Sieben Kilometer langes System unter Bergmassiv bei Blankenburg
Blankenburg/dpa. Das Sanitätshauptdepot der Bundeswehr in Blankenburg (Landkreis Wernigerode) öffnet an diesem Samstag für Besucher. Zum zehnjährigen Bestehen der Einrichtung will die Bundeswehr am Tag der offenen Tür Einblicke in deren Arbeit geben, teilte die Standortkommandantur am Mittwoch mit. Von besonderem Interesse dürfte vor allem ein sieben Kilometer langes Stollensystem unter einem Bergmassiv bei Blankenburg sein, in dem tonnenweise Sanitätsmaterial eingelagert ist.
Vor zwei Jahren hatte die Bundeswehr bereits einmal zu einem Tag der offenen Tür in Blankenburg eingeladen, zu dem 13 500 Besucher kamen. Im Mittelpunkt des Interesses stand auch damals das lange Zeit geheimnisumwitterte Tunnelsystem, das zum Ende des Zweiten Weltkrieges von KZ-Häftlingen in das Sandsteinmassiv gegraben worden war.
In den Stollen unter dem Regenstein wollte Nazideutschland nach den Angaben Teile für V-II-Raketen und U-Boote herstellen. Die Produktion kam jedoch nicht mehr in Gang. Seit Mitte der 70er Jahre nutzte die DDR-Armee die Stollen als Lager für militärisches Gerät, anderes Material und Bekleidung. Lange Zeit hielt sich seinerzeit das Gerücht, das Stollensystem diene als bombensichere Startrampe für Mittelstreckenraketen. Die Bundeswehr nutzte die Anlage später zunächst als Munitionssammelstelle
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