Die Wochenzeitung der Freitag, 34 Woche
Rainer Karlsch
Der große Bluff
VERWIRRSPIEL - Eine mysteriöse Episode im Wettlauf um die Atombombe zeigt Stalin einmal mehr als Pokerface-Man. Eine deutsche V2 auf sowjetischem Boden?
Die Geschichte liest sich wie ein Krimi: Nach den ersten erfolgreichen Atomversuchen der Amerikaner und den Bombardements von Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 geriet Stalin unter Zugzwang und spornte die sowjetischen Wissenschaftler an, ebenfalls eine Atombombe zu entwickeln. Doch das Projekt geriet ins Stocken. Als im Juli 1949 eine chinesische Delegation Moskau besuchte, führte ihr Stalin einen Film vor, der angeblich den ersten sowjetischen Atomversuch festhielt - einige Wochen, bevor dieser überhaupt stattgefunden hatte. Doch woher stammte dieser Film? Und wo hatte der Test stattgefunden?
Am 16. Juli 1945 explodierte in der Wüste von New Mexiko ein großes Munitionslager. So zumindest erklärte es die US Army. Tatsächlich handelte es sich jedoch um den ersten Test einer amerikanischen Atombombe. Die amerikanische Regierung unter ihrem neuen Präsidenten Harry S. Truman hielt den Test geheim, um über einen Trumpf für die nur einen Tag später beginnende Konferenz in Potsdam zu verfügen. Dort verhandelten die "Großen Drei" - Truman, Churchill und Stalin - über die Zukunft Europas und die Strategie zur schnellstmöglichen Beendigung des Krieges gegen Japan.
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Dr. Rainer Karlsch ist Wirtschaftshistoriker und Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsgeschichte an der FU Berlin. 2005 erschien Hitlers Bombe, die Auseinandersetzung mit Karlschs Thesen wird demnächst dokumentiert in Für und Wider Hitlers Bombe (zusammen mit Heiko Petermann, Waxmann-Verlag).
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Edit... Das zitieren des gesamten Beitrages ist kein Zizaz sondern eine Copyrightverletzung.... ich habe ihn gekürzt. Harry





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