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Thema: Eduard Hermes

  1. #26
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Ich kenne nur den Steinbrecher in der Kiesgrube in Bittstett.

    MfG

    Conny

  2. #27
    Avatar von hurryup
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Kann man eigentlich heute noch herausfinden,wo welche STRABAG Arbeiter von Mai '45 bis sagen wir 1950 eingesetzt waren. Denke da an wenigstens Eduard Hermes und Paul Reimer.. und alle sonst noch nicht gefundenen oder erwaehnten OT Leute,die moeglicherweise in den umliegenden Gemeinden einquartiert waren und nach Kriegende in Thueringen verblieben.

    Abgesehen von den mehr oder weniger bekannten Aussagen kann ich mich an folgende Aussagen erinnern:

    1. Ein Woelfiser Forstarbeiter,der bis Ende der 80er Jahre in ganz Thueringen gearbeitet hatte,sprach mir gegenueber davon,dass man ueberhalb der Stollen sehr vorsichtig sein muesste,um nicht in die Schaechte hineinzufallen. Auch sprach der davon als Kind durch einen solchen Schacht hineingeklettert zu sein und grosse Hallen gesehen zu haben. (man koenne natuerlich argumentieren dass fuer einen 10 jaehrigen Jungen ein 6 Meter breiter und 80 Meter langer Stollen eine ziemlich grosse Halle war..)
    2. Ein Traktorist der LPG Woelfis sprach mir gegenueber davon, von seinem Traktor aus auf dem UE-Platz Russische (Berge)Panzer gesehen zu haben, die mit Stahltrossen eine grosse, horizontale Eingangstuer verschoben ,und sah danach LKW's an der Stelle einfahren. Bemerkt haette er ausserdem,dass sich zusammen mit den Panzern auch die Baeume dahinter bewegten,was er als eine groesse,mit Baeumen bepflanzte und getarnte (Roll)Tuer interpretierte.
    3. Ein Kollege meines Vaters aus Zella Mehlis sprach davon, noch in den 80er Jahren <in den Stollen> gewesen zu sein und grosse Hallen gesehen zu haben.
    4. Eine Tante von mir erzaehlte immer wieder die Geschichte eines Woelfiser Jungen,der Anfang der 50er Jahre von Gossel zurueck nach Woelfis lief und im Randbereich des Jonastals beinahe in einen senkrechten Betonschacht gefallen waere. Er haette dann einen grossen Stein hinuntergeworfen und nach geraumer Zeit einen sehr tiefen und dumpfen Aufschlag gehoert.

    Generell war es in den 80er Jahren in Woelfis ein weiterverbreitete Meinung,dass:
    1. Das Jonastal ein FHQ war
    2. Alles fertig war,mit Fliesen,verkleideten Waenden und Strom/Licht
    3. Die Russen etwas weiternutzten
    4. Man mit LKW's von <hinten> hineinfahren konnte/kann
    5. In der Muna um die 2000 KZ Haeftlinge verscharrt wurden (bis hin zu Details wie "habe um 1950 herum einen skelettierten Arm aus der Erde ragen sehen,an dem noch eine Armbanduhr war") Eine Uhr haette ein Haeftling wohl nicht gehabt,und ein SS Mann waere nach seiner Liquidierung sicherlich um seine Uhr erleichtert worden,das ist meine Meinung..

    Zurueckblickend kommt es mir so vor,als ob alles was der Durchschnitts-Woelfiser wusste oder zu wissen glaubte,moeglicherweise mehr oder weniger auf Paul Reimer und Eduard Hermes zurueckging,und kaum einer oder keiner eigene Erlebnisse oder Erfahrungen hatte,diese Behauptungen zu untermauern..
    Geändert von hurryup (01-04-2011 um 02:43 Uhr)

  3. #28
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Ganz kurz: Die STRABG gibt es nach wie vor. Nachfragen, ob Material der Arbeitseinsätze vorhanden ist. Weimar Staatsarchiv und bei der BVA anfragen, ob noch Versicherungsunterlagen vorliegen.

    Ansonsten, die Geschichten ähneln sich. Da ist viel von Einen zum Anderen überliefert worden. Tja, was ist die Warheit?

