Welche Probleme die Verlagerung von Kunstgut bereits 1943 machte soll folgende Abschrift eines Briefes von Voß an Mutschmann zeigen. Es geht speziell um den ersten Einlagerungsort der „Sixtinischen Madonna“ auf der Albrechtsburg in Meisen.
11. Mai 1943 – Voß an Mutschmann:
„Auch vom konservatorischen Standpunkt aus gibt der jetzige Bergungsort zu schweren bedenken Anlaß. Die Luftfeuchtigkeit ist eine ziemlich hohe (durchschnittlich etwa 80%), was an sich noch keine Gefährdung des Erhaltungszustandes bedeuten würde. Da nun aber das Gemälde dauernd in seiner Kiste eingeschlossen ist, so besteht die Gefahr, daß die Feuchtigkeit innerhalb der selbigen noch einige Grade höher liegt und bei dem Mangel an einer modernen Klimatisierung des Raumes zur Korrigierung der Temperatur und der Feuchtigkeitsgrade zu einer langsamen Vergilbung oder Zersetzung des Firnisses beziehungsweise der Malschicht selber führt.“





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