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Thema: Depots

  1. #1
    Titel selbst wählen Avatar von Condor66
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    Standard Depots

    Gleich vorweg, ich hoffe auf eine sachliche Diskussion und es sollte nur der schreiben, der zum Thema beitragen kann.

    In einem Beschwerdebrief über Dr. Voss an Prof. Dr. Wegner vom Juni 1945 heißt es wörtlich:
    „das die Gemälde bei längerem (4 Wochen) Verbleib in den nicht ventelierbaren Depots unrettbar verlorengegangen wären“
    Das heißt, das Kunstgüter nicht optimal verlagert wurden. Vielmehr wurde bei nahender Front weggeschafft was möglich war und an Depots genutzt was da war.

  2. #2
    Gast Avatar von Geo-Klaus
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    Standard AW: Depots

    @Condor66
    Dies deckt sich mit der mir vorliegenden Aussage eines Kriegsgefangenen welcher zur Restaurierung der Gemälde aus der Einlagerung im Erzgebirge nahe Moska beschäftigt war.
    Ich schrieb ja bereits darüber.

  3. #3
    Explorator Avatar von T-2
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    Standard AW: Depots

    öhm,jetzt muss ich doch mal fragen...worum gehts hier eigentlich?weiß jemand von einem depot oder will jemand was über depot wissen oder wird ein depot gesucht......?

  4. #4
    Stammuser Avatar von Olsen
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    Standard AW: Depots

    Condor,

    bist du sicher, dass du das mit dem Datum von Juni 1945 gelesen hast? So etwas ist mir schon mal in den "Neiber-Akten" begegnet - allerdings Ende 1944 irgendwo im Harzvorland (??) . Da ging es darum, dass bereits eingelagertes Kunstgut wieder aus den Depots ausgelagert werden musste, weil die Beschädigungen an Büchern und Bildern enorm waren.
    Schreib mal, gern auch per PN, wo das war und ich suche die Aussage in den Akten im Volltext.

    Gruß Ralf

  5. #5
    Stammuser Avatar von Conny
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    Standard AW: Depots

    Hallo Condor, da möchtest Du schon die beiden Depots bitte benennen. Die einzigen Depots der Staatlichen sammlungen. Sie waren über längere Zeit ohne Strom, also ohne Ventilation. PL und den Cottaer Tunnel waren gefährdet, da sie von der Ventilation abhängig waren. Alle Anderen befanden sich in oberirdischen Bauwerken. Ich kann dir gern die Liste zukommen lassen.
    ...und wer für die Abschaltung des Stromes verantwortlich zeichnete, ist ja überliefert. Die Russen.

    Geh an die Einzelakten PL und Cottaer Tunnel. Da steht der selbe Spaß nochmals darin.

    Vergessen: Voß hatte zwei Jobs, Chef der Dresdner Sammlungen und Chef von Linz. Das war es auch schon und diese Depots sind alle bekannt. Solltest Du auf den Gedanken verfallen, dass es andere Depots sein könnten, regional usw., da muss ich dich enttäuschen. Es wäre überhaupt nicht sein Job gewesen, da es nicht seine Spielwiese war. Darum hat er sich auch nicht kümmern können. Er hatte genug mit den Befragungen durch die Russen zu tun, dazu versucht den Russen das Klauen der Dresdner Bestände zu erschweren.

    Man möchte die Kompetenzen schon auseinanderhalten. Das ist ganz wichtig in der Beurteilung der Frage nach den Deopts. Für alle anderen lokalen Bestände die Behörden vor Ort (untere Denkmalbehörde und Finanzbehörden) Sonstiger staatlicher Kulturbesitz der LDPfl.

    Bei dem Thema wird meist alles miteinander vermischt und das ist eindeutig falsch.

    Es ist falsch zu behaupten, dass beim Näherrücken der Front weggeschafft wurde. Ein Blick in die Depotaklten genügt. Es wurde grundsätzlich das an Depots genutzt, was auch den Anforderungen entsprach. Das Gesagte gilt auch für PL und Cotta, solange die Klimatisierung gewährleistet war.
    Du musst dir nur den gesamten Aktenbestand vornehmen. Er ist doch vorhanden. Da bekommst Du erst einmal ein Vorstellung, wie gewissenhaft man gehandelt hat. Bloß wollen einige Leute es nicht wahrhaben. Das einzige was man noch vor Nahen der Russen weggebracht hatte war ein Restbestand, der im Gaueinsatzstab gelagert war. Das war aber auch alles. Da ist das Ziel auch bekannt.

    Lese dir bitte die Akten durch, dann bist Du klüger.

    Deine Worte: Das heißt, das Kunstgüter nicht optimal verlagert wurden. Ende Zitat.

    So geht es aber nicht. Damit legst Du dir nur etwas zurecht, was zu deiner These passt, aber so nicht stimmt.

    MfG

    Conny
    Geändert von Conny (29-05-2010 um 02:16 Uhr)

  6. #6
    Stammuser Avatar von Conny
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    Standard AW: Depots

    ...und zum Schluss noch; einmal verlagert, halber Verlust. Sagt wohl alles. Der Klimawechsel ist der Faktor für die Schäden, selbst wenn man im Bergungsdepot fast gleiche Bedingungen des Raumklimas geschaffen hatte. Man muss nur in den Unterlagen nachlesen, mehr nicht. Alles fein säubelich notiert. Erspart das Spekulieren.