    MfG

    Conny

  4. #29
    Avatar von Alpha
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    Standard AW: Aussage Hermes

    @hurryup

    Danke für Deine Hinweise zum Thema.
    Was mich nur total verwirrt ist die Tatsache das die Aussage von Deinem Großvater gegenüber der Stasi überhaupt nicht zu dem
    passt was er Deinem Vater erzählt hat???
    Ok ,den Genossen muss man ja nicht alles erzählen:-)))
    Wichtig wären die Punkte zur Zufahrt über den Platz.
    Er durfte ja laut seiner Aussage nicht in andere Baustellenbereiche.
    Wann hat er also von den Zufahrten von "hinten" erfahren?
    Hat er sie selber gesehen oder auch nur davon gehört?
    Kannst Du dazu noch was sagen?

    Gruß Andreas

  5. #30
    Avatar von hurryup
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Hi Andreas

    einige Dinge geben mir zu denken:

    Als (zahlendes) Mitglied der KPD seit 1919 haette ich fuer ihn ab 1933 ziemlich grosse Probleme erwartet. Nicht erwartet haette ich seinen Einsatz bei geheimen Bauvorhaben.. In seiner Aussage verneinte er die Frage,ob er noch weitere Leute kenne,die an dem Projekt mitgearbeitet haben. Er verschweigt ganz offensichtlich seinen "alten Kriegskameraden" Paul Reimer. Die Sache mit den LKW Zufahrten wurde im Zusammenhang mit Material-Anlieferungen erwaehnt,wenn ich mich recht erinnere. Interessant allerdings fand ich auch,dass die Befragung durch die Stasi einen Ausflug in den Jonastal-Bereich beinhaltete (die Aussagen dazu gehen innerhalb der Verwandtschaft auseinander,irgendwo zwischen einem ganzen Tag bis hin zu 4 oder gar 5 Tagen) Ich wuerde daher in den Stasi-Unterlagen mehr Details erwarten,wenn es solche Unterlagen gibt..Ausserdem kann ich ich mich sehr ganu an die Aussage meiner Oma erinnern,als ich sie fragte,was Eduard nach dem Krieg gemacht habe. Die Antwort war: Beim Strassenbau im Jonastal. Ich erwiderte,dass die Strasse sicherlich nicht Jahre der Wiederherstellung bedurfte nach dem Krieg..Sie war sich aber sehr sicher,dass es das Jonastal war,und dass er jeden Abend von der Arbeit nach Hause kam,also nicht auf Montage ging. Jahre spaeter war er wieder auf Montage.. Eine Idee dazu waere die: Er koennte fuer die Russen am fortgesetzten weiteren Ausbau der/einer Anlage gearbeitet haben,und kam entweder mit der LKW Zufahrt in Kontakt,oder aber hat fuer die Russen an der Erschaffung einer solchen gearbeitet..?? Wuerde auch tarnungsmaessig Sinn machen:Man sprengt die alten Eingaenge im oeffentlich zugaenglichen Teil des Tales , erklaert das Projekt fuer tot und erschafft neue Zugaenge vom Sperrgebiet(TUEP) aus,oder aber baut eine bis heute nicht gefundene Anlage weiter aus. Wenn dann Jahre spaeter LKW Zufahrten im Jonastal erwaehnt wurden,heisst dass ja nur,dass es welche gab,nicht aber dass die zu den bekannten Stollen fuehrten. Wenn man an die uebliche Geheimhaltung denkt,koennte sich sogar folgendes Bild ergeben: Eduard arbeitete bis April 45 fuer die OT an den Stollen,hat aber nur sehr limitierten Zugang. Von August '45 an arbeite er fuer die Russen an einer LKW Zufahrt vom TUEP her und hat wiederum nur sehr limitierten Zugang. Nun liegt es ja nahe dass er schlussfolgert,dass die LKW Zufahrt zu den <alten> Stollen fuehren..?? Viele Fragen,noch mehr Spekulation und sehr wenig Antworten,wie immer

  6. #31
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Hurryup,
    hast Du einmal im BDC und in der WaSt nachgefragt. Einfach Namen, Geburtsdatum und Geburtsort angeben und fragen, was an Material von deinem Opa vorliegt. Die Vita deines Opa missfällt mir total. Da müsste aber den Abwehr Beauftragten des WK ein Fisch durch die Lappen gegangen sein. (Diese Mitarbeiter der Wehrkreise unterstanden als AB III der GESTAPO und wurden auch von ihr übernommen. Allerdings war es nicht ganz unüblich, dass Ex KPD Leute einfach die Fronten wechselten. Deinem Opa möchte ich nichts unterstellen, aber mehr als merkwürdig ist es schon.

