Kaliningrad. Die Ausgrabungsarbeiten in den Kellern des Königsberger Schlosses stehen offenbar vor dem Aus. Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL stellt die Finanzierung ein. Ein Rückschlag auch für den Schlosswiederaufbau.
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Kaliningrad. Die Ausgrabungsarbeiten in den Kellern des Königsberger Schlosses stehen offenbar vor dem Aus. Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL stellt die Finanzierung ein. Ein Rückschlag auch für den Schlosswiederaufbau.
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Ist das der einfluss des Georgien-Konflikts?
Sollte das der erste schritt zruück in
die zeit d. "Kalten Krieges" sein? Die dt/russ
Zusammenarbeit schien doch dort ganz gut zu sein.
schade wenn sie sich wieder behindern anstelle
unterstützen.
und gleich noch eine Frage dazu:
hat jemand mal gehört was aus
dre sache mit dem Gang unterm pregel
geworden ist?
Theo
Der Spiegel hat sich (laut einem Gespräch mit einem zuständigen Mitarbeiter dort) einfach mehr von den Grabungen erhofft. Man hat sich von der Möglichkeit, das BZ oder andere wertvolle Dinge dort zu entdecken, blenden lassen. Die Russen haben hier (im Hinblick auf den strömenden Geldsegen) die Aussichten etwas zu rosig dargestellt und falsche Hoffnungen erzeugt.
Ergänzungen und Nachbetrachtungen zu Post #111 von Conny
und Post #112Der Grundriss des Raumes neben den Louvis Corinth Saal war geringer als in Zarskoje Selo, daher wurden Teile im Keller gelagert, die beim Bombenangriff verbrannt sind.
MfG
Conny
Ich habe mir aufgrund von Zufallsfunden noch einmal Gedanken zum Verlust gemacht und bin dann zu der Überzeugung gelangt das ungefährt ein Drittel des Bernsteinzimmers im Königsberger Schloss verbrannt(?) ist.Das erklärt einiges, dann sind aber ein paar der besonders schönen Paneele zum Teufel gegangen. Wirklich schade !
Mit freundlichen Grüßen
Methusalem
Das sind zum einen ein paar Spiegelelemente - die ich nicht als sonderlich wichtig erachte -, desweiteren ca. zwei oder drei von den breiten Paneelen und, was weitaus gravierender ist, der komplette obere Deckenfries.
Vielleicht noch ein oder zwei von den schmaleren Paneelen was aber eher unwahrscheinlich ist da Diese aufgrund der Raumgröße im Königsberger Schloß vermehrt zum Einsatz kamen.
In Kisten verpackt wären das schon ein stattliche Anzahl von Behältnissen. So nun zu meiner Überlegung:
Da man bei einem so alten Schloß von relativ schmalen und niedrigen Kellerzugängen auszugehen hat und die breiten Paneele, in Holzverschlägen verpackt und dadurch eine Größe erreichen die man nicht einfach durch eine Kellerluke schiebt, komme ich zu der nächsten Schlußfolgerung.
Es muß eine bauliche Veränderung des Kellerzuganges stattgefunden haben. Am einfachsten wäre es gewesen eine Art Eisendeckel-Luke mit seitlicher Führungsschiene zur Verlängerung der Kellerdecke (die natürlich erst einmal zurück gebaut werden muß) einzubauen.
Am Ende der Schiebeluke werden die Türen installiert so dass der Kellerraum eine geschlossen Einheit bildet. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht und läßt sich in wenigen Tagen einbauen.
Darüberhinaus bietet diese "Vorrichtung" auch eine Art Feuerschutz, und nun schließt sich der Kreis, der zumindest teilweise ein Übergreifen v. Feuer verhindert.
Wenn ich jetzt noch zugrunde lege das die Kellerräume an sich schon nicht groß waren und aufgrund dieser Problematik die kleineren Kisten u. Behältnisse in einem "normal" zugänglichen Raum gelagert wurden ergibt sich daraus auch die Diskrepanz zwischen den Aussagen der Fr. Liesel Amm von den verkohlten Überresten welche sie gesehen haben will und der Aussage des Herrn Rhode wonach das Bernsteinzimmer unbeschadet geblieben sein soll.
Kommen wir jetzt noch auf die Aussage zurück wonach Sowjet-Soldaten die verbliebenen Kellerzugänge aus lauter Frust - weil nichts verwertbares mehr vorhanden war ? - gesprengt haben. Oder rührte der Frust gar daher weil man den speziell hergerichteten Keller mit seinem "Eisenverschlag" nicht öffnen konnte und es mit Sprengstoffe versucht hatte. Wen dabei die Eisenluke aus der seitlichen Verankerung gerissen wurde wäre ein Zugang zum dahinterliegenden Keller so ohne weiteres nicht mehr möglich gewesen.
