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Thema: Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

  1. #1
    volwo
    Avatar von volwo
    Gast

    Standard Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

    Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945
    Zusammengestellt von W. S. und Wolfgang Kampa

    Name und Adresse Arbeitsbereich Mitgliedsnummer in der Reichskammer Bildende Künste etc.:


    Ender, Waldemar, Pfarrhof 12, Arnstadt unbekannt Bund der Architekten

    Güldemeister, Paul Magdeburg Polte I und Polte II: Laborierstation, ab 1936 Munitionsfabrik.
    Polte I: Frauenlager Rudisleben, 16.9.1942. A 6614 oder 6514

    Hertlein, Reg.-Baumeister, Siemens & Halske, Siemensstadt Berlin 1937-45: Aufbau eines Werkes für elektrische Rüstungssachen, Radar, Zielsuchgeräte, FS-Geräte, ca. 3000 Beschäftigte A 884


    Kott, Ernst, Pfortenstr. 45 Arnstadt
    135 Behelfswohnheime (Lage- und Baupläne);
    LS-Raumanlage (28.11.1939);
    Baracken 2 +1 für Ausländer (25.7.1944);
    im Herbst 1945 Vermessung der Jonastalbaustelle.
    A 2327


    Leonards, Gregor Mittelhäuserstr. 76/77, Erfurt Aufbau MDW (2 Fluzeugwerke); Baracke für MDW am alten Gericht (4.5.1942). A 2310

    Lotz, Fritz,
    Arnstadt LS-Stollenbau am Arnsberg( 20.1.1944). unbekannt

    Mayer, Horst Projekt (3 Prüfzellen) 27.2.1943. unbekannt

    Pfannschnitt, Ullrich, Mühlweg, Arnstadt Gleisanlagenbau für die Firma Kaltenbach (Tarnname Bach) 1944/45 im Jonastal. unbekannt

    Rittler,
    Arnstadt LS-Befehlsstelle am Neutor in Arnstadt (12.11.1943). unbekannt

    Schade, Josef, Sedanstr 23, Arnstadt Mako-Fabrikbauten (Erfurt/Rudisleben); Errichtung von 2 Eisenbetonbunkern ; Ernst-Udet-Siedlung in Rudisleben; Einschätzug der Kriegsluftschäden (6.2.1945). A 1935
    Später kreisbeauftragter Geschäftsführer

    Schwarz, Martin, Dipl.-Ing. Bau des »Russenlagers« für die Firma Winter (Januar 1941). unbekannt

    Unger, Karl, Ritterstr. 9, Arnstadt Einschätzung der Kriegsluftschäden (8.2.1945). unbekannt

    Voigt, H. LS-Bunker der Fa. Winter (29.7.1943). unbekannt
    Geändert von volwo (09-09-2013 um 21:15 Uhr) Grund: Fehler

  2. #2
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

    Das ist einmal ein andere Form sich dem Thema SIII zu stellen. Dass hat etwas für sich.

    MfG

    Conny

  3. #3
    Avatar von Der Adel
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    Standard AW: Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

    Ich gucke morgen mal zu Rittler, Hertlein und Voigt ob ich den ganzen Namen finde.

    Viele Grüße

  4. #4
    Avatar von Der Adel
    Nixdürfer

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    Standard AW: Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

    Lotz, Fritz; Bauingeneur, Eisenbetonbau, Eb(h)rokläranlagen, Zementwaren, Ichtershäuser Str., Tel 2173

    Schade, Joseph; Architekt Erfurter Str.26, Tel 2108

    Nur die 2 sind 1940/41 in Arnstadt zu finden.

    Viele Grüße

  5. #5
    volwo
    Avatar von volwo
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    Standard AW: Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

    dann war der Herr Schade mglw. erst später/früher in der Sedanstr ansässig? Oder einmal Wohnort, einmal Büro? Guck mal bitte ins separate Straßenverzeichnis und eventuell in den Branchenteil.
    Was sind Eb(h)rokläranlagen?

  6. #6
    Avatar von Der Adel
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    Standard AW: Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

    Ebro oder Ehrokläranlagen...ich kann es so schlecht lesen. Ich weiß auch nicht was es ist aber sicher jemand hier im Forum.

    Wegen dem Herrn Schade schaue ich ein anderes mal, sorry aber gerade keine Lust.

    Viele Grüße

  7. #7
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

    Die Firma Ebro ist ein eine Wienersche Firma, die neben Armaturen auch Kläranlagen herstellte oder noch herstellt.