    MfG

    Conny

  7. #32
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Übrigens diese fremdvölkischen SS Angehörigen in "schwarzen Uniformen" lassen den Schluss zu, dass es sich um Ukrainer handelt. Auf dem Platz waren vor der Maßnahme im Tal ja Russen (dehnbarer Begriff) im Russenlager untergbracht. Die Bewachungsmannschaft trug Wehrmachtsuniform laut Aussagen eines Mannes, den wir einmal vor dem Kontrollpunkt des Platzes getroffen hatten. Er war als Junge mit dem Pferdewagen immer zum Essen holen mitgefahren. Sie trugen als Kopfbedeckung Papachas auf dem Kopf. Er konnte jedoch nicht sagen, was für Kragenspiegel diese Leute trugen. Leider. Ein Teil der Russen (Ukrainer) wurde in die W-SS überführt.

    Mir fällt noch eine Übereinstimmung mit dem Befehl des RM vom 03.03.1944 auf. Bei bestimmten Maßnahmen unbedingt die SS in Uniform in Erscheinung treten zu lassen. Es sollte so aussehen, da habe die GESTAPO etwas veranlasst. Von der eigentlichen Maßnahme sollte abgelenkt werden. Ansonsten unüblich schwarze Uniform zu tragen.


    MfG

    Conny

  8. #33
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Hallo Hurryup,
    was mir noch auffällt, dass dein Großvater der Stasi nichts von seiner Vergatterung erzählte. Die muss er unterschrieben haben, dazu wurden bei der Maßnahme nur Reichsdeutsche und keine Volksdeutschen verwendet. Ist schon merkwürdig.

    MfG

    Conny

  9. #34
    Avatar von hurryup
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Hi again

    ich habe bisher keine Nachforschungen angestellt,und von hier aus ist das auch etwas komplizierter als in D.

    Dass er die Seiten gewechselt hat,glaube ich eigentlich nicht. Er wurde ja nach dem Krieg von der KPD und spaeter SED weiterhin zu offiziellen Veranstaltungen eingeladen und bekam glaube ich auch mal eine Uhr als Anerkennung fuer seine langjaehrige Mitgliedschaft. (er war meines Wissens nach niemals politisch aktiv,und niemand in meiner Familie kann sich erinnern,dass er der SED gegenueber irgendwelche offene Sympathie entgegenbrachte oder bei Diskussionen das DDR System in Schutz nahm)
    Da gibt es noch ein paar andere Sachen die merkwuerdig erscheinen. Als meine Oma mit meiner Mutter schwanger war, reiste er 1946 fuer ein paar Tage nach Koeln,um auf dem Standesamt Papiere fuer die Hochzeit aufzutreiben. Viele Leute im Ort erwarteten,ihn nie wiederzusehen. Er war aber nach ein paar Tagen wieder da. (Ich dachte es war 1946 schwierig,Zonengrenzen zu ueberschreiten oder das ausgebombte Koeln innerhalb von wenigen Tagen zu erreichen,das Standesamt unzerstoert vorzufinden und wieder zurueckzukommen,als waere es eine normale Reise) Auch gab es Verwunderung,dass er in handwerklichen Dingen als Schlosser nicht wirklich begabt war, aber beim Ausbau seines Wohnhauses sehr grosses Talent bei der Planung und Anfertigung von Bauzeichnungen zeigte. Auch sprach der fliessend franzoesisch. Ausserdem finde ich es interessant,dass sowohl er als auch Paul Reimer im Ort verblieben und einfach ein neues Leben starteten. Zumindest Eduards Wohnung in Koeln war angeblich intakt geblieben..Es gab auch Geruechte ueber ein Kind aus einer frueheren Beziehung in Koeln und ein Kind mit einer Geliebten in Frankreich. Go figure wie man hier sagt.. Uebrigens ist auch mein Grossvater auf vaeterlicher interessant. Er kaempfte als polnisch-sprechender Volksdeutscher mit der polnischen Kavallerie gegen die sowjetische Invasion Polens,wurde gefangen genommen und war einer von etwa 580 Ueberlebenenden des NKWD Massakers in Katyn . Nach seiner Flucht aus sowjetischer Gefangenschaft war er bis '44 UK und wurde dann zur Wehrmacht eingezogen ,nach Daenemark zur Kuesternverteidigung befohlen, von den Briten gefangengenommen,nach Oesterreich in ein Gefangenenlager verbracht und floh von da Anfang 1946.. Sorry,off topic..
    Geändert von hurryup (13-04-2011 um 03:27 Uhr) Grund: typos

  10. #35
    Avatar von ogol
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Hallo conny, was ist BDC ( siehe oben)?

    Gruß
    ogol

  11. #36
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Hallo Ogl, das ehemalige Berlin Document Center, heute zum Bundes Archiv gehörend und die NS Akten beinhaltend.

