittler davon ausgehen, dass alle Anschlägen von einer Gruppe geplant und durchgeführt wurden. Allein der zeitliche Ablauf und der Tathergang weisen darauf hin, dass die Aktion von Dutzenden Helfern ausgeheckt, geplant und bis zur Ausführung organisiert worden sein muss. Denn offenbar wählten die Täter die Maschinen mit Absicht so aus, dass sie wegen der langen Strecken von der Ost- an die Westküste besonders viel Sprit im Tank hatten. Außerdem rechneten sie damit, dass bei der Rushhour morgens um acht Uhr die Sicherheitskontrollen besonders schluderig sind. Eine lange Planung mit vielen Helfern also - ohne dass einer der zahlreichen Dienste mit Tausenden von Agenten in den USA und im Ausland auch nur einen kleinen Hinweis bekommen hätte.

    Diese offensichtliche Panne der US-Geheimdienste muss nun wettgemacht werden, und die Ermittler haben zumindest konkrete Ansatzpunkte für ihre Nachforschungen. Denn zwei der Todesjets, die American-Airlines-Maschine vom Typ 767 mit der Flugnummer 11 und die United Airlines-Maschine 175, sind in einem Abstand von nur 15 Minuten am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr vom Flughafen in Boston in Richtung Los Angeles gestartet. Die Entführer müssen also am Flughafen gewesen sein.

    Der Airport in Boston gleicht deshalb seit Dienstag einem Polizeilabor. Der Grund: Dort müssen die Täter Spuren hinterlassen haben, auch wenn sie noch so vorsichtig waren. Jedes Mietauto, das am Dienstag abgegeben wurde, jede Videoaufnahme, die am Airport, an den Flugsteigen oder auf den Zufahrtswegen gemacht wurde, jede noch so kleine Auffälligkeit wird deshalb von den Fahndern geprüft, verglichen und protokolliert. Taxifahrer werden befragt, das Sicherheitspersonal erneut unter die Lupe genommen. Und auch die Fluggäste, die am Dienstag in Boston ankamen, werden sorgfältig durchleuchtet.

  4. #4
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    Exclamation Pressebericht

    Wie kamen die Terroristen an Bord?

    Alle Passagiere, die auf der Flugliste stehen, werden überprüft, um auszuschließen, dass nicht einer der Entführer mit einem falschen Ticket eingestiegen ist. Selbst diejenigen, die den Flug kurzfristig absagten, werden Besuch vom FBI bekommen. Ebenso wird das Reinigungspersonal, das die Maschine vor dem Start säuberte, befragt und genau überprüft. Jeder ist momentan verdächtig, jede noch so kleine Spur könnte einen Erfolg in sich bergen. Die gleiche Maschinerie läuft auch an den beiden anderen Startflughäfen. Einmal am Dulles Airport in Washington, wo der American-Airlines-Jet 77 startete, der später aufs Pentagon stürzte. Und am Flughafen Newark, nur wenige Kilometer von New York entfernt, wo die United Airlines-Boing 757 mit der Flugnummer 93 abgehoben war, die später über Pennsylvania abstürzte.

    Und offenbar zeitigt die Suche nach der Nadel im Heuhaufen erste Erfolge, denn die vier verdächtigen Männer, die in der entführten Maschine gewesen sein sollen, waren durch ihr Mietauto aufgefallen, in dem arabische Flugpläne lagen. Bisher jedoch wissen die Behörden nicht, ob es sich wirklich um die Entführer oder eben doch um normale Passagiere handelt. Und auch die Spur nach Florida, von der bisher nichts Genaues bekannt ist, soll bei der Überprüfung der Passagierliste aufgetaucht sein.

    Wie konnten vier Maschinen gleichzeitig verschwinden?

