Aachen (an-o). "Das ist dumm gelaufen": Die Politiker im Planungsausschuss, der sich am Donnerstag Abend als erstes und einziges Ratsgremium mit dem Fall "Römerbad" beschäftigte, fühlten sich sichtlich unwohl in ihrer Haut. Zu entscheiden gab es allerdings nichts mehr.

Auf der Baustelle des Buchhändlers Helmut Falter an der Buchkremerstraße haben Meißel und Sägen längst Fakten geschaffen. Den umstrittenen Abriss der römischen Badeanlage noch zu stoppen kam den Ratsvertreter nicht in den Sinn, als sie das in der Öffentlichkeit vehement diskutierte Thema kurzfristig auf die Tagesordnung setzten. Vielmehr wollten die meisten ihrem Ärger Luft machen, weil sie sich von Oberbürgermeister Linden und seinen Beamten bei diesem Entscheidungsprozess ausgebootet fühlen.

Eine vom Kulturausschuss-Vorsitzenden in letzter Minute

anberaumte Sondersitzung zu torpedieren, sei ein "ganz schlechter Stil" des OB gewesen, beschwerte sich Michael Rau (Grüne). "Wir dürfen uns nicht von der Verwaltung aus der Verantwortung drängen lassen", forderte Michael Koenig (CDU).


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