    MfG

    Conny

  12. #37
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Was mir persönlich nicht aus dem Kopf gehen will, ist die Tatsache, dass es bei bestimmten Maßnahmen im III. Reich sehr hohe Sicherheit Standarts gab und sie auch angewendet wurden. Die Abwehrbeauftragten der Wehrkreise und besonders die örtlichen GESTAPO Stellen überprüften sehr genau und akribisch.

    ...und ausgerechnet da sollen latente Exkommunisten darunter gewesen sein. In meinen Ohren klingt es immer nach Persil. Eine im Rheinland geborene und dort tätige Person konnte bei einer Entnazifizierung im Osten seine Vergangenheit schon schönen. Umgekehrt das Gleiche. Auch dass ist möglich. Wir wollen einmal festhalten, dass solche Leute eine uk oder gar eine doppelte uk Stellung besaßen. Da wurden sie aber durch den Wolf gedreht. Nein, so einfach ging es nicht.

    ...und was mich wundert, ist grundsätzlich das Maulhalten solcher Personen, auch nach Jahren der Beendigung der Tätigkeit. Da kenne ich einige Beispiele. Alles Relavante wurde verschwiegen. Ich müsste so ein Blankorevers noch vorliegen haben. Da steht geschrieben, dass die Geheimhaltung auch über die Beendigung des Auftrages fortbesteht.

    Ich könnte mit drei (3) unterschiedlichen Beispielen aufwarten, wo fast wörtlich und übereinstimmend geantwortet wurde, ich habe einen Eid geschworen und der ist bindent.

    MfG

    Conny
    Geändert von Conny (13-04-2011 um 15:25 Uhr)

  13. #38
    Avatar von ogol
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Die Beschäftigung von Risikoleuten zum Kriegsende hin deutet mgl.weise auf Fachkräftemangel hin, andererseits gab es wohl auch Gepflogen-
    heiten, die heute rätselhaft sind

    Gruß
    ogol

  14. #39
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Gegen das Risko bei sich nicht frei bewegenden Menschen ist ja nichts einzuwenden. Sie waren bedingt unter Kontrolle. Nur bei eingesetzten Zivilisten habe ich so einige Bedenken, dass diese der Überprüfung entgangen sein sollten. Die Firmen mussten sämtliche Angaben der einzusetzenden AK melden. Die wurden danach exakt überprüft.

    Bei der SIII Geschichte setze ich ja eine Einstufung als Geheime Kommando Sache oder aber Geheime Reichs Sache voraus und da wurde überprüft und wie.

    Zum Fachkräftemangel: Den gab es peramanent, daher wurde die Leute laufend von A nach B umgesetzt.

    Das ganze sicherheitsrelevante Procedere lässt schon den Schluss zu, es hatte die höchste Einstufung. Das Wachpersonal fremdvölkisch und somit eingeschränkte Möglichkeiten der Kommunikation mit der Bevölkerung, dazu verschiedene Sperrkreise, Sonderausweise, eingeschränkte Benutzung von Bauzeichnungen und deren jeweiliger Austausch usw. usw.

    ... und da es keine normale OT Baustelle war unterstand diese Baumaßnahme ja der Sonderbauleitung der OT in Erfurt, Adolf Hitlerstraße (Bahnhofstraße), ehemals UFA Kino Komplex.

    Da hat man schon ein wenig mehr Brühe gemacht, als anderen Orts.


    MfG

    Conny
    Geändert von Conny (13-04-2011 um 16:19 Uhr)

  15. #40
    Avatar von sondi
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Ich war als Stift viel in dem Bereich unterwegs...als wir von Crawinkel kamen waren die ersten versprengten Stollen in diesem auf dem im Anhang dargestelleten ungefähren Lubi Bereich zu sehen....man kam nicht ran dort war alles von den Russen bewacht es ging da rauf über die Brücke zur roten Hütte...dann kam lange nichts..es dauerte noch eine ganze Weile ehe wir im eigendlichen Tal bei den heutigen Stollen waren...habe das aber schon öfters hier eingebracht.
    Sie befanden sich in Richtung Crawinkel hinter der Steinbrücke zur roten Hütte links.

    MfG sondi
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von sondi (13-04-2011 um 19:12 Uhr)
    Die ganz ganz Schlauen sehen um fünf Ecken und sind geradeaus blind. (B.F.)