    Völlig unklar jedoch ist den Fahndern, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass vier entführte Maschinen fast gleichzeitig den Kontakt zur Luftüberwachung abbrachen, ohne dass dies erkannt wurde oder die Streitkräfte alarmiert wurden. Zwar gab offenbar keiner der Piloten einen Notruf ab, doch andere Umstände wiesen auf eine Entführung hin, merken Kritiker an. So änderten die Maschinen recht schnell und eindeutig ihren eigentlichen Kurs. Außerdem schalteten die Entführer bei den Jets zeitweilig die Transponderkennung aus, die Start, Ziel und die Route an den nächstgelegenen Tower senden. Ein weiteres Indiz, das die Flugsicherung skeptisch hätte machen müssen.

    Doch auch als alle vier Jets später unter die vom Radar erfassbare Höhe gingen, schellten offenbar nirgendwo die Alarmglocken. Deshalb werden die FBI-Fahnder Fluglotsen befragen, die Kommunikationsprotokolle sichten und die Aufzeichnungen prüfen. Für die amerikanische Flugaufsicht könnte das herbe Folgen haben, denn offenbar hat sie das "Verschwinden" der Jets nicht früh genug weitergemeldet. Selbst die Tatsache, dass beide Maschinen von Boston aus plötzlich nach Südosten in Richtung New York abschwenkten, blieb zunächst unbemerkt.

  5. #5
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    Exclamation Pressebericht

    Wer sind die Entführer?

    Die einzige handfeste Spur der Ermittler ist bisher ein aufgezeichnetes Gespräch zwischen Entführer und Pilot aus einer der Maschinen. Bisher jedoch wurde über Inhalt oder zumindest die Sprache auf dem Band nichts bekannt. Eins jedoch ist mittlerweile klar: Die Terroristen schafften es, zeitgleich Waffen in vier Passagiermaschinen auf drei verschiedenen Flughäfen zu bringen und sie - in zwei Jets nur mit Teppichmessern bewaffnet - unter ihre Kontrolle zu bringen und die Radarpeilung abzuschalten. Danach übernahmen sie offenbar die Kontrolle im Cockpit und lenkten die Maschinen auf tödlichen Kurs.

    An diesem Punkt wiederum setzt erneut die Ermittlungsmaschine an, denn die Täter müssen nach Meinung der Ermittler zumindest eine gewisse Kenntnis vom Fliegen einer Verkehrsmaschine gehabt haben. Eine Annahme, denen erfahrene Piloten widersprechen, denn mittlerweile könne man sich Flugkenntnisse ganz bequem mit einem Flugsimulator am heimischen Computer aneignen, sagten mehrere Berufspiloten übereinstimmend. Doch selbst diese Spur werden die Ermittler verfolgen, und wenn sie die Tausenden von Käufern eines solchen Simulators überprüfen. Die US-Dienste sind für diese Recherchen im großen Stil mit viel Personal bekannt und werden immer wieder für die Erfolge, die sie damit erzielen, bewundert.

    Wie kam das Messer an Bord?

    Noch wissen die Fahnder nicht, wie die Entführer die Messer an Bord brachten. Auf Grund eines Handy-Anrufs aus einer entführten Maschine weiß die Polizei, dass die Täter offenbar mit Teppichmessern bewaffnet waren und mit einer angeblichen Bombe drohten. Letztlich aber gibt es nur zwei Möglichkeiten, ein solches Messer an Bord zu bringen: Entweder einer der Terroristen nahm es am Körper mit und umging die Sicherheitsschleuse, oder die Waffen wurden mit Hilfe des Bodenpersonals an Bord gebracht. Ein weiterer Grund, jede Person, die mit dem Jet in Kontakt kam, unter die Lupe zu nehmen.