    MfG

    Conny

  8. #8
    Avatar von Huemel
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    Standard AW: Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

    Pfannschnitt (oder wie auch immer) halte ich auch für bemerkenswert. Zumal im Zusammenhang mit der Firma Kallenbach. Das war doch eine Firma aus dem Magdeburger Raum, welche sich hauptsächlich mit Kanalbau befasste. Wie kommt die zu einem Tarnnamen und zu welchem Zweck? Sicher, die haben bei einer Leipziger Firma Eisenbahnfahrzeuge für Arnstadt gemietet und auch bei Henschel neu gekauft, aber von einem Tarnnamen hab ich da noch nie gehört. Vielleicht könnte mich da W.S. mal erleuchten?

    MfG huemel
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  9. #9
    Avatar von Ramsay
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    Standard AW: Liste der Architekten aus Arnstadt und Umgebung um 1945

    Hallo,

    ich habe mal ein wenig zu den genannten Architekten in #1 recherchiert. Vielleicht kann man es für die weiteren Überprüfungen nutzen.
    Im Internet gibt es eine Webseite mit dem Namen "Archthek" unter der Adresse www.archthek.de zu finden. Hierbei handelt es sich um eine Datenbank zur Bau- und Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts für den deutschsprachigen Raum.

    Auf ihr gibt es ein "Historisches Architektenregister (z.T. auch Baumeister, Ingenieure, Bauunternehmer usw.) alphabetisch". Dies ist unter http://www.kmkbuecholdt.de/historisc...hitekten00.htm
    erreichbar.

    Dort habe ich folgende Einträge zu den Architekten gefunden:

    Zu Ender:
    Waldemar Ender
    Ender, Waldemar
    Arnstadt (Thüringen)
    1929
    Eintrag „Vorname Name“ in: „archthek“ – Historisches Architektenregister, Abschnitt Eiden – Engesser, http://www.kmkbuecholdt.de/historisc...itekten_ei.htm (Stand vom 21.08.2013)

    Zu Hertlein gab es folgende Eintragungen:
    Hans Hertlein
    Hertlein, Hans Christoph, Regierungsbaumeister a.D., Dr.-Ing. E.h., Prof., DWB, geb. 02.07.1881 Regensburg, gest. 13.06.1963 Mammern (Kt. Thurgau)
    Dresden, München, Berlin
    ISBN 3-433-01023-4 - (ISBN 3-87776-210-7) siemens-stadt.de
    Heinrich Hertlein
    Hertlein, Heinrich, Geheimer Baurat
    München1
    1929

    Michael Hertlein
    Hertlein, Michael, BDA
    Nürnberg
    1903?, 1929, 1943?
    Eintrag „Vorname Name“ in: „archthek“ – Historisches Architektenregister, Abschnitt Hepke – Herzog, http://www.kmkbuecholdt.de/historisc...tekten_hel.htm (Stand vom 23.08.2013)

    Zu Lotz:
    Lotz
    Lotz, ? (Bauunternehmer), (in Fa. „Lotz & Gebhard / Gerhardt“?)
    Arnstadt (Thüringen)
    1925, 1929
    Eintrag „Vorname Name“ in: „archthek“ – Historisches Architektenregister, Abschnitt Lobigs – Loy, http://www.kmkbuecholdt.de/historisc...itekten_lo.htm (Stand vom 31.07.2013)

    Zu Schade, Josef:
    Josef Schade
    Schade, Josef, BDA / BdA, geb. 29.08.1893
    Arnstadt (Thüringen)
    1929, 1968
    Dr30 (keine Bedeutung aus der dortigen Tabelle erkennbar)
    Eintrag „Vorname Name“ in: „archthek“ – Historisches Architektenregister, Abschnitt Schaab – Schautz, http://www.kmkbuecholdt.de/historisc...ekten_scha.htm (Stand vom 07.08.2013)

    Zu Schwarz; Martin:
    Martin Schwarz
    Schwarz, Martin
    Dipl.-Ing., BDA
    Arnstadt (Thüringen)
    1929
    Eintrag „Vorname Name“ in: „archthek“ – Historisches Architektenregister, Abschnitt Schumacher – Schytte-Berg, http://www.kmkbuecholdt.de/historisc...kten_schum.htm (Stand vom 07.08.2013)

    Zu Voigt, H.:
    Hans Voigt
    Voigt, Hans, BDA, geb. 24.10.1879 Leipzig, gest. 1953 (?), (ab 1920 in Büro „Zweck und Voigt“)
    Leipzig
    1931
    Th/B, Bd. 34, S. 510

    Heinrich Voigt
    Voigt, Heinrich
    München1929
    Eintrag „Vorname Name“ in: „archthek“ – Historisches Architektenregister, Abschnitt Vogdt – Vytiska, http://www.kmkbuecholdt.de/historisc...tekten_vog.htm (Stand vom 27.08.2013)

    Zu den Weiteren im Beitrag von Volwo benannten Architekten gab es dort keine Einträge.