  16. Dateityp: jpg 4 Stollen Tal I.jpg (115,5 KB, 123x aufgerufen)
  17. #41
    Avatar von Alpha
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    Standard AW: Aussage Hermes

    @hurryup

    Hat schon jemand von Eurer Familie Akteneinsicht bei der BSTU beantragt?
    Wäre interessant ob es über Deinen Großvater eine Akte gibt.

    Gruß Andreas

  18. #42
    Avatar von Clyde Radcliffe
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Ich hab gerade mal nachgeschaut. Die bezeichnete Stelle sieht bei Bing-Maps ja noch viel interessanter aus!

  19. #43
    Avatar von sondi
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Zitat Zitat von Clyde Radcliffe Beitrag anzeigen
    Ich hab gerade mal nachgeschaut. Die bezeichnete Stelle sieht bei Bing-Maps ja noch viel interessanter aus!
    Da hast Du allerdings recht !!

    MfG sondi
    Die ganz ganz Schlauen sehen um fünf Ecken und sind geradeaus blind. (B.F.)

  20. #44
    Avatar von Alpha
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    Standard AW: Aussage Hermes

    @Augustiner

    Ist auf Deinen Bildern an der Stelle was zu sehen?

    Gruß Andreas

  21. #45
    Avatar von Alpha
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    Standard AW: Aussage Hermes

    ???Bing Maps???

    Was soll da besser zu sehen sein?
    Total verpixelt beim ranzoomen und wenn das Bildchen einigermaßen scharf ist
    dann ist man zu weit weg um Einzelheiten zu erkennen.
    Oder ich bin blind???

    Gruß Andreas

  22. #46
    Avatar von sondi
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Auf Harrys Lubi von 1953 sieht der Bereich so aus wie im Anhang...???

    MfG sondi
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Die ganz ganz Schlauen sehen um fünf Ecken und sind geradeaus blind. (B.F.)

  23. Dateityp: jpg 1953 Hary.jpg (95,4 KB, 114x aufgerufen)
  24. #47
    Avatar von kps
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Zitat Zitat von sondi Beitrag anzeigen
    Ich war als Stift viel in dem Bereich unterwegs...als wir von Crawinkel kamen waren die ersten versprengten Stollen in diesem auf dem im Anhang dargestelleten ungefähren Lubi Bereich zu sehen....
    Hast du zusätzliche Hinweise von Martin Stade eingearbeitet? JA, da war was - aber was? Aus welcher Zeit? Ein Zeitzeuge sprach mal von Abbau Muschelkalk oder Voruntersuchung Abbauwürdigkeit des Gesteins wie überall rund um den betreffenden Bereich bis hin zum Tieftal und dies vor Kriegsbeginn bzw. dem Jonastal-Bauboom.

    MfG
    kps
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  25. #48
    Avatar von hurryup
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Hi again

    Fachkraeftemangel moechte ich fast ausschliessen. Eduard arbeitete schon vor Kriegsbeginn fuer die STRABAG am Westwall, dann unmittelbar nach dem Fall Frankreichs am Atlantik Wall und den U-Boot Bunkern in Frankreich,danach ( glaube 1944 ,wohl nach der alliierten Invasion) irgendwo in Bayern und zum Schluss im Jonastal. Das waren ja mehr oder weniger alles Geheimprojekte zu dem Zeitpunkt. Akteneinsicht wurde bisher nicht beantragt,wenn ich mal wieder in D bin versuche ich das mal auf den Weg zu bringen. Kann mir aber nicht wirklich vorstellen,dass da Dinge zu finden sind,die ueber den Inhalt der Stasi-Befragung hinausgehen. Haette die Stasi mehr gewuesst, haetten die sicherlich andere und mehr detaillierte Fragen gestellt?

  26. #49
    Avatar von Conny
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Hurryup,
    der Stasi ging es nur um die Greultaten und damit sollte Lübke ein Strick gedreht werden. Außerdem wäre es ihnen nicht gut bekommen auf Russengelände zu aktiv zu werden. Kolja wäre böse geworden.

    MfG

    Conny

  27. #50
    Avatar von kps
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    Standard AW: Aussage Hermes

    Zitat Zitat von Conny Beitrag anzeigen
    Hurryup,
    der Stasi ging es nur um die Greultaten und damit sollte Lübke ein Strick gedreht werden. Außerdem wäre es ihnen nicht gut bekommen auf Russengelände zu aktiv zu werden. Kolja wäre böse geworden.

    MfG

    Conny
    Streiche bitte Greultaten. Zur Aufdeckung von Greultaten wurden die Recherchen wohl am wenigsten betrieben. Lübke und Kunstgut/ Einlagerungen - das waren denke ich die Hauptantriebskräfte.

    MfG
    kps
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