    Doch neben den Flughäfen arbeiten die Behörden auch an anderen Spuren. Zahllose Telefonüberwachungen, die mittels Spracherkennung verdächtige Gespräche abhören, sind geschaltet, und schon am Dienstag gelang es den Behörden, zwei Gespräche zwischen Sympathisanten von Ussama Ibn Ladin abzuhören, in denen angeblich über den Anschlag gesprochen wurde. Ebenfalls werden die Fahnder "alte Bekannte" aus der Szene besuchen und auch hier jeder noch so kleinen Spur nachgehen - so lange, bis sie einen Schuldigen finden.

  6. #6
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    Exclamation Pressebericht

    A L A R M Z U S T A N D ( I I )

    Atomkraftwerke nicht stabil genug? - Stoiber will Bundessicherheitsrat

    Baden-Württembergs Umweltministerium hält Atomkraftwerke nicht für sicher genug, einen Anschlag durch zielgerichtet abstürzende Flugzeuge auszuhalten.

    Atomkraftwerke würden nach Ansicht des baden- württembergischen Umweltministeriums Terrorangriffe, wie sie am Dienstag gegen das World Trade Center und das Pentagon in den USA geflogen wurden, nicht überstehen. Gegenüber der Zeitung "Südkurier" in Konstanz sagte Ministeriumssprecher Hans Klöppner: "Die fünf Reaktorblöcke im Land sind nach den geltenden strengen Bestimmungen ausgelegt. Aber nicht auf den Vorgang vom Dienstag."

    Es wäre "vermessen" zu behaupten, die Atomreaktoren seien auch gegenüber Jumbo Jets sicher, wenn sie mit Wucht und vollgetankt auftreffen. Auch der umweltpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Winfried Hermann, sprach der Zeitung gegenüber von der Unmöglichkeit, atomare Anlagen gegen Anschläge mit Passagierflugzeugen zu schützen. Hermann sagte: "Die Fragen werden uns als nächstes beschäftigen, und da werden wir keine guten Antworten haben."


    Stoiber fordert Bundessicherheitsrat

    Als Konsequenz aus den Terroranschlägen mit entführten Flugzeugen in den USA will der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) auch die Bundeswehr zum Schutz deutscher Flughäfen einsetzen. Stoiber sagte in einem vorab veröffentlichten Interview der "Süddeutschen Zeitung": "Für die Außensicherung von Flughäfen und für den Objektschutz herausgehobener Einrichtungen reichen die Polizeibehörden möglicherweise alleine nicht aus. Dafür sollten wir auch die Bundeswehr einsetzen."


    Man müsse sich auf eine erhöhte Gefährdung der Sicherheit einstellen, sagte Stoiber. Dafür sei ein neu zu schaffender nationaler Sicherheitsrat nötig. Um Bundeswehr und Bundesgrenzschutz auch für Sicherungsaufgaben im Inneren einsetzen zu können, müsse man notfalls die Verfassung ergänzen, forderte Stoiber. "Das muss schnell erfolgen. Das kann nur in einem nationalen Sicherheitsrat koordiniert werden", fügte er hinzu.

    US-Militärbasen abgeriegelt,
    US-Firmen geben frei

    Bundesweit wurde für alle US-Basen die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen. Die deutschen Behörden arbeiteten dabei eng mit den US-Streitkräften zusammen. Auch US-Firmen in Deutschland haben nach den Terroranschlägen in den USA ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft und schockiert auf die Vorgänge in der Heimat reagiert. Der Computerhersteller Compaq stellte den Mitarbeitern am Dienstag und Mittwoch frei, jederzeit nach Hause zu gehen oder gar nicht zur Arbeit zu kommen. Die Münchner Zentrale werde auf der höchsten Sicherheitsstufe bewacht.

    Auch bei Microsoft Deutschland gilt die höchste Sicherheitsstufe. Es werde aber normal gearbeitet, sagte ein Sprecher. McDonald's Deutschland konnte zunächst nur bestätigen, dass die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden seien. Die deutsche Filiale des Fernsehsenders MTV in München wird gesondert bewacht. Für ein Chemiewerk des amerikanischen Konzerns Dow Chemical in Stade-Bützfleth hat die Polizei Sicherheitsvorkehrungen eingeleitet.