    Weitere Info:

    Bei Hertlein wird es sich gehandelt haben um:

    "Hans Hertlein (* 2. Juli 1881 in Regensburg; † 13. Juni 1963 in Mammern, Schweiz; vollständiger Name: Hans Christoph Hertlein) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer, als Leiter des Bauwesens im Siemens-Konzern hatte er Anteil an der Entwicklung des Industriebaus im 20. Jahrhundert."

    Hier mal ein Überblick über seine Bauten:
    Bauten (Auswahl)

    1920–1924: Kraftwerk Fortuna II der Rheinische Elektrizitätswerke im Braunkohlenrevier AG (REW) bei Oberaußem (Rheinland) (nicht erhalten)[1]
    1921–1930: diverse Bauabschnitte der „Siedlung Siemensstadt“ in Berlin-Siemensstadt[2]
    1921–1922: Bürogebäude der Niederlassung des Siemens-Konzerns in Den Haag (Niederlande)
    1921–1923: Graphitierungswerk des Siemens-Konzerns in Meitingen bei Augsburg
    1921–1923: Bürogebäude der Niederlassung des Siemens-Konzerns in Mannheim (heute genutzt durch die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Heidelberg-Mannheim)
    1923–1924: Bürogebäude der Zweigniederlassung des Siemens-Konzerns in Hannover, Friedrichstraße (Die ehemalige Siemens-Niederlassung wurde in den Neubau des Hauptsitzes der Nord/LB integriert - die Friedrichstraße entfiel. Das denkmalgeschützte Gebäude befindet sich heute an der Willy-Brandt-Allee/Ecke Bleichenstr.)
    1925: Bürogebäude der Niederlassung des Siemens-Konzerns in Buenos Aires (Argentinien)
    1925: Wohnhaus Bingel in Berlin-Westend, Olympische Straße 9[3]
    1925–1926: Fabrikgebäude-Erweiterung der Siemens-Schuckertwerke GmbH (sog. „Zwietusch-Werk“) in Berlin-Charlottenburg, Salzufer 6[4][5]
    1926–1928: Fabrikgebäude der Siemens-Schuckertwerke GmbH (sog. „Schaltwerk-Hochhaus“) in Berlin-Siemensstadt, Nonnendamm 104[6]
    1927: Heizkraftwerk Gartenfeld der Siemens-Schuckertwerke GmbH in Berlin-Siemensstadt, Gartenfelder Straße
    1927–1928: Stadtbad in Luckenwalde, Rudolf-Breitscheid-Straße 72[7]
    1927–1929: Bürogebäude der Niederlassung des Siemens-Konzerns in Wien
    1928–1929: Umspannwerk Nr. 11 für den Elektrizitätsverband Gröba in Radebeul, Meißner Straße 177[8]
    1928–1929: Erholungsheim des Siemens-Konzerns in Koserow (Insel Usedom)
    1928–1930: Verwaltungsgebäude der Siemens & Halske AG („Wernerwerk X“, auch „Wernerwerk-Hochhaus“) in Berlin-Siemensstadt, Siemensdamm 50 (1936/1937 erweitert)
    1928–1930: Kraftwerk Reuter (West) in Siemensstadt, Otternbuchtstraße 11[9]
    1929–1931: evangelische Kirche in Berlin-Siemensstadt, Schuckertdamm 336/338
    1929–1935: „Siedlung Heimat“ in Berlin-Spandau [10]
    1930–1931: Bürogebäude der Niederlassung des Siemens-Konzerns in Essen, Kruppstraße 16 (verändert)[11]
    1930–1931: Büro- und Geschäftshaus für den Verein Deutscher Elektrotechniker (VDE) in Berlin-Charlottenburg, Bismarckstraße 33 [12]
    1934–1935: katholische Pfarrkirche St. Joseph in Berlin-Siemensstadt, Goebelstraße
    1936: Büro-Hochhaus der Carl Zeiss AG (Gebäude „B 36“, auch genannt „Zeiss-Hochhaus II“) in Jena, Carl-Zeiss-Platz[13]
    1937: Fabrikgebäude des Siemens-Konzerns (sog. „Wernerwerk R“) in Arnstadt (Thüringen)
    1937: Fabrikgebäude der Firma Anschütz & Co. in Kiel-Neumühlen-Dietrichsdorf, Heikendorfer Weg 9 [14]
    1937–1940: Verwaltungs- und Fabrikgebäude der Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H. in Berlin-Zehlendorf, Goerzallee (nach 1945: McNair Barracks der US-Army, heute: Wohnanlage „Monroe Park“)[15][16]
    1938–1942: Luftfahrtgerätewerk Hakenfelde der Siemens & Halske AG in Berlin-Hakenfelde, Streitstraße
    1948–1953: Neubau der Siemens-Schuckertwerke AG (wegen der Farbe der Fassade so genannter „Himbeerpalast“) in Erlangen
    vor 1954: Wohnhaus Dr. v. B. in Erlangen[17]