Meine Betrachtungen zur Erweiterung des Kellerzugangs entspringen zugegebenerweise meiner Phantasie da es hierfür keinerlei Beweise oder Aussagen von beteiligten Personen gibt, dessen ungeachtet entbehren diese Überlegungen jedoch nicht einer gewissen Logik.
Eigentlich schade das man das Gelände nicht auch mit tiefgehenden Metallsonden untersucht hat. Aber vielleicht macht das ja noch einer.
Mit freundlichen Grüßen
Methusalem
P.S. Abschließend noch ein Gedankengang zur Verpackungstechnik der Paneele. Um einen unbeschadeten Transport zu ermöglichen hat man wahrscheinlich um die Paneele Holzrahmen gefertigt mittels dessen das Transportgut in der Kiste festgekeilt wurde. Ansonsten wäre ein halbwegs sicherer Transport gar nicht möglich gewesen oder aber nur im Schritt-Tempo.
Nochmals an dieser Stelle: alles nur tiefergehende Gedankengänge meinerseits
Hallo Methusalem,
die Kisten waren Verschläge mit einer festen, dazu stabilen Rückseite versehen. Zum Transport wurden die Paneele mit ihren alten Metallzwingen an der Rückseite befestigt. Dazu wohl noch entsprechendes Verpackungsmaterial zum Schutz. Dass mit dem Teilverlust und der Aussage von Liesel Amm habe ich schon seit Jahren propagiert. Ein Drittel des BZ war es jedenfalls nicht, was verbrannt ist. Es waren ganze sechs Elemente. Die Spiegel waren im anderen Depot mit den Teilen, die im Saal in Königsberg aufgebaut waren.
...und woraus schließt Du, dass der Deckenfries im Keller in Kbg. lag? Das Parkett war auch nicht in Kbg. verlegt.
MfG
Conny
Geändert von Conny (04-03-2011 um 16:09 Uhr)
Ach ja, ich kann sogar exakt benennen, welche Teile verbrannt sind. Nur werde ich es an dieser Stelle nicht tun. Es kommt dann im Buch. Ein wenig Neues muss ja schließlich sein, wenn ich das Zimmer noch nicht gefunden habe. Henry Hatt wird wohl doch noch beim Buchprojekt mitmachen. Dann geht es ein wenig schneller.
Übrigens vergessen. Methusalem hat eine Nase wie der beste Spürhund. Das Teil ist nicht mit Gold aufzuwiegen. ...und Journalisten scheinen blind zu sein. Dass kommt hinzu.
Off Topic: @Manfred: Hoffentlich packt dein Mailfach 8,54 MB tiff Datei.Die drei Grafikseiten des BZ sind auf einer Datei. Es ist eine Panoramagrafik für den Modellbogen. Den Rest mache ich in den nächsten Tagen fertig, die Deckengemälde, Kartuschen, den Fußboden noch fertigstellen und natürlich die Fensterfront. Dass ist aber kein Problem mehr. Da habe ich allein über einhundert Stunden daran gearbeitet, incl. Fußboden.
MfG
Conny
Geändert von Conny (04-03-2011 um 17:51 Uhr)
Hallo Conny,...und woraus schließt Du, dass der Deckenfries im Keller in Kbg. lag?
ich bin einfach davon ausgegangen das die nicht verwendbaren Teile originalverpackt in den Kellerräumen deponiert wurden. Mir war nicht erinnerlich das es noch ein zusätzliches (externes?) Depot gab.Wenn sie erhalten geblieben sind, umso besser denn der obere Fries ist das Tüpfelchen auf dem "i".
Zu Schimmelmann: Habe da, abgesehen von allgemein bekannten Info´s,noch das eine oder andere von dem "netten Herrn" gefunden. Ob es von Bedeutung ist weiß ich aber noch nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Methusalem
Hallo Methusalem,
der Haken ist der, dass die Teile die nicht zur Aufstellung kamen originalverpackt im Keller standen. Nun kommt es zum Brand in der Antibolschewissmus Ausstellung und es legt sich ein Belag durch den Rauch auf die Täfelung. Sie wird demontiert und luftschutzsicher außerhalb deponiert. Ja, aber an die Kisten hat kein Mensch mehr gedacht.
Also an Schimmelmann, Merz, Prützmann, Ebrecht, und Hartl bzw. Partl bin ich immer interessiert. Ganz großes Interesse würde ich sagen.
MfG
Conny
Geändert von Conny (04-03-2011 um 20:49 Uhr)
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