    BND: Keine Hinweise auf geplante Anschläge in Deutschland

    Aus Verfassungsschutzkreisen verlautete unterdessen, dass es bisher keine Hinweise auf geplante Anschläge in Deutschland gebe. Der für die Auslandsaufklärung zuständige Bundesnachrichtendienst (BND) sagte, dass alle verfügbaren Terrorexperten aktiviert wurden, um allen Hinweisen nachzugehen. Alle Dienste sollen mit der amerikanischen Seite kooperieren, um jeden noch so kleinen Hinweis auf die möglichen Täter zu prüfen.


    Deutsche in Afghanistan zum Verlassen des Landes aufgefordert

    Das Auswärtige Amt hatte unmittelbar vor seiner Räumung alle in Afghanistan lebenden Deutschen aufgefordert, das Land zu verlassen. Außenstaatsminister Gunter Pleuger sagte am Mittwoch, den Angaben seines Ministeriums nach würden sich momentan 23 Deutsche dort aufhalten, 15 davon in der Hauptstadt Kabul. "So weit wir wissen, sind alle über die Empfehlung unterrichtet, das Land zu verlassen".

    Zur Bemühung um die Freilassung der von den Taliban gefangen genommenen Mitglieder der Hilfsorganisation Shelter Now erklärte Pleuger, das Auswärtige Amt sei nach wie vor bemüht, die Inhaftierten, unter ihnen vier Deutsche, freizubekommen. Es lägen aber noch keine Ergebnisse über Gespräche in Kabul vor, die am Vormittag stattgefunden hätten.

  7. #7
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    Angry Auch das noch !!!!!

    Generalmajor: Bundeswehr nicht vorbereitet

    Nach Angaben des Generalmajors der Luftwaffe, Horst Martin, ist die Bundeswehr derzeit nicht auf die Abwehr von Terrorangriffen wie in den USA vorbereitet. Zwar sei die Landesverteidigung gesichert, sagte er am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Auf Angriffe an der "Schnittstelle zwischen äußerer und innerer Sicherheit" sei Deutschland aber "nicht unmittelbar vorbereitet". Deshalb müsse nun darüber nachgedacht werden, wie die bestehenden Verfahren optimiert werden könnten. Dies werde "ganz besondere Schwierigkeiten" mit sich bringen.

  8. #8
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    Exclamation Monumentaler Kampf

    Bush kündigte einen "monumentalen Kampf zwischen Gut und

    Böse" an, in dem das Gute siegen werde, und drohte: "Wir

    werden keinen Unterschied machen zwischen denen, die diese

    Attacken ausgeführt haben, und denen, die ihnen Schutz bieten."

    Staatsmänner in aller Welt sicherten den USA ihre Unterstützung

    beim Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu.

  9. #9
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    Exclamation News

    Die Rede von George W. Bush im Wortlaut:

    "Die vorsätzlichen und tödlichen Angriffe, die gestern gegen unser Land geführt wurden, waren mehr als terroristische Akte, sie waren kriegerische Akte.

    Das macht es für unser Land erforderlich, fest und entschlossen zusammenzustehen. Der Angriff gilt Freiheit und Demokratie. Das amerikanische Volk muss wissen, dass wir es mit einem anderen Feind als jemals zuvor zu tun haben. Dieser Feind verbirgt sich im Schatten und hat keine Achtung vor Menschenleben.

    Dies ist ein Feind, der auf unschuldige und ahnungslose Menschen Jagd macht und dann Deckung sucht. Aber das wird ihm nicht für immer gelingen. Dies ist ein Feind, der sich zu verstecken versucht, aber er wird das nicht für immer können. Dies ist ein Feind, der denkt, dass seine Zufluchtsorte sicher sind, aber sie werden es nicht für immer sein.