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Hertlein

    Zu Martin Schwarz gibt es noch folgende Quelle:

    "Architekt Martin Schwarz veränderte das Arnstädter Stadtbild


    Heute ein Schandfleck: Nach den Plänen von Martin Schwarz erfolgte 1928 der Bau des Arnstädter Milchhofes im Bauhausstil. Foto: Christiane Fischer Heute ein Schandfleck: Nach den Plänen von Martin Schwarz erfolgte 1928 der Bau des Arnstädter Milchhofes im Bauhausstil. Foto: Christiane Fischer

    Das Wirken von Martin Schwarz als Architekt in Arnstadt kann man an seinen großen Gebäuden im Stadtbild noch heute nachvollziehen, auch wenn einige wie die Synagoge nicht mehr vorhanden sind.
    Arnstadt. Am 18. Oktober 1885 wurde Heinrich Martin Schwarz in Frankfurt am Main geboren. Nach erfolgreichen Schulbesuch und Architektur-Studium mit den Abschluss als Diplomingenieur ließ sich Schwarz in Arnstadt nieder. Hier begann er seine Tätigkeit als freier Architekt. Er wohnte am Schlossplatz Nr. 1. Im selbigen Haus wohnte auch der Stadtbaurat Anton Acker.

    Seine ersten Entwürfe in Arnstadt waren die Baupläne für die jüdische Synagoge in der Krappgartenstraße, welche dann auch 1913 dort eingeweiht wurde. Gleichzeitig arbeitete Schwarz in der Erfurter Straße am Haus Nr. 18, das er als Geschäfts- und Wohnhaus gestaltete. So war im Geschäftsbereich einmal das Optikergeschäft und einmal das Spielzeuggeschäft der Familie Schönfeld zu finden.

    Es folgte das Haus Nr. 20/22 in der Erfurter Straße des Buchdruckereibesitzers Otto Böttner. Darin die Druckerei, der Verlag und die Geschäftsstelle des Arnstädter Anzeigers sowie das Juweliergeschäft Eugen Mayer und die Zigarettenhandlung von Hermann Bode. Auch das Haus Erfurter Straße 24 geht auf Schwarz zurück, es wurde einst für den Gastwirt Karl Behrens als Restaurant "Zur Post" erbaut.

    Nach den Plänen des Architekten wurden zudem das Handwerkerhaus des Marienstiftes in der Krappgartenstraße, die Häuser Neideckstraße 4 und Wollmarkt 8 errichtet.

    1915 wurde nach den Bauplänen von Schwarz die Fürst- Günther-Schule als Reformrealgymnasium eingeweiht. Dazu hatte er für die Bildhauerarbeiten seinen Freund Bruno Schäfer aus Frankfurt am Main gewonnen.

    Auch für den Umbau des Schlosses der Familie Schierholz in Plaue war der Diplom-Ingenieur verantwortlich. In Arnstadt leitete er den Umbau des Hauses des Fabrikdirektors Dr. Ernst Büschler in der Ichtershäuser Straße (später Jugendherberge) und am Wollmarkt schuf er die Villa für Kommerzienrat Alfred Ley.

    Ab 1920 war er mit seinem Freund Schäfer auch auf dem Hauptfriedhof tätig. Dort wurden unter anderem die Familiengrabmale für Liebmann, Kürsten, Winter errichtet.

    1928 erfolgte der Bau des Arnstädter Milchhofes nach Plänen im Bauhausstil. Dabei wurde die Außenfront mit Bucaklinker verkleidet. Als letztes großes Bauwerk in Arnstadt von Schwarz war die Einweihung der Friedhof Kapelle auf dem Hauptfriedhof.

    Während seiner Arnstädter Zeit war Schwarz als öffentlicher angestellter Sachverständiger der Mittelthüringischen Industrie- und Handelskammer Weimar tätig. Er war Mitglied im Bund Deutscher Architekten und vor Ort Mitglied der Museumsgesellschaft sowie des Verwaltungsausschusses der Museumsstiftung.

    1938 zog Schwarz nach Erfurt. Dort arbeitete er ebenfalls als freier Architekt, jedoch nicht an großen Objekten, mehr aber am Häuserbau. Am 27. September 1945 verstarb er in Erfurt.

    Viele Häuser in Arnstadt zeugen noch heute von seinem umfangreichen Schaffen. Umso mehr ist zu beklagen, dass mit dem Milchhof derzeit eineinmaliges Denkmal dem Verfall preisgegeben wird.


    H. K. Abendroth / 19.10.10 / TA

    Quelle: http://arnstadt.thueringer-allgemein...bild-319925494

    MfG
    Ramsay

  10. #10
    Avatar von Der Adel
    Nixdürfer

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    Henning, Wilhelm; Architekt Dorotheental, Tel 2860

    Viele Grüße

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