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Thema: Kunstguttransport

  1. #1
    Titel selbst wählen Avatar von Condor66
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    Standard Kunstguttransport

    Auffällig ist immer wieder, dass Kustgutverlagerungen von an die Partei angegliederten Organisationen wie NSFK oder NSKK getätigt wurden. Das mag zum Teil am vorhandenen noch relativ frei verfügbaren Fuhrpark und Treibstoffkontingente gelegen haben.

    Leider habe ich diesbezüglich noch keine generellen Anordnungen gefunden, nur Einzelbefehle.

    Gibt es dazu etwas?

  2. #2
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    Standard AW: Kunstguttransport

    Nur eine Vermutung...

    Die Organisationen unterstanden der Gauleitung (vermute ich mal). Diese war für die ordnungsgemässe Abwicklung zuständig und stand irgendwann vor der Entscheidung : make or buy

    Make - Organisation der Partei übernehmen Transport
    Buy - Externe Vergabe an Spediteur

    Conny hat mal irgendwo geschrieben, dass es diese externe Vergabe auch gab.

    Mit anderen Worten - Verantwortung wurde an Gauleitung delegiert, konkrete Abwicklung lag im Ermessen der Gauleitung, bei vorhandener Kapazität hat mal wohl auf parteinahe Organisationen zurück gegriffen.
    Geändert von Kracher (28-04-2008 um 17:09 Uhr)
    Янтарная комната

  3. #3
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    Standard AW: Kunstguttransport

    Gibt es da etwas Schriftliches?

  4. #4
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    Standard AW: Kunstguttransport

    Zur Verantwortung der Gauleitung bestimmt die grosse Luftschutztagung ;-)

    Nein, im Ernst, es gab wohl Planungen hinsichtlich der Verantwortung bestimmter Gaue für bestimmte regionale Güter.

    Was die Kompetenz des Gaus über die Organisationen angeht, keine Ahnung, gabs da Parteirichtlinien ? Parteikanzlei ? Anordnungen, Verfügungen könnten ja im Idealfall aus den 30er Jahren stammen.
    Янтарная комната

  5. #5
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    Standard AW: Kunstguttransport

    >> grosse Luftschutztagung

    Hat sich einer mal die Mühe gemacht und die Protokolle dieser Tagung angesehen?
    Von "Ordnung" zu sprechen ist wohl bissel übertrieben

  6. #6
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    Standard AW: Kunstguttransport

    Bitte verwechselt nicht die Gauleitung der NSDAP mit dem Gau Einsatzstab der Statthalter und Reichs Verteitigungs Kommissare. Ja, dass sind zweierlei Schuhe.

    Der Gau Einsatzstab zeichnet im Gau als Entscheidungsgremium für den Reichsstatthalter/RVK (Ministerpräsident/Oberpräsident) verantwortlich. Die gaben durch den NVB die Kontingentsscheine für Sprit und Generatorholz aus. Transportiert wurde grundsätzlich auf Befehl des RMfRuK, Speer und seinem unterstellten Transportdienststellen. Der NVB ist so eine Zwitterdienststelle, die fast ausschließlich vom zuständigen RB Präsidenten des Gaues geleitet wurde. Zum Schluß war es die Zentralstelle für Räumgut in Berlin (m.E. in Halensee oder Schlachtensee). Müsste ich nachsehen.

    Der Flüchtungsgau wurde grundssätzlich durch Anfrage beim zuständigen LGK III/IV laufend festgestllt. Das konnte sich kurzfristig ändern. Die große Luftschutztagung in der RAfLS in 42 in Bln. gab grundsätzlich vor, nur in geeignete Bergungsorte zu verlagern. Im Klartext, wenig oder nicht gefährdet. Das ist auch der Grund warum so viel jenseits Oder und Neiße geschafft wurde, weil es weit ab von allíierten Bombenangriffen lag.

    So, nun der obligatorische Hinweis, wenn man sich die grundsätzlichen Fragen beantworten kann, dann ist man klüger. In meinem Buch werde ich in hoffentlich angenehm lesbarer Form diese gesamten Sachverhalte ausbreiten. Nur trocken aufbereitet für wenige Interssierte bringt ja nichts. Da bekommt man sonst eine Staublunge beim Lesen. Hat man sich mit dem Thema richtig vertraut gemacht, dann ist auch in der Lage, bestimmte Sachverhalte im Voraus als nicht zutreffend abzutun.

    Allerdings missfällt es den Personen, die mit viel Mühe und Aufwand einer Fata Morgana nachgelaufen sind. Plötzlich stellen sie fest, dass es absolut nicht stimmt, was sie sich im Laufe der Zeit zusammengepuzzelt haben. : ) So sieht es aus. Nichts war, wie man es gern hätte.

    MfG

    Conny
    Geändert von Conny (20-04-2010 um 20:38 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Kunstguttransport

    Zu Condors Ausführung:

    NSFK war nie der NSDAP angegeliedert, nur von ihr betreut. Es war eine Einrichtung des RLM, Göring. Nächster Punkt. Der RMfRuK, Speer, war zuständig für die gesamte Rüstung und mit seinem Transportdienststellen (teilweise noch aus alten OT Zeiten) für die materielle Sicherstellung der Truppen zuständig. Dass er zusätzlich noch ab 01.03.1944 die gesamten Transporte des Jägerstabes über seinen Transportchef, GruF Nagel vom NSKK und des nachmaligen Rüstungsstabes inne hatte, ist der Grund warum er zuständig war. Das gesamte Transportwesen war dadurch den Anforderungen des totalen Kriegsensatzes untergeordnet.

    MfG

    Conny

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