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Thema: Paul Enke und der Thüringer Wald

  1. #1
    Aktiver User Avatar von violia
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    Standard Paul Enke und der Thüringer Wald

    Soweit ich weiß stand Enke mit der Verlagerung des Zimmers in Verbindung und ich weiß , dass er in der DDR lebte .Und im Süden des Thüringer Waldes gibt es eine betrachtliche Anzahl von Kellern .
    Die wurden teilweise nach der Grenzöffnung durchsucht ; aber gefunden wurde nichts .
    Aber es gibt immer die möglichkeit Wände einzuziehen .Warum wird dort nich gesucht , wo es doch äußerst wahrscheinlich wäre dort auf etwas zu stoßen ?
    Weiß jemand ob es Baupläne solcher Keller gibt und wenn ja , Wo ?

  2. #2
    Stammuser Avatar von Conny
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    Standard AW: Paul Enke und der Thüringer Wald

    Na, die Keller gibt es auf dem gesamten Hoheitsgebeit des ehemaligen Deutschen Reiches wohl auch. Bestimmt auch noch das eine oder andere vermauerte Gelass. Bloß sehe ich keinen Zusammenhang mit dem Bernsteinzimmer? Wozu dieses Teil einmauern? Warum? Worin besteht der Sinn? Verabschiedet Euch doch endlich einmal von dem Gedanken, dass es damals so eine Bedeutung hatte, wie es erst nach 1956 dank Medien erlangte. Es war zwar Kat. 1, national bedeutsam, aber trotzdem nur als Kunsthandwerk eingestuft. Ist es so schwer nachvollziebar?

    Wenn es noch existiert, dann entweder seperate Lagerung, auch die Wahrscheinlichkeit ist gegeben, mit dem eigentlichen Transportgut untergebracht. Langsam tendiere ich zur letztgenannten Möglichkeit. Da kommt aber nur Anhydrit oder Kali und Salz in Frage. Bei Kali-und Salz muss man auch noch an doppelte Förderkörbe denken, weil die Kisten in Normalkörbe nicht hinein gepasst hätten. Bei einer entsprechend großen horizontal befahrbaren Anlage im Anhydrit konnte man dazu samt Lkw´s einfahren und den ganzen Kram entsprechend verschließen. Die Frage ist, bloß wo?

    Inzwischen habe ich mich auch von der bisher angenommen Zeit der Endlagerung verabschiedet. Dazu gibt es nämlich zwei Aussagen, die voneinander abweichen. Immerhin zwei Monate Unterschied. Sollte der erstgenannte Termin in Frage kommen, dann kann der ganze Spaß bis in die damalige Ostmark gekommen sein. Dazu gibt es wenigstens Indizien, keine Beweise.

    Das Schlimme an der ganzen Geschichte ist, dass die Ursprungsplanung auf Grund der militärischen Lage und Luftlage sich mehrfach änderte. Erst Schloss Wilhelmshöhe/Kassel, dann Sachsen und danach Zwischenstation in Thüringen. Es ist aber definitiv nicht die Endstation. Es darf weiter gesucht werden.

    Langsam sollte ich einmal eine Zeittafel aufstellen und alle Fakten und Informationen samt Hypothese dazu chronologisch darstellen. Vielleicht kommt es dabei zur zündenden Idee. Bitte nicht wörtlich nehmen.

    MfG

    Conny
    Geändert von Conny (08-05-2010 um 18:28 Uhr)

  3. #3
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    Avatar von violia
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    Standard AW: Paul Enke und der Thüringer Wald

    Zitat Zitat von Conny Beitrag anzeigen
    Wozu dieses Teil einmauern? Warum? Worin besteht der Sinn?
    Höchts wahrscheinlich war es ja nicht nur das zimmer , sondern auch ziemlich viel Raubkunst.
    Und ich denke für letzteres haben sich auch die leute damals schon interessiert.
    wer weiß was sonst noch alles mit eingelagert worden ist.vielleicht wollte man nicht , dass die dinge , die man als wertvoll erachtet , dem feind in die hände fallen.

  4. #4
    Stammuser Avatar von Conny
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    Standard AW: Paul Enke und der Thüringer Wald

    Ich kann das ganze Gerede von der Raubkunst und den Mengen nicht mehr hören. Was soll das den? Was soll noch großartig vorhanden sein? Das hätte ich gern gewußt. Zumindest ist auf Grund meines Kenntnisstandes davon auszugehen, das große Mengen über den Teich und ins weite Russland abgeführt wurden, ob durch die Behörden oder privat, ist dann eine ganz andere Geschichte. Der andere Teil befindet sich in Privatbesitz oder im Umlauf auf den schwarzen, bzw. grauen Kunstmarkt. Ein zwei Zugladungen und ein paar LKW Ladungen mögen auch noch, wo auch immer schlummern, von Museumsdepots einmal ganz abgesehen. Ach, die zuständige OFD habe ich vergessen, in die Überlegungen mit einzubeziehen. Auch Behördenräume zieren ev. noch Bilder aus alter Zeit. Das war es dann auch schon. Keine guten Aussichten für die Suchergemeinde. Der Teil, der in Ostdeutschland lagerte ist wohl durch Licht und anschließende Verwertung weltweit für Äpfel und Einer verhöckert worden, die alten Inhaberaktien inbegriffen. Zumindest hoffe ich, den einen Transport im Kyffhäuser/Harz noch vorzufinden. Bloß schwindet auch hierbei meine Hoffnung.