    Der Feind hat nicht nur unsere Bevölkerung, sondern alle freiheitsliebenden Menschen in der Welt angegriffen. Die Vereinigten Staaten von Amerika werden alle ihnen verfügbaren Mittel einsetzen, um diesen Feind zu besiegen. Wir werden die Welt mobilisieren. Wir werden geduldig, wir werden konzentriert, und wir werden fest entschlossen sein. Diese Schlacht wird Zeit und Entschlusskraft erfordern. Aber täuschen Sie sich nicht, wir werden gewinnen.

    Die Bundesregierung und alle ihre Behörden arbeiten, aber es ist nicht Business as usual. Wir operieren unter einem erhöhten Sicherheitsalarm. Amerika geht voran, und dabei müssen wir uns der Gefahren für unser Land besonders bewusst sein. Die Verantwortlichen sollten angemessene Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz unserer Bürger treffen. Aber wir werden es diesem Feind nicht erlauben, den Krieg zu gewinnen, indem er unsere Art zu Leben verändert oder unsere Freiheiten behindert."

  10. #10
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    Exclamation News

    Taliban warnen USA

    Für die USA ist Afghanistan zur Zeit eines der wichtigsten Ziele für einen möglichen Vergeltungsschlag, schließlich soll sich dort mit Billigung der Regierung der mutmaßliche Terrorist Ussama ibn Ladin aufhalten. Die Taliban warnten unterdessen die USA vor einem möglichen Angriff.

    Kabul - "Wenn unschuldige Menschen leiden, dann ist es sicher, dass der Hass weiter zunehmen wird", sagte Taliban-Sprecher Abdul Hai Mutmaen am Mittwoch. Ein Angriff hätte keinen Erfolg und würde nur Hass in der Region säen. Damit reagierte Mutmaen auf die jüngsten Äußerungen von US-Präsident George W. Bush, der die Terroranschläge in den Vereinigten Staaten als Kriegshandlung bezeichnet hatte.
    Bush hatte in einer Rede einen "monumentalen Kampf zwischen Gut und Böse angekündigt" und gedroht: "Wir werden keinen Unterschied machen zwischen denen, die diese Attacke ausgeführt haben, und denen, die ihnen Schutz bieten." Man werde die Verantwortlichen jagen und zur Strecke bringen. Der als Drahtzieher der Terrorserie in den USA vermutete Ussama Ibn Ladin lebt mit Billigung der Taliban-Regierung in Afghanistan.

    US-Verteidigungsminister Colin Powell sagte, man werde "entsprechend" auf die Terroranschläge reagieren. Überraschenderweise bat Powell in seiner Rede Pakistan um Mithilfe bei der Suche nach den Terroristen. Das Land hat enge Verbindungen zu den Taliban.

    Gleichzeitig appellierte der zur Opposition der Taliban gehörende Vertreter Afghanistans in Deutschland, Amanullah Jayhoon, an die USA, von Angriffen auf sein Land abzusehen. In einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" sagte er, "dass das afghanische Volk nicht aus Terroristen besteht, sondern selbst ein Opfer der Taliban ist". Die in Deutschland lebenden Afghanen verurteilten die Attentate vom Dienstag als einen "barbarischen Akt", so Jayhoon.

    Deutsche sollen Afghanistan verlassen

    Da die Bundesrepublik mit dem Regime in Kabul keine diplomatischen Beziehungen unterhält, wird Afghanistan in Berlin durch die ehemalige Regierung des Landes repräsentiert. Die Gegner der Taliban, die so genannte Nord-Allianz, kontrollieren noch rund zehn Prozent des Landes und hatten sich den vergangenen Tagen heftige Kämpfe mit den Taliban geliefert und die Hauptstadt Kabul angegriffen.

    Unterdessen hat das Auswärtige Amt Deutsche in Afghanistan aufgefordert, das Land zu verlassen. Zurzeit befinden sich dort noch 23 Deutsche.

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