When in doubt, just ask.
1) Wenn ich richtig gelesen habe, sind „im Jonastal“ bis zu 30.000 Arbeiter eingesetzt worden. Wie viele sind 1945 nach NO marschiert? Wo ist der Rest geblieben? Wer weiß etwas über (Massen)gräber? Wie ich höre, ist ja sehr wohl bekannt, WER die entkräfteten Arbeiter, die nicht marschieren konnten, erschossen hat.
2) Gibt es Untersuchungen zum Komplex S III auf der anderen Seite des Höhenzugs, westlich der L3247?
3) Das Jonastal ist weitgehend wasserlos. Ich habe mal nachgefragt: in Mühlberg gibt es keine Hinweise auf Bauwerke zwischen 1930 und 1945 , die dass Springwasser abgreifen oder abpumpen. Auch oberhalb entlang der Nordflanke gibt es nichts aus dieser Zeit. Keinen Sammler o.ä.
Die Versorgung einer derart großen Anlage, wie sie im Zusammenhang mit dem Jonastal immer wieder geschildert wird, ist mit den Quellen und Brunnen auf dem Gossel-Plateau nicht zu bewältigen.
Wer weiß etwas über Pumpstationen im Geratal, an der Ohra, bei Röhrensee o.ä.?
Eine kleine Rechnung:
Eine Schnellzug-Dampflok, Baujahr ca. 1938, benötigt etwa 100 bis 160 l Wasser pro km.
Auf einer heftigen Strecke, sagen wir mal, von Erfurt nach Schweinfurt sind das ca. 25,3 m³.
Nehmen wir mal an, dass im Thüringer Becken um Erfurt pro Tag 100 Loks betankt wurden.
(Wer hat einen Fahrplan Güter/Personenverkehr aus ca. 1938?). Nehmen wir weiter an, dass das gesamte Wasser aus einer einzigen Einspeisung stammen würde, des weichen Wassers wegen, damit die Kessel und Rohre der Loks nicht verkrusten.
Somit kommen wir auf 2530 m³/Tag. Nehmen wir mal 10% Schwund und Fremdverwendung hinzu, sind das rund 2783 m³ pro Tag.
Nun, da man Wert auf weiches (= Kalkarmes) Wasser legt, baut man einen Stollen von 37 km Länge und legt ein Wasserreservoir an. Die Idee ist schon älter, aber 1935 beginnt man mit dem Bau. Der Teich, den man anlegt, hat eine Kapazität von 1,07 Mio m³. Das reicht, wenn keinerlei Wasserzufluss kommen würde (oder dieser nur die Verdunstung ausgleicht) für gut 1 Jahr! Nun ist der Thüringer Wald nach meinem begrenzten Wissen keine niederschlagfreie Wüste. Bescheidene Frage: Weshalb diese immense Überkapazität an kalkarmem Wasser?
Randüberlegung: OK Wasserspiegel: 580 m ü. NN. TrÜbPl ca. 475 . ü. NN. Strecke ca. 7 km. Ergibt ein Gefälle von rd. 1,7 %. Perfekt. Ein Vergleich: Fast zeitgleich wurde bei Zwickau vom gleichen Bauherrn zu gleichem Zweck der Amselbach gestaut. Die Pfütze ist aber 26 mal kleiner und reichte trotzdem. Sachen gibt’s…





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