    MfG

    Conny

  5. #5
    Stammuser Avatar von Ingwer
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    Standard AW: Paul Enke und der Thüringer Wald

    @Conny,

    Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass Kunst/Kultur mit Werten
    zu tun hat.
    Und gerade deswegen gab/gibt es mit Sicherheit Interessenten dafür.

    Die Liste der Fehlbestände ist bekannt. Die Möglichkeiten der
    "Kunstgilde" sind enorm! Da sollte man nie unterschätzen.

    Selbst wenn Jemand aus diesem Bereich ein Schmuckstück besitzt,
    würde er nie damit an die Öffentlichkeit gehen. Das gilt auch
    für andere Kunstwerte, egal, wo dies ein anderes Zuhause haben.

    Auch Museen zeigen nicht Alles, was sie haben.

    Und was um 45 herum in Bewegung war, (von Hier nach da) und
    warum auch immer, wird in der Regel ein Geheimnis bleiben.

    Einlagerung?

    Dann ist es nicht sehr viel, was übrig blieb!
    Geändert von Ingwer (08-05-2010 um 20:35 Uhr)
    Schätze gibt es Viele. Der grösste Schatz jedoch ist
    Wissen!

  6. #6
    Stammuser Avatar von Conny
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    Standard AW: Paul Enke und der Thüringer Wald

    Genau so sehe ich es auch. Wenn, ist es nicht mehr viel, was übrig bleibt. Zumindest schlummert noch ein kirchlicher Goldschatz im Berg, besser Schachtanlage. Bloß wo, ist die Frage. Ich kann zwar sagen in welchem Mineral, aber das war es auch schon. Nicht gerade erbauliche Möglichkeiten die Spur zu verfolgen. Dazu müsste ich sämtliche Grubenbetreiber, der damalige Zeit die in Betracht kommen anschreiben, sie dazu noch bitten, ihre Archivebstände durchzusehen und nachzusehen, ob drei Personen, darunter der mir Bekannte in den Schacht eingefahren sind, bzw. ob aus den Akten der Grubenverwaltungen oder Bergämter ersichtlich ist, wo der gute Mann Unterlagen eingesehen hat. Ich möchte sogar soweit gehen, die Suche auf vier heutige Bundesländer zu beschränken. Immer noch genug. Eine weitere Möglichkeit sehe ich, dessen Nachkommen zu bitten, im überlieferten Schriftgut nachzusehen und eine wahrscheinliche Einschränkung auf Grund einer Überlegung vorzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit ist dabei hoch, den Schacht zu finden.

    Es setzt aber vorraus, bestimmte Angaben aus Akten oder aber von seiner Familie zu erhalten. Ohne diese geht die Einschränkung nicht. Dann würde ich sagen, ich weiß an welchem Ort ich suchen muss.

    Ein ordentliches mit notwendigen Vollmachten ausgestattetes Rechercheteam und der Erfolg wäre gegeben. Ansonsten mühselig und langwierig und wer soll es machen? Dazu wegen so einem Kram.

    MfG

    Conny
    Geändert von Conny (08-05-2010 um 21:47 Uhr)

  7. #7
    Stammuser Avatar von rak64
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    Standard AW: Paul Enke und der Thüringer Wald

    Zitat Zitat von Conny Beitrag anzeigen
    Inzwischen habe ich mich auch von der bisher angenommen Zeit der Endlagerung verabschiedet. Dazu gibt es nämlich zwei Aussagen, die voneinander abweichen. Immerhin zwei Monate Unterschied. ...
    Langsam sollte ich einmal eine Zeittafel aufstellen und alle Fakten und Informationen samt Hypothese dazu chronologisch darstellen. Vielleicht kommt es dabei zur zündenden Idee. Bitte nicht wörtlich nehmen.
    Ist Dir schon ein Schnittpunkt der beiden Produkte bekannt? Oder andersherum, wer war der Letzte der das Zimmer mit eigenen Augen gesehen hat, nicht nur die Kisten. Also kann man nicht sicher vom gleichen Lagerungsort ausgehen. Eher ergibt das keinen Sinn.
    Sinn ergibt ein Beweis der faktischen Macht, d.h. der Nachweis so einen Deal durchzuziehen zu können und es zu dürfen. (Meine Beweis/Übergabe zu Beginn der Verhandlungen) Der alte Mann sah ja in seinem Bunker (fest), war eh politisch keine Option mehr. Anderseits war die Zerteilung Dt. in Kleinstaaten noch nicht hundertprozentig vom Tisch. Vielleicht haben sich auch einige an diese Option geklammert, weil die die einzige Überlebensoption war. Und wieso sollte man alle Optionen auf einmal aus der Hand geben?