    MfG

    Conny

  7. #7
    Gast Avatar von Geo-Klaus
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    Standard AW: Depots

    Ich glaube hier möchte ganz einfach die Erfurter Fraktion nicht verstehen, daß Welten zwischen Theorie und Praxis im Zeitfenster 1945 bestehen.
    Wenn man von Unterlagen schreibt ist dies natürlich nur in diesem Zeitraum als Denkmodell anzusehen.
    Es wurde gerade im April 1945 willkürlich abgestellt. Ein Depot muß nicht immer der Tonnenideologie unterliegen. Auch eine LKW-Ladung ist eine Verlagerung in ein Depot.
    Da muß ich immer an das Depot Stützerbach denken. Auch hier war es eine Zwischeneinlagerung in ein kurzfristig geschaffenes Depot welches durch den RAD vorbereitet war (Mundlochsicherung). Auch hier war es ein ehemaliger Bergbaustollen. Nicht weit entfernt nahe Gabelbach zwei weitere kleine Depot.

    Die Auswahl erfolgte also auch hier nicht entsprechend festgeschriebener Vorgaben.Trotzdem, ich hätte wie viele andere User bestimmt Interesse wenn uns die Erfurter Fraktion mal an einem Beispiel Dokumente zeigt, die seine These 1945 ab/im April belegen.

  8. #8
    Stammuser Avatar von Ingwer
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    Standard AW: Depots

    @Conny,

    Es ist falsch zu behaupten, dass beim Näherrücken der Front weggeschafft wurde. Ein Blick in die Depotaklten genügt. Es wurde grundsätzlich das an Depots genutzt, was auch den Anforderungen entsprach.
    Das ist soweit auch mein Wissensstand!

    Infolge der Bombardierungen sind die Bestände woanders zwischengelagert worden. Ob dies nun Alles an Kunst
    betraf, ist wohl fraglich. Zumindest die wertvollsten Dinge hat man in Sicherheit gebracht.

    @Geo-Klaus,

    Wie ein Maler dazu kommt, Gemälde zu restaurieren, ist nicht nur zwei Restauratoren, sondern auch mir ein Rätsel.
    Um ein beschädigtes Gemälde instandzusetzen , muss man schon mehr wissen!
    Dies nur mal Nebenbei!
    Schätze gibt es Viele. Der grösste Schatz jedoch ist
    Wissen!

  9. #9
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    Standard AW: Depots

    Voß hat sich nach Kriegsende nicht um die Dresdener Sammlung als Verantwortlicher gekümmert. Das ist der Hintergrund des Briefes. Außerdem geht es nicht nur um die Dresdener Sammlung sondern auch um Linz. Die Probleme in Aussee dürften bekannt sein. Selbst dort hatte man mit Feuchtigkeit und Schimmelbildung an Gemälden zu kämpfen.
    So wie es manche wollen war es leider nicht, Conny schreibt es selbst - einmal verlagert, halber Verlust!
    Zwischen Theorie und Praxis war ein himmelweiter Unterschied, das ist Fakt. Vom Schreibtisch sah und sieht immer alles anders aus.

    Voß hatte nicht zwei sondern drei Jobs, er war Leiter der Dresdener Sammlung, Sonderbeauftragter für Linz und gleichzeitig Chef der staatlichen Gemäldesammlung Wiesbaden.

    Noch etwas. Mir geht es nicht um eine These sondern um Tatsachen und nicht um Wunsch- und Schreibtischdenken. Die Akten ergeben einfach zu viele Fragen, die mit Pauschaldenken nicht beantwortet werden können. Ausnahmen bestätigen die Regel. So ist es nun mal.

    Ich hatte mir eigentlich eine Faktenreiche Diskussion gewünscht, offen nach allen Seiten. Vielleicht überdenkt jeder noch einmal seine Vorstellung und akzeptiert Tatsachen.

  10. #10
    Stammuser Avatar von Conny
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    Standard AW: Depots

    Condor, von welchen zwei konkreten Fällen reden wir denn?
    Warst Du schon an den Akten in Dresden? Wenn nein, dann solltest Du es nachholen. In Sachsen waren es nun einmal die Wasserschäden an dem Kulturgut in PL und Cotta. Wie schon geschrieben, aber durch den Russen verursacht und nicht durch unsachgemäße Lagerung.

    Zu Linz: Die Schäden sind aber erst entstanden, als der Laden durch die gezielte Sprengung dicht war. Vorher im Füherbau waren die Gegenstäde ordentlich untergbracht. Nun schon das zweite oder dritte Mal verlagert. Das da Schäden entstanden sind ist, wohl klar.

    Zu Schimmelbildung: Es gab ganz konkrete Anweisung, in welchen Abständen die Kunstwerke, zu lüften, zu wenden usw. konservatorisch zu behandeln sind. Die Haarhygrometer die für PL bestimmt waren, sind beim Bombenangriff auf den Leipziger Hptbh. zerstört worden. Auch so etwas trug zu Schäden bei, aber keine Willkür, noch unsachgemäße Handlung der Verantwortlichen. Das ist nicht richtig, so etwas zu behaupten.

    MfG

    Conny

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