Ich hab' die Story zwar schon irgendwo mal geschrieben, aber einmal mehr schadet nicht:
Lang ists her, noch in den 90ern. Ein Besuch von BARBE bei Hasslach stand an. Ich stand damals bereits lange in Verbindung zu einer IG die dort in den Stollen eine Art Museum aufbauen wollte, etwa analog Mittelwerk Besucherstollen. Allerdings konnte dies nicht realisiert werden da kein Finanzier gefunden wurde. Heute erinnert eine Gedenktafel an "Barbe".
Häftlinge mussten hier Stollen in den Fels treiben, die eine Ìndustrieverlagerung aufnehmen sollten. Wie so oft wurde das Projekt aber nicht beendet. Lediglich Fundamente und einige Bauten wurden innerhalb der unterirdischen Anlage fertiggestellt.
Der erste Besuch war insoweit einfach, als wir einen eigenen Schlüssel für das Gitter des einzig verbliebenen Zugangs über den Wasserstollen hatten. Bis zur Hüfte im Wasser mußte man sich dann ca. 150 Meter weiterbewegen. Hier am Ende des Stollens ging es hoch zur "zweiten Etage"... und zwar über eine extrem steile (schräge) Felswand die etwa 6 oder 7 Meter hochreichte... und von wo uns das ablaufende Wasser durchnäßte beim hochsteigen.
"Oben" dann kam man in einer Halle heraus, in der die besagten Fundamente und eine Backsteinbaracke standen. Hier war alles standfest... über eine durch die Sprengung entstandene Schüttung konnte man sozusagen oben an der Decke ins nächste System "rutschen"... und das war gar nicht lustig, hier reichte bereits lautes Husten oder sachtes an die Wand klopfen, um die äußere Schicht des Gesteins abzulösen (Amphibolit). Hier steckten noch Bohrer in den Wänden, eine Lore stand da und die Spuren von Schmalspurgleisen und deren Reste war zu begutachten. Hier waren wir auch sozusagen auf der "Rückseite" der Hauptsprengung.
Es folgten weitere Begehungen. Bei einer der letzten war dann das Schloß der Gittertür endgültig verrostet. Und das "drunterdurchtauchen" gelang zwar... allerdings klatschnass bis auf die Knochen.
1: Da ging das Tor noch auf
2: "Aufgang" zur oberen Etage mit entgegenkommendem "Wildbach"
3: Im Inneren
4 und 5: Fundamenreste im Wald
6: Die Sprengungsstelle von außen ...
7: Plan
Nachdem der Amphibolit beim ersten verfehlten Versuch seine Härte und Zähigkeit unter Beweis gestellt hatte, musste im April eine weitere Sprengung der Stollen mit 74 Tonnen Sprengstoff vorgenommen werden. Die Detonation wurde von verschiedenen Erdbebenstationen in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz zur Erdbebenkunde und Erforschung der Erdkruste ausgewertet. Siehe auch hier Bild







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