    Somit kämen nur seine Paladine in Frage. Frei bewegen konnten sich nur 2 Gruppen. Schau dir doch mal den Putsch an, wer gegen wen?
    Ich sehe in Ostmark und Ostsee keinen Widerspruch, eher 2 Seiten der gleichen Medaille. So könnte man Bornholm verstehen.

    LG rak64

  8. #8
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    Standard AW: Paul Enke und der Thüringer Wald

    Hallo Rak, deine Überlegung ist nicht nur nachdenkenswert. Sie ist sehr gut. Zumindest gehe ich von einer Stücklung von sechs Teilen des Ganzen aus. Wir hatten uns ja darüber schon einmal darüber unterhalten. Ich erinnere an die zwei Örtlichkeiten. Ob wieder Zufall oder Tatsache, muss sich erst zeigen. Dann würde Bornholm ebenfalls Sinn machen.

    Der Ursprungszweck des eigentlichen Transportgutes fiel ja nun weg, weil man es nicht in die Luft bekam. Die Gründe sind ja bekannt. Dann könnte der Schickedanzplan nun doch einen Sinn ergeben. Unser Faustpfand für Verhandlungen, Hauptsache, es findet sich kein Schweinehund, der es verrät usw. Der Tenor war so in etwa sinngemäß als handschriftliche Anmerkung. Wenn ich dazu die Verhandlungen des Dr. Kleist mit den Russen nehme, so würde es sinnvoll erscheinen.

    Nach wie vor die zentrale Frage, wann erfolgte die Entscheidung? Vor dem 28.03.1945 oder erst danach. Die einzelnen Transporte lassen sich nur sehr schwer, auch nur nur an Hand magerer Informationen und Indizien verfolgen. Ständig tauchen dabei die beiden Begriffe Heilig Kreuz und Schneeberg auf. Allerdings sind es zu viele Zufälle, die damit in Verbindung stehen. Dass wir es mit zwei Gruppen zu haben, die ihr Fell jeweils dadurch zu retten versuchten, in dem sie mit jeweils einer Seite des Feindes verhandelten, dürfte ja nun bekannt sein.

    Die wirklich alles entscheidende Frage, welche Seite bevorzugte Bormann? Ohne den Mann, wäre nichts machbar gewesen. Nur über Bormanns Leiche wäre es gegangen. Zur letzten Besatzung des Führerbunkers gehörte GruF Müller. Seine Leute zeichneten auch für die Hausdurchsuchung bei Diebners verantwortlich. Man wollte ihn verhaften um ihn zu erschießen. Graue schickte in Abstimmung mit Schellenberg bzw. Kaltenbrunner den SD los, um die die Truppe aus Stadtilm abzukarren. Dabei mit der Angst versehen, von der Gestapo erwischt zu werden. Das klingt glatt nach Hochverrat.

    MfG

    Conny
    Geändert von Conny (09-05-2010 um 18:03 Uhr)

  9. #9
    Stammuser Avatar von Conny
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    Standard AW: Paul Enke und der Thüringer Wald

    Was sagte Effenberg? Die Stasi mit ihren ganzen politischen Scheiß. Richtig!

    Der Schickedanzplan sollte das Bernsteinzimmer und Kulturgüter aus den ehemaligen besetzten Ostgebieten betreffen, die man als Faustpfand für Verhandlungen benutzen wollte. Das ist doch geradezu lächerlich. Es waren hauptsächlich Kulturgüter der russisch- orthodoxen Kirche. Darüber hätte man doch nicht mit dem Russen verhandeln können.

    …und nun kommt der Witz an der Sache. Wie wollte denn Schickedanz und Co. über diese Güter verhandeln, wenn er darüber gar nicht verfügte? Nach Auflösung des ERR war doch die Parteikanzlei mit dem Abwicklungsstab zuständig.

    Allerdings haben nun einmal der Reichs Außenminister und Rosenberg über Dr. Kleist mit dem Russen verhandelt und das Ganze wurde von Himmler durchkreuzt. Sehr seltsam. Da ging es wohl nicht um Kulturgut.

    ...und all diese Fakten sind der Stasi verborgen geblieben, eben, wegen deren Engstirnigkeit.


    MfG

    Conny

  10. #10
    Aktiver User Avatar von Samuel
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    Standard AW: Paul Enke und der Thüringer Wald

    Zitat Zitat von Conny Beitrag anzeigen
    ... Langsam sollte ich einmal eine Zeittafel aufstellen und alle Fakten und Informationen samt Hypothese dazu chronologisch darstellen. Vielleicht kommt es dabei zur zündenden Idee. Bitte nicht wörtlich nehmen. MfG Conny
    Das hast Du noch nicht gemacht? Wie strukturierst Du denn Deine umfangreichen Daten? Wie machst Du die Daten recherchierbar? Es wäre nett, wenn Du antworten würdest, interessiert mich wirklich.

  11. Folgender Benutzer sagt Danke zu Samuel für den Beitrag:

    tom25 (19-05-2010)

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